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Thema: Entfernung der x32-Subarchitektur aus Linux vorgeschlagen

54 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Nils am Fr, 14. Dezember 2018 um 15:52 #

Wie sieht das aus, brauche ich das um z.B. mein 10 Jahre altes Eagle, welches nur in 32bit bin verfügbar ist, laufen zu lassen?

Das wäre echt daneben. Den Trend von Eagle hin zum Schlechteren habe ich nicht mitgemacht und die alte Version reicht vollkommen.
Damit Pflege ich noch einige Projekte, die viel viel Geld verschlungen haben.
Ausserdem hab ich für das Programm auch nen Haufen Geld liegen gelassen...

Klar, es gibt VMs, aber das wäre kontraproduktiv.

Das ist jetzt ein bisschen naiv, ich weiss, aber so fühlt man sich, wenn man teure Software abhaken muss:

Alle paar Monate was neues, alle paar Jahre muss man mitziehen, weils einfach nicht mehr läuft, das ist ne Sauerei. Meinen Füller aus der dritten Klasse verwende ich bis heute. Wieso kann das mit anderen Werkzeugen nicht auch so sein???

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    Von Missjö am Fr, 14. Dezember 2018 um 16:18 #

    Das Dilemma hat mein Onkel (mittlerweile lange Rentner) mit seinen Adobe-Produkten auch. Zwar erstellt er keine Werbebroschüren für Großkunden mehr, möchte aber ab und an mit gewohnten Werkzeugen noch hübsche Weihnachts- und Osterkarten erstellen. Betriebssystemupdates sind daher für ihn ab sofort tabu; nachdem der Powermac abgeraucht ist konnte gerade so noch alles auf einen iMac migriert werden aber beim nächsten Hardwarecrash ist Schluss.

    Das ist leider das typische Schicksal, wenn man sich an proprietäre Software gefesselt hat. Vielleicht löst in deinem Fall KiCAD das Problem? Da soll in einer der letzten Versionen bezüglich der Eagle-Kompatibilität einiges passiert sein... http://kicad-pcb.org/

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      Von Open oder close source am Fr, 14. Dezember 2018 um 17:24 #

      Alte programme brauchen auch pflege und open source hilft einem anwender auch nicht wenn er nicht selbst compilieren kann. Noch besser wenn der code vor 15-20 jahre geschrieben wurde und die div. libs neue api und andere abhängigkeiten haben. Das kann jeder laie fixen ????

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      Von Ghul am Fr, 14. Dezember 2018 um 17:28 #

      nachdem der Powermac abgeraucht ist konnte gerade so noch alles auf einen iMac migriert werden aber beim nächsten Hardwarecrash ist Schluss.

      Wieso verreckt Apple Hardware so schnell?
      Mein 486er läuft heute noch.

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        Von blablabla233 am Mo, 17. Dezember 2018 um 11:24 #

        Weil Apple keinerlei Interesse hat dass die HW solange funktioniert wie dein 486.
        Selbst viele von der IT denken dass Apple gute HW macht, ich lass dann mal 10min einen Grafiklastigen Benchmark darauf lauffen, wenn das Ding nach Flussmittel zu stinken beginnt bekommen auch die ein mulmiges Gefuehl.

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      Von Nils am Fr, 14. Dezember 2018 um 19:44 #

      KiCad ist keine Option.
      Das geht teilweise um 8 lagige Platinen so gross wie ein standard-ATX-Mainboard mit Technik, die seit 20 Jahren gewartet wird, von unterschiedlichen Firmen.
      Ich selbst habe damit schon mehr als 50k€ Umsatz gemacht und dann sind da noch zwei andere Firmen involviert + Kunde aus der Industrie.

      Das kann nicht einfach so umgestellt werden, das wäre im Prinzip ein neues Produkt. Man kann dann nochmal von vorn beginnen.

