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Mi, 5. Dezember 2018, 08:10

Software::Grafik

Nvidia öffnet PhysX vollständig

Nachdem Epic Games die Quellen der hauseigenen Unreal Engine interessierten Entwicklern zugänglich gemacht hat und später auch PhysX-Engine öffnete, hat das Unternehmen nun die komplette Entwicklung unter eine BSD-Lizenz gestellt.

Nvidia

Die ursprünglich von dem Halbleiterhersteller Ageia entwickelte proprietäre Physik-Engine PhysX ist eine Soft- und Hardware-Lösung zur Berechnung von physikalischen Effekten. Die Engine ist ein Bestandteil des CUDA-Systems und dementsprechend auf den meisten modernen Grafikkarten der GeForce-Serie zu finden. PhysX erlaubt teils rechenintensive Vorgänge, wie beispielsweise die Simulation von Flüssigkeiten oder das realistische Verhalten von Objekten, in Echtzeit zu simulieren und die Resultate an andere Systeme weiterzuleiten. Damit können beispielsweise Physikberechnungen direkt von der Grafikkarte durchgeführt werden, ohne dass sie die CPU belasten. Dementsprechend findet die Engine einen breiten Einsatz bei Spielen. So unterstützen viele 3D-Engines PhysX oder greifen auf die Funktionalität der Engine zurück.

Nachdem Nvidia bereits in der Vergangenheit im Zuge der Zugänglichmachung der Quellen der Unreal Engine 4 auch PhysX im Quellcode veröffentlichte, hat das Unternehmen nun angekündigt, die Entwicklung komplett zu öffnen. Zuvor wurde die Erweiterung lediglich im Quellcode, unter einer eigenen Lizenz vertrieben, die seitens vieler Beobachter als weder frei noch freiheitsfördernd bezeichnet wurde.

Die unter den Bedingungen der BSD-Lizenz vertriebene Nvidia PhysX SDK 3.4 kann ab sofort im Quellcode vom GitHub heruntergeladen werden. Das SDK unterstützt in der offenen Version neben Linux ebenfalls Mac OS X sowie iOS, Android und Windows. Die Nutzung auf Spielkonsolen wird durch die neue EULA nicht gedeckt. Wie das Unternehmen zudem bekannt gab, soll noch in diesem Monat eine neue Hauptversion der Engine erscheinen. Diese soll ebenfalls im Quellcode verfügbar gemacht werden unter anderem über einen Temporal Gauss-Seidel Solver (TGS) sowie Stabilitätsverbesserungen verfügen.

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