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Thema: Microsoft öffnet WPF, Windows Forms und WinUI

21 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Potz Blitz am Mi, 5. Dezember 2018 um 12:40 #

Ich interpretiere das als eine langsame Abkehr von Windows. Umgekehrt will MS die Verbreitung von .Net verbessern, die von der schwindenden Bedeutung von Windows bedroht ist. Natürlich wird man das eigene Betriebssystem weiter bevorzugen, aber Kunden und Entwickler sollen auch auf anderen Plattformen an MS gebunden werden (oder bleiben). Ich war überrascht, dass sogar unter Manjaro ein rudimentäres MS-Office vorinstalliert ist. Ich finde das nicht schlimm, man muss es ja nicht benutzen.

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Von Microschrott am Mi, 5. Dezember 2018 um 18:25 #

Microschrott strukturiert sich zum Serviceanbieter (Cloud first) um, und lagert die Pflege und Weiterentwicklung der eigenen Produkte, an die kürzlich gekaufte Github "Community" aus.
Es bleibt abzuwarten, ob und wie dieses Unterfangen gelingen wird?

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Von #! am Mi, 5. Dezember 2018 um 19:10 #

"Sie stehen jeweils unter der MIT-Lizenz und die Mitarbeit von externen Entwicklern ist erwünscht."

Microsoft will also sparen. Durch die "freizügige" MIT-Lizenz sollen unbezahlte Entwickler die Arbeit machen, die dann zurück in proprietäre Produkte fließt.

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    Von theuserbl am Mi, 5. Dezember 2018 um 19:57 #

    "Sie stehen jeweils unter der MIT-Lizenz und die Mitarbeit von externen Entwicklern ist erwünscht."

    Microsoft will also sparen. Durch die "freizügige" MIT-Lizenz sollen unbezahlte Entwickler die Arbeit machen, die dann zurück in proprietäre Produkte fließt.

    Was für ein Bullshit.

    Zuersteinmal hat Microsoft etwas geliefert. Einfach so.
    Und ja, auch Du kannst einen ClosedSource-Fork davon erstellen.

    Es kann doch nun jeder selber entscheiden, ob er
    - ebenfalls seinen Code unter der MIT-Lizenz beiträgt, damit er integriert wird
    - er das Projekt forkt und unter eine Copyleft-Lizenz wie der GPL stellt und seinen Code unter der GPL dazu beiträgt
    - er das Projekt forkt und unter eine ClosedSource-Lizenz stellt und seinen Code ebenfalls geschlossen hält. Das Resultat darf er dann sogar verkaufen.

    Wo hast Du dort ein Problem mit der Lizenz?
    Wäre es unter der GPL könnte man das gleiche mit dem Quellcide machen wie nun auch. Jedoch darf man nun noch einiges mehr damit machen.

    Grüße
    theuserbl

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      Von #! am Mi, 5. Dezember 2018 um 20:22 #

      Zunächst einmal bedanke ich mich für die Titulierung meiner Meinungsäußerung als "Bullshit". Immerhin scheint sie nicht gänzlich irrelevant zu sein.

      Mit der GPL darf man mir als Beitragendem den Zugang zur Weiterentwicklung Freier Software, zu der ich beigetragen habe nicht enthalten.
      Die MIT-Lizenz ist für mich in letzter Zeit ein Ausnutzwerkzeug einiger Softwarekonzerne geworden.

      Mit der GPL kann ein Unternehmen auch Kapital aus unentgeltlicher Beiträge schlagen. Das ist natürlich OK. Hier werden die Änderungen aber zurückgegeben und alle haben die Möglichkeit zu profitieren. Es besteht keine Möglichkeit eines proprietären Forks. So stelle ich mir eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe vor.

      Das "Einfach so" ist für mich übrigens per se kein Lockmittel. Ich bin durchaus bereit für Freie Software zu bezahlen.

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        Von theuserbl am Mi, 5. Dezember 2018 um 20:46 #

        Mit der GPL darf man mir als Beitragendem den Zugang zur Weiterentwicklung Freier Software, zu der ich beigetragen habe nicht enthalten.
        Dann forke es doch und stelle es unter die GPL. Es hindert Dich doch keiner dran.

        Die MIT-Lizenz ist für mich in letzter Zeit ein Ausnutzwerkzeug einiger Softwarekonzerne geworden.
        Was hat es mit ausnutzen zu tun, wenn man seine Software unter die MIT-Lizenz stellt?

        Bei X11, Wayland, Mesa3D, etc, da stört sich doch auch keiner an der Lizenz.

        Mit der GPL kann ein Unternehmen auch Kapital aus unentgeltlicher Beiträge schlagen. Das ist natürlich OK. Hier werden die Änderungen aber zurückgegeben und alle haben die Möglichkeit zu profitieren.
        Es sei denn, das Unternehmen verlangt eine Zusage, daß Dein Code zu ihrem Eigentuim übergeht, wenn Du Deinen Code im Hauptprogramm (also nicht irgendeinem entlegenen Fork) sehen willst. Dann darf der Eigentümer des Projekts weiterhin alles, nur die anderen müssen sich an die GPL halten.
        Da ist die MIT-Lizenz wesentlich besser. Da darf jeder (fast) alles.