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        Von Nils am Fr, 14. Dezember 2018 um 20:03 #

        Achja, die 50k€ kamen nur mit Änderungen an der Beschriftung zusammen. Keinerlei Änderung an der Hardware selbst. Jedes Jahr 2x die Beschriftung ändern.
        Selbst das braucht einen Testlauf von je ~250 Stück bei mindestens zwei Herstellern in der Fertigung.

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          Von Hänsel am Fr, 14. Dezember 2018 um 20:54 #

          Dann packs halt in eine VM, stellt ihr euch immer so äh ungeschickt an?

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            Von Nils am Fr, 14. Dezember 2018 um 21:05 #

            Das wäre eine Möglichkeit, die ich von Anfang an auch in Betracht gezogen habe, die aber einfach nur umständlich ist und schlecht zu bedienen.

            Im Fullscreen verliert sich ab und zu der Mauszeiger und im Seamless Mode spinnt Eagle.
            Alles schon ausprobiert, mit VirtualBox, QEMU und VMWare.

            Und der Overhead, für jedes nicht-gängige oder problematische Programm eine VM ist auch Quatsch.

            Was hat das mit ungeschickt zu tun, wenn ich hoffe, dass ein Programm "normal" läuft?
            Wenn's einmal nativ auf meinem Arbeitsrechner läuft, läuft es absolut problemlos.

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      Von Peekaboo am Mo, 17. Dezember 2018 um 09:41 #

      Wieso soll beim nächsten Hardwarecrash Schluß sein?
      Gibt es keine VMs für Mac's?

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      Von Schluß bei Hardwarecrash am Mo, 17. Dezember 2018 um 13:05 #

      ... New Old Stock ...

      Im ebay Zeitalter bekommt man immer noch "nagelneue" Rechner aus einer alten Serie.

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    Von Michael B. am Fr, 14. Dezember 2018 um 16:49 #

    Ich habe den Artikel so verstanden, dass es sich bei 'x32' um einen ganz besonderen Modus für sehr spezielle Fälle handelt, und nicht um die übliche 32Bit-Architektur. Siehe zweiter Abstz im Artikel...

    Michael

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      Von Anonymous am Fr, 14. Dezember 2018 um 20:38 #

      So isses.

      Einigen Leuten scheint das Schreiben leichter zu fallen als das Lesen ;)

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        Von Nils am Fr, 14. Dezember 2018 um 20:42 #

        Dass das nicht die normale 32bit Architektur ist, war mir auch klar.
        Ich wollte wissen ob das das ist, was man braucht um 32bit Software auf 64bit Systemen laufen zu lassen.

        Zum Glück waren andere Allwissende da konstruktiver und haben geholfen...

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          Von Anonymous am Sa, 15. Dezember 2018 um 10:24 #

          Nichts für ungut,

          die x32-Variante war mir auch neu, aber nach vollständigem Lesen des Artikels schien mir eindeutig, dass x32 nichts mit herkömmlichen 32bit-Systemen zu tun hat und auch der i386-Kompatibilitätslayer, den man. für 32bit-Software (z.B. für Wine) auf amd64-Systemen benötigt, nicht betroffen wäre.

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          Von blubb am Mo, 17. Dezember 2018 um 21:03 #

          Nein, ist es nicht, man kann nach wie vor 32bit Software unter 64bit Betriebssystemen ausführen, wenn die entsprechenden Libraries installiert sind.

          Die hier diskutierte Variante ist eine, welche *nur* 32bit Software auf einem 64bit Prozessor ausführt ohne dabei auf einige Vorteile der 64bit verzichten zu müssen.
          Hier ganz übersichtlich gezeigt:
          https://de.wikipedia.org/wiki/X32_(ABI)

          Im Endeffekt sehe ich aber im heutigen Zeitalter nicht mehr sonderlich viel Vorteil davon.
          Früher war das mit dem höheren Speicherverbrauch bei 64bit Systemen noch relevant, aber heutzutage hat ja praktisch jeder Rechner 8GB oder mehr.
          Natürlich gibt es auch embedded u.ä. aber die verwenden im Normalfall keine x86-basierten Prozessoren, d.h. für die ist oben genannte ABI nicht relevant.

