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Fr, 7. Dezember 2018, 08:58

Software::Distributionen::Debian

Free Software Foundation erkennt Hyperbola GNU/Linux-libre als frei an

Die auf Paketen von Arch Linux basierende Distribution Hyperbola wurde von der Free Software Foundation in die Liste der empfohlenen Distributionen aufgenommen.

FSF

Die Free Software Foundation (FSF) führt eine kleine Liste von Distributionen, die nach den Richtlinien der Organisation als frei betrachtet werden. Die »Free System Distribution Guidelines« (GNU FSDG) richten sich bei der Entscheidung, ob ein Projekt in die Liste der empfohlenen Distributionen aufgenommen wird, unter anderem an den Lizenzen, unter denen die Software steht. Zudem dürfen sie keine unfreie Software oder Teile davon enthalten. So darf etwa ein Browser keine Funktionalität bieten, die zum Laden von DRM-Modulen zum Ausgegeben verschlüsselter Medieninhalte über HTML5 entwickelt wurde.

Zuletzt wurde vor einem Jahr PureOS in die Liste aufgenommen, das auf Debian basierende Betriebssystem, dass Purism auf seinen Notebooks und künftig auf dem Linux-Phone Librem 5 ausliefert. Die anderen dort vertretenen Distributionen sind Dragora, Dyne:bolic, gNewSense, Guix, Musix, Parabola, Trisquel und Ututo. Jetzt wurde als zehnte Distribution Hyperbola GNU/Linux-libre in die Liste aufgenommen.

Die drei Entwickler von Hyperbola hatten im September 2017 einen Antrag gestellt, um in die Liste der FSF aufgenommen zu werden. Dem wurde jetzt entsprochen. Hyperbola ist eine Distribution, die sich für ihre Veröffentlichungen jeweils des Paketbestands eines Snapshots von Arch Linux bedient, aber nicht wie Arch als Rolling Release ausgelegt ist. Sie verwendet Patches für Sicherheit und Stabilität von Debian und Devuan und setzt auf Gentoos OpenRC als Init-System.

Neben der Freiheit sind das KISS-Prinzip, der LTS-Ansatz und der Einsatz des um Blobs bereinigten Linuxkernel »Linux-libre« weitere Merkmale von Hyperbola. Die Pakete der Distribution sind für i686 and x86_64 CPUs optimiert. Primäres Ziel ist es, dem Benutzer die volle Kontrolle über sein System zu geben, mit 100 Prozent freier Software, freier Kultur, Sicherheit, Datenschutz, Stabilität und Init-Freiheit.

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