        U.a. wegen der Lizenz gefällt mir auch das Betriebssystem Haiku. Aber ich merke schon, Dir wird Haiku wohl gerade wegen der Lizenz wiederum nicht gefallen.

        Und es geht ja nicht nur darum, daß man unbedingt daraus ClosedSource erstellen möchte. Die MIT-Lizenz ist auch viel kompatibler.
        Die GPLv2 ist zum Beispiel zur Apache-Lizenz inkompatibel.
        Die GPLv3 ist zwar nun zur Apache Lizenz v2 kompatibel, jedoch gibt es weiterhin einige OpenSource-Lizenzen, die sich nicht mit der GPLv3 vertragen.
        Die MIT-Lizenz ist hingegen mit (fast) jeder Lizenz kompatibel.

        Grüße
        theuserbl

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          Von #! am Mi, 5. Dezember 2018 um 21:34 #

          Ein CLA (Contributor License Agreement) kann es unabhängig von der Projektlizenz geben und schreckt mich auch hinsichtlich Mitarbeit ab.

          Copyleftfreie Lizenzen sind natürlich an sich nichts böses. In einer idealen Welt ohne proprietäre Forks hätte ich nichts dagegen.

          Die Ausnutzungmöglichkeit besteht über proprietäre Forks. Warum veröffentlicht Microsoft seine Open Source-Projekte nicht unter der (L)GPL? Sie haben eben Angst vor der "Viralität" und möchten sich Türen offenhalten, den Kram in proprietäre Produkte einzubauen. Schön und gut, nur werde ich keine Beihilfe dazu leisten.

          Haiku gefällt mir nicht, weil es technisch für mich unbrauchbar ist.
          Der Linux-Kernel konnte nur aufgrund der GPL so erfolgreich werden. Sie garantiert, dass viele miteinander auf dem Markt konkurrierende Unternehmen Entwickler bezahlen.

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Von theuserbl am Mi, 5. Dezember 2018 um 19:48 #

Wie oft friert die Hölle noch zu?

Spätestens wenn Windows mal komplett OpenSource sein sollte, herrscht in der Hölle Dauerfrost.

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    Von TuNichtGut am Do, 6. Dezember 2018 um 07:14 #

    Spätestens wenn Windows mal komplett OpenSource...
    nun, zur Zeiten der Halloween-Dokumente war eine Öffnung von Microsoft undenkbar. Inzwischen spielt der Desktop nicht mehr so eine große Rolle und MS verdient viel Geld mit Cloud-Computing. Daher bin ich mir nicht sicher, ob MS und OpenSource Feinde bleiben.

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      Von Microschrott am Do, 6. Dezember 2018 um 10:57 #

      Daher bin ich mir nicht sicher, ob MS und OpenSource Feinde bleiben.

      Genau das ist doch das Problem, Microschrott hat es bereits geschafft, dass es in der FOSS Community als nicht mehr so problematisch angesehen wird, wie Microsochrott agiert.

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        Von Josef Hahn am Do, 6. Dezember 2018 um 14:53 #

        Ja; es gibt so und so... Dazu müsste pro-linux vielleicht mal eine Umfrage machen. ;) Mich würde auch mal interessieren, wie da die Stimmungslage gesamtheitlich so ist...

        Ich für meinen Teil mache da nach wie vor einen Bogen drum, und mir ist es auch völlig egal, welche Powershells und .NETs sie noch Open Source stellen. Ich vermisse eigentlich technisch trotzdem nichts. Das hochgehypte VS Code habe ich mir nichtmal angeschaut. Kann man als ideologisch verbohrt abstempeln. Aber dass VS Code irgendwas substantiell besser macht, als die IDEs, die ich benutze, kann ich mir eigentlich garnicht vorstellen. Und falls doch: Naja, dann übe ich mich an dieser Stelle halt in Verzicht. So einfach...

        Eine Statistik dazu fände ich mal spannend, wie viele das wie sehen...

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          Von TuNichtGut am Do, 6. Dezember 2018 um 16:55 #

          Und falls doch: Naja, dann übe ich mich an dieser Stelle halt in Verzicht.

          Dem schließe ich mich an.

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          Von #! am Do, 6. Dezember 2018 um 16:59 #

          Der offizielle VS Code Build enthält übrigens nicht unerhebliche proprietäre Bestandteile.

          Wenn es Microsoft wirklich um eine Öffnung ging, würden sie zunächst mal Softwarepatente fallen lassen. Z.B. das exFAT-Patent. Finde es einen der größten Industrieskandale, dass Microsoft es durchbringen konnte, dass SDXC-Karten standardmäßig mit exFAT ausgeliefert werden. So verdienen Sie m.E. kriminellerweise an jeder SD-Karte und an jedem Gerät, was sie lesen kann.

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