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    Von Ghul am Fr, 14. Dezember 2018 um 17:30 #

    KiCad 5 kann inzwischen Eagle Files importieren.

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      Von Nils am Fr, 14. Dezember 2018 um 19:49 #

      Das wird so nicht funktionieren. Das wäre ein neues Produkt, was neu zertifiziert werden muss und dort wo es eingesetzt wird, muss dann auch alles von neuem aufgerollt werden.

      Das jetzige Produkt kann einfach aus vorhandenen Daten von verschiedenen Herstellern gefertigt werden und kann einfach so verbaut werden.

      Nach Tests natürlich, was aber nur ein Bruchteil des Aufwands ist, als das ganze Produkt neu zertifizieren zu lassen. Dann müssen auch noch die anderen, die damit Arbeiten KiCad haben und wollen.
      20 Jahre Entwicklung wirft man nicht einfach so weg. Vorallem nicht für ein KiCad, was zwar schon sehr weit fortgeschritten ist, aber im Vergleich zu Eagle wie ein Spielzeug daherkommt...

      Privat und für neuere Projekte habe ich KiCad schon verwendet, aber man kann nicht einfach ein Produkt umstellen...

      Es geht beim Zertifizieren nicht nur um das Endprodukt, sondern auch um den kompletten Weg dahin.

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        Von Missjö am So, 16. Dezember 2018 um 11:00 #

        Das ist echt eine interessante Information. Mir ist jetzt noch nicht klar, ob der Zertifizierungsprozess auch die Eagle Softwareversion beinhaltet. Nach dem Kauf durch Autodesk wurde das gesamte Eagle schließlich komplett umgekrempelt und ist damit ähnlich weit von dem ursprünglichen Tool entfernt wie KiCAD.

        Kannst du das noch etwas ausführen, welche Schritte durch so einen Zertifizierungsprozess fest gehalten werden müssen und ab wann bereits eine neue Zertifizierung für das gesamte Produkt erforderlich ist? Bei der Hardware selbst kann ja schon ein anderer Lieferant z.B. Für Elkos großen Einfluss auf das Endprodukt haben.

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          Von Nils am Mo, 17. Dezember 2018 um 17:25 #

          Das kommt immer ganz auf den Kunden an - was der verlangt.

          Das kann nach irgendwelchen Normen gehen oder nach vom Kunden definierten Vorgaben. In diesem Fall hat der Kunde seine eigenen Vorgaben zusätzlich zu verschiedenen Normen als Regelwerk definiert.

          Dieser Kunde verlangt eine bestimmte Eagle-Version, damit da keine Probleme bei Updates auftreten.
          Das Betriebssystem ist dabei Linux, Windows wurde ausgeschlossen. Eine bestimmte Distribution wurde nicht festgeschrieben.
          Der Kunde sagt damit: "Eine ältere Eagle Version inkl. benötigter System-Libraries auf einem aktuellen Linux System zum Laufen zu bringen mag zwar einiges Aufwand bedeuten, aber das ist immer noch besser als Windows 2000 im Jahr 2018 benutzen zu müssen" - Kann ich nur unterschreiben.
          Denn, wenn ich 10 Stunden damit verbringe, das zum Laufen zu bekommen, kostet das den Kunden gar nichts - mein Problem. Wenn die Techniker bei dem Kunden selbst das tun kostet ihn das immer noch weniger, als wenn irgend ein Virus auf dem Win2000 Rechner die Daten frisst oder nach China schickt.

          Wie der Zertifizierungsprozess an sich aussieht weiss ich als kleiner Dienstleister nicht. Ich bekam eine knapp 40 seitige Anforderungsliste. Dort stehen dann auch Sachen drin, welche Schriftart in welcher Grösse und auch wie fett die sein darf.
          Da stehen auch Sachen drin, wie die Daten "transportiert" werden dürfen.
          Der Arbeitsrechner darf nicht am Internet sein, ich muss für alle loschgeschickten Daten ein Backup vorhalten, die Daten müssen auf CD gebrannt werden oder auf USB Sticks kopiert werden und dürfen nur von einem Kurier oder persönlich beim Auftraggeber abgegeben werden.

