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Do, 29. November 2018, 08:02

Software::Kernel

Linux-Kernel 3.18 lebt weiter

Überraschend hat Greg Kroah-Hartman erneut eine neue Version der eigentlich eingestellten Kernel-Version 3.18 veröffentlicht. Als Grund wird weiterhin eine große Zahl an Geräten vermutet, in denen die alte Version immer noch eingesetzt wird.

Larry Ewing

Eigentlich sollte schon im Februar 2017 mit Linux 3.18.47 das Ende der alten Kernel-Reihe eingeläutet werden. Wie allerdings schon damals der Ankündigung von Greg Kroah-Hartman entnommen werden konnte, sollte es kein einfaches Unterfangen werden. Grund dafür waren zahlreiche Geräte im IoT-Bereich, die auf die alte Kernelversion aufsetzen. Eine Einstellung der Unterstützung würde laut damaliger Aussage von Kroah-Hartman diese direkt betreffen, was es zu vermeiden galt.

Kroah-Hartman bemängelte deshalb schon damals die Situation und hoffte, dass Hersteller ihre Nutzer mit einer aktualisierten Kernelversion beliefern oder zum Umstieg bewegen werden. Die Anwender sollten dazu nur laut genug an Pforten der Hersteller läuten und auf sich aufmerksam machen. Der Entwickler selbst versprach, sich des Problems anzunehmen. »Ich habe einen Plan«, schrieb er.

Ob der Plan von Kroah-Hartman aufgegangen ist, ist nicht bekannt. Fest steht lediglich, dass die Kernelversion noch eine Weile lebendig sein sollte und erst Anfang dieses Monats offiziell eingestellt wurde. Eigentlich, denn Anfang dieser Woche gab der Entwickler erneut eine neue Version bekannt. Das war insofern überraschend, als dass der Kernel 3.18 weiterhin als abgekündigt gilt und offiziell keinerlei Aktualisierungen mehr erfährt.

Linux 3.18.127 korrigiert wie erwartet nur Fehler und führt dem Kernel keine neue Funktionalität hinzu. Der Kernel-Hacker erklärte die Wiederaufnahme der Arbeiten nicht, es ist allerdings davon auszugehen, dass auch diesmal die immer noch recht hohe Zahl an alten Geräten eine Rolle spielen dürfte. Bereits in der Vergangenheit hatte Kroah-Hartman erklärt, die Situation rund um den alten Kernel beobachten zu wollen und bei Bedarf zu reagieren. Und auch bei der letzten Ankündigung der Einstellung berief sich der Kernel-Hacker auf die Nutzer und verkündete, die Unterstützung nur einstellen zu wollen, wenn sich keine Nutzer mehr finden.

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Kommentare (Insgesamt: 10 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[4]: Botnet of Things (Verfluchtnochmal_123347887686, So, 2. Dezember 2018)
Re[3]: Botnet of Things (Anonymous, Sa, 1. Dezember 2018)
Re[3]: Botnet of Things (Anon Y. Mouse, Do, 29. November 2018)
Re[3]: Botnet of Things (Janko Weber, Do, 29. November 2018)
Re[2]: Botnet of Things (Janko Weber, Do, 29. November 2018)
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