Login
Newsletter
Werbung

Thema: Free Software Foundation erkennt Hyperbola GNU/Linux-libre als frei an

11 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
0
Von Anon am Fr, 7. Dezember 2018 um 09:54 #

Das ist das Äquivalent zu Merkels vollstem Vertrauen.

Wenn die FSF es empfiehlt, dann ist es praktisch nutzlos da keine vernünftigen Treiber dabei sind.

  • 0
    Von Condor am Fr, 7. Dezember 2018 um 11:11 #

    Jupp leider ist das so, obwohl grundsätzlich die Systeme nicht schlecht sind, insbesondere das hier im Artikel benannte.

    0
    Von throgh am Fr, 7. Dezember 2018 um 11:32 #

    Nö, das ist quasi die Empfehlung sofern man auf der Suche nach einem freien System ohne proprietäre Abhängigkeiten ist. Ich selbst nutze Hyperbola schon länger und habe damit keinerlei Probleme, ebenso nicht mit Parabola oder Trisquel. Letztgenannte setzen aber systemd ein und ich möchte einfach eine Alternative. Da wiederum ist Hyperbola mit OpenRC adäquat und die Community ist klein aber freundlich wie auch offen.

    • 0
      Von Tamaskan am Fr, 7. Dezember 2018 um 13:49 #

      Und welche Hardware setzt du dann ein? Wenn ich z.B Debian mit dem normalen ISO installiere, geht auf meinem Desktop die AMD-Grafikkarte nicht (schwarzer Bildschirm, X startet überhaupt nicht), WLAN (Ralink-Chipsatz) geht auch nicht. Beim Laptop geht WLAN (Intel-Chipsatz) und Audio (Realthek-Chipsatz) nicht.

      Nehme ich das non-free-ISO von Debian, klappt alles sofort. Ich wundere mich also, welche Hardware man kaufen muss, um ohne unfreie Firmware auszukommen. WLAN scheint fast immer unfreie Firmware zu brauchen (Ralink, Atheros, Broadcom, Intel), meist auch Bluetooth und Audio und 3D-Grafik sowieso.

      Oh, und wenn man den Microcode seiner Intel- oder AMD-CPU updaten will, um sich gegen Meltdown/Spectre zu schützen, dann geht das mit den Libre-Distros auch nicht. Die Pakete liegen zumindest bei Debian in non-free, dann sind sie bei Hyperbola&Co wahrscheinlich gar nicht enthalten.

      • 0
        Von throgh am Fr, 7. Dezember 2018 um 13:55 #

        Hardware bearbeitet mit Libreboot und dann durchaus auch Coreboot. Dahingehend ist sie auch schon älter! Defakto ist die x86-Plattform aber so oder so ein totes Pferd, sofern man auf freie Hard- und Software setzen möchte. Und die besagten Lücken werden nicht besser, eher noch schlimmer. Neue Systeme sind insofern schon gar nicht mehr nutzbar und dahingehend ein Grauen, meiner Meinung nach. RISC-V bietet hier durchaus Anlass zur Hoffnung!

        Nebenbei: Natürlich sind in den Systemen auch die Chips entsprechend ersetzt worden. WiFi-Chipsätze von Intel sind komplett unfrei, ebenso wie neue Modelle von Realtek.

        Und bitte: Spectre und Meltdown sind Eigentore von Intel wie auch AMD selbst. Eingehandelt auf der Suche nach schnellem Profit.

        • 0
          Von throgh am Fr, 7. Dezember 2018 um 13:57 #

          Addendum zur Hilfestellung: https://h-node.org/

          0
          Von Tamaskan am Fr, 7. Dezember 2018 um 22:36 #

          Ich verstehe die Logik hinter der FSF-Position nicht. Zwar darf ich eine Intel-CPU benutzen, aber nur mit dem "vorinstallierten" Microcode, die Distribution darf aber keine Updates seitens Intel verteilen, sonst ist sie ja "unfrei" und die Sicherheitslücken lässt man dann halt offen.

          Zwar würde ich freie Hardware durchaus begrüßen. Aber in der Zwischenzeit muss man den Leuten ein funktionierendes System bieten, sofern man diese für freie Software begeistern will. Alte Hardware zu kaufen oder selbst an vorhandener Hardware rumzubasteln ist für die meisten Menschen nicht praktikabel.

          • 0
            Von throgh am Sa, 8. Dezember 2018 um 00:38 #

            Also bezüglich der Hardware-Lücken lassen sich sowohl Spectre als auch Meltdown entsprechend durchaus direkt lösen, retpoline und KPTI sind hier gute Helfer. Das Kernproblem ist und bleibt aber der rein proprietäre Bestandteil der Intel- / AMD-Architektur. Entsprechend nachzulesen hier: https://libreboot.org/faq.html#intel und einmal hier: https://libreboot.org/faq.html#amd

            Die Systeme funktionieren derweil aber vollständig, auch auf eher unfreier Hardware. Hierbei ergeben sich dann aber Einzelprobleme. Du hattest zuvor AMD als Grafikschnittstelle erwähnt: Selbst die MESA-Pakete benötigen immer noch einen proprietären Firmware-Blob, um essentielle Funktionen zu adressieren. Gleiches bei Chips für WiFi und Bluetooth. Die Baustellen sind vergleichsweise wiederholbar, da auch Replicant als freie Android-Alternative mit derlei zu kämpfen hat und so zeigt sich wie unfrei Hardware derweil wirklich ist. Je moderner und neuer desto schlimmer.

            Natürlich kann man Kompromisse eingehen. Aber irgendwann stellen sich dann Fragen wie weit das Ganze gehen soll, wenn schon Debian nur mit unfreien Paketen funktioniert. Das ist eine individuelle Fragestellung meines Erachtens und Niemand wird gezwungen Distributionen wie Hyperbola zu nutzen. Besteht der Wille dazu, braucht es zuvor Anpassungen an der Hardware respektive man sucht sich entsprechende Modelle heraus. Auch das wäre möglich! :)

        0
        Von kamome umidori am Fr, 7. Dezember 2018 um 15:38 #

        https://puri.sm/products/

0
Von Gokh am Fr, 7. Dezember 2018 um 11:08 #

Das ist wirklich eine sehr erfreuliche Nachricht. Danke :)

0
Von throgh am Fr, 7. Dezember 2018 um 14:47 #

Danke für den Artikel. Finde ich einfach klasse. Nebenher wäre es gut mehr über die Entwicklung der freien GNU/Linux-Distributionen zu lesen. Beispielsweise hat Hyperbola ja auch die systemd-Pakete weitestgehend komplett entsorgt und möchte LibreSSL zukünftig einsetzen!

https://www.hyperbola.info/news/end-of-openssl-support/

Pro-Linux
Traut euch!
Neue Nachrichten
Werbung