          All diese Vorgaben für Arbeitsabläufe entstanden aus dem Zertifizierungsprozess. Wenn all das eingehalten wird, kann sich der Kunde sicher sein, dass sein Produkt auch wirklich sein Produkt ist. Und wenn dann nämlich doch was im Argen damit ist, greift die Versicherung - man hat sich ja an alle Vorgaben gehalten.

          Wenn auch nur ein einziges Bauteil nicht mehr lieferbar ist, geht das ganze von vorne los.
          Dafür hat man aber Laufzeitverträge mit Herstellern und Fertigern. Man geht Verträge mit Herstellern ein, die einen verpflichten jedes Jahr X-tausend Stück von einem Bauteil abzunehmen, dafür wird einem garantiert, dass die Bauteile in 20 Jahren immer noch verfügbar sind.
          Das Produkt wurde 1997 entwickelt und seit Mitte 1998 genau so wie heute produziert. Dementsprechend sind da "veraltete" 8051 Controller, PAL/GALs, SRAM, OTP-Flash-Bausteine usw verbaut, die man so heute nicht mehr mit Handschuh anfassen würde - viel zu Aufwändig verglichen mit heutigen Möglichkeiten.

          Dann gibt es auch noch Vertragsstrafen. Wenn ein Hersteller sich nicht dran hält, muss der für den Aufwand aufkommen, der entsteht - oder vielleicht sogar noch mehr - die Details sind mir nicht bekannt. Andersherum muss der Kunde auf jeden Fall jedes Jahr die abgemachte Menge Bauteile abnehmen - bzw zumindest bezahlen. Wenn er die Teile nicht will fliegen die halt auf dem Müll.

          Um aus diesem Grund gibt es auch mehrere Fertiger, die das produzieren können. Wenn einer grade nicht kann, kommt 1:1 das selbe Produkt halt vom Nächsten.

          Bei Änderungen wie z.B. der Beschriftung, müssen da dann Testläufe bei mindestens zwei Fertigern gemacht werden, die dann von den Service- und Montagetechnikern beim Kunden penibel genau darauf geprüft werden, ob alles nach den 40 Seiten Vorgabe gemacht wurde.

          Das beinhaltet noch keinerlei elektrische oder software-Tests.

          Für jeden neuen Kunden meines Kunden, für den ich das mache, wird die Platine neu bedruckt.
          Alle 6 Monate gibt es theoretische Software Updates, die Version muss dann fest auf die Platine gedruckt sein, keine Ausfüllfelder für Folienstift/Aufkleber um Betrug zu verhindern.
          Die Flash Bausteine sind OTP (One Time Programmable) und erlauben somit auch keine Änderungen mehr.
          Die Flash-Bausteine werden mit speziellem Kleber an den Rändern an der Platine verklebt, der sich nur wegbrechen lässt und dabei die Platine beschädigt.

          Auch wenn das Software Update nach 6 Monaten nicht kommt, wird das auf der Platine vermerkt. Es gibt auf jeder Platine eine Historie von 3 Jahren.

          Jeder Schritt von der Erteilung des Auftrags zur Herstellung der Platine bis zur Inebtriebnahme muss nachweisbar sein. Hauptsächlich, weil es dabei um Sicherheitsaspekte geht, die Menschenleben betreffen. Wenn was ist, sucht der Staat den Schuldigen.

          Uff das wurde jetzt ganz schön lang... Wenn du noch mehr wissen, kannst du gerne noch mehr Fragen stellen. Nur zu Details wie "Wer?" oder "Was?" muss ich schweigen.

