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Di, 4. Dezember 2018, 13:09

Software::Browser

Microsoft ersetzt Edge durch Chromium-basierten Browser

Obwohl es bisher erst ein Gerücht ist, sieht es danach aus, als würde Microsoft die Weiterentwicklung der eigenen Browser-Engine einstellen. Stattdessen soll für Windows 10 ein Browser auf Chromium-Basis entstehen.

Derrick Coetzee

Microsoft arbeitet an einem neuen Browser auf Chromium-Basis, der Edge ersetzen soll. Das behauptet zumindest die Webseite Windows Central. Demnach war der für Windows 10 entwickelte Edge kein Erfolg, weil er die ganze Zeit über so fehlerhaft war, dass er von den Benutzern abgelehnt wurde. Zudem war Microsoft mit Edge komplett isoliert. Nun wirft Microsoft deshalb angeblich das Handtuch und verzichtet auf eine eigene Engine.

Laut Windows Central ist dies bereits sicher, die Informationen sollen von einem Insider stammen. Demnach wird der neue Browser unter den Codenamen Anaheim entwickelt, allerdings könnte es sein, dass offiziell der Name Edge beibehalten wird. Mit Chromium als Engine dürfte die Kompatibilität des neuen Browsers mit Webseiten so hoch sein, wie es nur möglich ist, und die Stabilität und Geschwindigkeit sollten ebenfalls stark steigen. Unter iOS und Android verwendete Microsoft Edge ohnehin bereits die von der Plattform bereitgestellte Engine. Microsoft-Entwickler haben bereits begonnen, Code zu Chromium beizutragen, wenn auch bisher nur, um Chromium auf der ARM-Architektur zu verbessern.

Sollte sich dieser Schritt bewahrheiten, ist das Web nur noch kurz vor einer Monokultur. Das befürchtet jedenfalls Cameron Kaiser, Leiter des Projekts TenFourFox, das einen auf Firefox beruhenden Browser für PowerMacs bereitstellt. Denn Mac OS X und iOS nutzen WebKit, das den Vorläufer der Chromium-Engine Blink darstellt und laut Kaiser keinen wirklichen Unterschied zu Blink darstellt. Das Hauptproblem von Blink ist, dass es die Privatsphäre der Benutzer aushöhlt. Es gibt nur noch eine echte Alternative zu Blink: Gecko, die Engine von Mozilla, die in Firefox und seinen Derivaten zum Einsatz kommt. Andere Engines wie Netsurf sind nicht nur bezüglich der Funktionalität weit zurückgeblieben, sondern auch zu unbekannt, um Einfluss zu nehmen. Kaiser befürchtet, dass Chromium den noch verbliebenen Marktanteil von Firefox so weit verkleinern wird, dass auch Firefox schließlich irrelevant wird. Damit hätte Google dann das Web komplett für sich vereinnahmt, was mit Sicherheit nur Nachteile für die Benutzer bringe.

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