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            Von Nils am Mo, 17. Dezember 2018 um 17:35 #

            Eins kann ich zur Verwendung doch noch sagen, es geht dabei um Steuerungen zur Herstellung und um Qualitätskontrolle bei Lebensmitteln die mit Fleisch zu tun haben.
            Die Kunden meines Auftraggebers befinden sich dabei rund um den Globus und jedes Land hat andere Vorgaben, darum auch die lückenlose Dokumentation der Versionen usw.
            Jeder Kunde hat ein anderes Programm. Wenn sich Gesetze ändern, kann es sein, da muss eine andere Steuerung rein, wegen neuer Vorgaben und OTP-Speicher.

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              Von Nils am Mo, 17. Dezember 2018 um 17:43 #

              ... und noch was vergessen, im ersten Absatz ganz oben, wo es um Eagle/Linux/Windows geht:

              In der ganzen Zeit seit der Entwicklung wurde die Eagle-Version nur ein einziges mal angehoben. Das war 2007 um mit Fertigern auf einen Nenner zu kommen.

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                Von Missjö am Mo, 17. Dezember 2018 um 19:16 #

                Herzlichen Dank für die extrem ausführliche Antwort! Das ist für mich ein sehr wertvoller Blick in den Bereich einer sehr strengen und qualitätsbewussten Fertigung. Ich bin am ganz anderen Ende im Elfenbeinturm Vorentwicklung unterwegs; da kratzt uns so eine Softwareversion natürlich erst mal gar nicht. Da stellen sich in Bezug auf 'Qualitätssicherung' überspitzt nur banale Fragen wie "Fängt das spontan an zu brennen?", "Überlebt das wenigstens meinen Versuchsaufbau?"...

                Da wir auch nicht im Lebensmittelzweig oder der Pharmaindustrie aktiv sind, ist unsere Qualitätssicherung weniger umfangreich. Da wäre so ein Umstieg auf KiCAD in der Hardwareentwicklung wahrscheinlich sogar zwischen zwei Softwareversionen mit einem kleinen Regressionstest abgefrühstückt.

      0
      Von blubb am Mo, 17. Dezember 2018 um 21:08 #

      und verwendet wxwidgets für die GUI *würg*

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    Von who knows am Fr, 14. Dezember 2018 um 17:38 #

    Es gibt 3 mögliche Betriebsmodi, die von einem 64-Bit-Kernel (x86) unterstützt werden können:
    x86_64, IA32, und den inoffiziellen Modus X86_X32, der ein Hybrid der beiden vorgenannten Modi ist. Man kann dort im Gegensatz zu IA32 oder dem sogenannten Legacy Mode ( reiner 32-Bit-Kernel) den doppelt so großen Registersatz der 64-Bit-Architektur nutzen.
    Deine 32-Bit-Programme werden unter X86_X32 nicht laufen. Die zugehörigen Konfigurationsoptionen für den Kern lauten:

    CONFIG_IA32_EMULATION:
    Include code to run legacy 32-bit programs under a
    64-bit kernel. You should likely turn this on, unless
    you're 100% sure that you don't have any 32-bit
    programs left.


    CONFIG_X86_X32:
    Include code to run binaries for the x32 native 32-bit
    ABI for 64-bit processors. An x32 process gets access
    to the full 64-bit register file and wide data path while
    leaving pointers at 32 bits for smaller memory footprint.
    You will need a recent binutils (2.22 or later) with
    elf32_x86_64 support enabled to compile a kernel with
    this option set.

    Die erste Variante, die für deinen Anwendungsfall relevant ist, wird weiterhin vom Kern unterstützt werden, es hängt nur von deiner Distribution ab, ob auch die notwendigen 32-Bit-Bibliotheken verfügbar sind.
    Falls /proc/config.gz existiert, so kann ein
    zgrep -e X86_X32 -e IA32_EMULATION -e X86_64 /proc/config.gz
    Aufschluss darüber geben, ob die Unterstützung für die einzelnen Modi aktiv ist.

    who knows

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Von Töppke am Fr, 14. Dezember 2018 um 16:39 #

Für ihn sei nicht offensichtlich, dass x32 überhaupt noch Benutzer hat, und daher sei es den Wartungsaufwand vielleicht nicht wert. Der Code könnte demnächst als veraltet markiert und in ein paar Monaten entfernt werden, wenn niemand Einspruch erhebt.

...dann sollte er mal die Downloadzahlen von 32bit systemen überprüfen

"Erschieß deine Oma, die ist veraltet, mit der redet auch keiner mehr von den "Benutzern" ""...!

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    Von Es geht hier nicht um x86 am Fr, 14. Dezember 2018 um 17:16 #

    Es geht hier nicht um die x86 implementierung sondern um eine spezial version die nicht gerade gebräuchlich ist. Wie kann man die downloadzahl nehmen wenn der ganzen source heruntergeladen wird? Kernel.org ist nicht google soviel wissen die auch nicht über den user ????

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      Von Nils am Fr, 14. Dezember 2018 um 19:57 #

      Das wurde nicht daran gemessen, sondern anhand der Daten die "popcon" (Popularity Contest) übermittelt.
      Das ist optional bei Debian und überträgt detailierte Nutzungsdaten an debian zurück - sofern man das bei der Installation anwählt.

      Ich mache das immer an, finde es wichtig feedback zu geben und mit popcon tut man automatisch deutlich mehr, als die meisten persönlich an feedback geben würden.

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Von Oiler der Borg am Fr, 14. Dezember 2018 um 17:11 #

stellen und eine Aufwand gegen Nutzermengenabwägung vornehmen...
Der erste Schritt wäre mal eine genauere Ermittlung der beiden Zahlen und was Alternativen kosteten

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Von Ghul am Fr, 14. Dezember 2018 um 17:26 #

Wenn Hoster bei ihren virtuellen Maschinen und Wissenschaftler bei ihren Berechnungen davon profitieren, dann senkt das weltweit den Energieverbrauch.

30 % Leistungsgewinn sind eben gleich mal ein paar Prozent weniger Rechner die in der Masse laufen müssen.
Und Berechnungen die schneller fertig werden sorgen dafür, dass die Rechner schneller in die Stromsparmodi schalten.
Das senkst also alles den Energieverbrauch.


Ich halte x32 daher für durchaus sinnvoll.

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Von Andre am Fr, 14. Dezember 2018 um 18:10 #

ich verstehe das alte codeteile entfernt werden ...

ich denke jedoch man sollte den x32 Code noch mindestens 3-5 Jahre unterstützen um sicherzustellen das möglichst wenig Endanwender betroffen sind. Ich denke es gibt weltweit noch ausreichend Linux-PCs welche auf x32 Laufen.

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Von caetydid am Sa, 15. Dezember 2018 um 07:52 #

Hi,

weiss jemand vielleicht ob das Auswirkungen auf Wine und die Windows Software die darunter laeuft haben wuerde?
Soweit ich weiss funktioniert Wine bisher fast ausschliesslich fuer 32Bit Anwendungen, und um Wine auf 64-Bit Distris zu installieren muss immer der ganze 32-Bit Kompatibilitaetslayer installiert werden. Das fuehrt schon auch mal zu anderen Problemen, wie zB dass GStreamer Plugins nicht funktionieren weil sie nur fuer 64Bit zur Verfuegung stehen.caetydid

Update: Gerade gelesen dass das Kompatibilitaetlayer schon weiter oben diskutiert wird. Verstehe ich es richtig dass das Kompatibilitaetslayer nichts damit zu tun haette falls die Entscheidung getroffen wuerde dass die 32Bit Kernels eingestellt werden?

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 15. Dez 2018 um 07:59.
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    Von who knows am Sa, 15. Dezember 2018 um 09:07 #

    wine hängt nicht vom x32-Modus ab. Der x32-Modus hat nichts mit 32-Bit Kerneln zu tun; es gibt ihn dort nicht.

    Prozessoren, die den AMD64-Befehlssatz unterstützen, kennen 2 Betriebsmodi:
    1) Legacy Mode: Der Prozessor verhält sich wie ein 32-Bit-Prozessor wie zum Beispiel Intel Pentium4 oder AMD Athlon. Es können darauf 32-Bit-Betriebssysteme und auch 16-Bit-Betriebssysteme, wie zum Beispiel FreeDOS laufen.

    2) Long Mode: Dieser Betriebsmodus verwendet den vollen Registersatz, der gegenüber den 32-Bit-Prozessoren verdoppelt wurde. Zudem wurden die Integer-Register von 32 auf 64 Bit erweitert.
    Er ist unterteilt in zwei Submodi:
    - Den 64 Bit Mode.
    - Den Compatibiltiy Mode. Hier verhält sich der Prozessor wie ein 32-Bit-Prozessor im Protected mode. Man kann dort existierende 32-Bit- und 16-Bit protected mode Software laufen lassen. Es werden dann natürlich die zugehörigen Bibliotheken benötigt.

    Der x32-Modus, um den es im Artikel geht, ist ein Zwischending, das nicht offiziell unterstützt wird. Um ihn verwenden zu können benötigt man speziell angepasste Software.

    Die eventuelle Entfernung des x32-Modus aus dem Kern hat nichts mit der Existenz von 32-Bit-Kernen zu tun. Ob existierende 32-Bit-Programme weiterverwendet werden können, hängt einzig und allein davon ab, ob der Distributor die benötigten 32-Bit Bibliotheken zur Verfügung stellt.

    who knows

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Von glasen am Sa, 15. Dezember 2018 um 12:06 #

Könntet ihr den Artikel vielleicht so abändern, dass in der ersten Zeile in Fett der folgende Satz geschrieben steht:

"X32 hat nichts mit dem 32bit-Kompatibilitätsmodus zu tun, sondern ist eine spezielle Betriebsart des Kernel die zwingend einen 64bit-Kernel und speziell kompilierte Anwendungen benötigt!".

Es gibt anscheinend sehr viele Menschen, die nur noch Überschriften lesen und/oder kein Leseverständnis besitzen.

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    Von Nils am Sa, 15. Dezember 2018 um 14:31 #

    Ich habe den Artikel zweimal gelesen und da steht zwar, dass ein 64bit Prozessor 32bit Software ausführen kann, aber nicht, dass x32 dafür nicht benötigt wird.

    Das hat nichts mit Leseverständnis zu tun, das sind Themen, von denen ich keine Ahnung habe und eine Frage gestellt habe.

    Ihr seid ja alle ach so schlau.

    Und ich hätte gerne, die direkten Beleidigungen, die auf mich abzielen, sollen gelöscht werden!
    Dynamische IP schreit ja schon danach, dass eine Anzeige nicht im Nirvana endet.
    Danke.

    0
    Von qwertz am So, 16. Dezember 2018 um 13:45 #

    Da bricht bei einigen Nutzern, Firmen und Banken halt die nackte Panik aus und sie überlesen dann das Wörtchen x32.
    Das ist nicht nur auf pro-linux.de so. Diese Meldung an sich hat ein erhöhtes Supportaufkommen ausgelöst.

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      Von Lesekompetenz am So, 16. Dezember 2018 um 17:17 #

      Weil die Leute weder sinnerfassend lesen noch google bedienen können, weiter als bis zur Überschrift reicht die Aufmerksamkeitsspanne nicht

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Von Markus Enzenberger am So, 16. Dezember 2018 um 20:44 #

Ich gehöre zu denen, die den x32-Modus tatsächlich benutzt haben. Ich war in der Situation, lange laufende Experimente durchführen zu müssen, die zwar CPU-hungrig waren, aber weniger als 2 GB Speicher brauchten. Solche Experimente sind gar nicht mal so selten, z. B. im maschinellen Lernen.

Der Geschwindigkeitsvorteil von x32 gegenüber x86_64 war zwar nur circa 5 Prozent, aber das nimmt man gerne mit, wenn es nichts weiter kostet, außer das Programm mit -mx32 zu kompileren.

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