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Mi, 2. Januar 2019, 14:58

Software::Distributionen::Mandriva

OpenMandriva Lx 4.0 Alpha1 vorgestellt

Das ursprünglich für 2018 geplante OpenMandriva Lx 4.0 wurde gegen Ende des Jahres als erste Alphaversion veröffentlicht. Die runderneuerte Distribution wird wohl in einigen Monaten als offizielle Version 4.0 erscheinen.

Bereits vor einem halben Jahr hieß es, »OpenMandriva Lx 4 nähert sich«. Doch der Nachfolger des Mitte 2016 erschienenen OpenMandriva Lx 3.0 lässt weiter auf sich warten. Ende des Jahres 2018 wurde immerhin noch die erste Alphaversion veröffentlicht, in der sich bereits abzeichnet, was OpenMandriva Lx 4.0 ausmachen wird.

OpenMandriva Lx 4 kehrt von RPM5 zum Vorgänger RPM4 zurück und nutzt wie Fedora jetzt DNF anstelle von urpmi. Als Gründe führte das Entwicklerteam an dass RPM4 die aktiv betreute Version von RPM ist und über eine bessere Auswahl von Werkzeugen für die Verwaltung und Pflege von Paketen und Repositorien verfügt.

Die neue Version wurde erwartungsgemäß umfassend aktualisiert. Ihre Pakete wurden mit Clang 7.0 generiert, was die Geschwindigkeit der Programme signifikant steigern soll. Die Distribution wurde außerdem auf die ARM-Architektur portiert, so dass sie neben x86 (nur noch in der 64-Bit-Variation) auch für ARM (32 und 64 Bit) zur Verfügung steht. Auch eine Portierung auf RISC-V, die aber nicht Teil von OpenMandriva Lx 4.0 sein wird, wurde begonnen. Für die x86-Architektur stehen zwei Varianten zur Verfügung, eine auf allen Systemen lauffähige und eine für die neuesten AMD-Prozessoren Ryzen, ThreadRipper und EPYC optimierte Ausgabe.

Einige der aktualisierten Pakete in OpenMandriva Lx 4.0 Alpha1 sind KDE Plasma 5.14.4, KDE Applications 18.11.90, KDE Frameworks 5.53.0, Firefox 63, Chromium 70, Qt 5.11.2, LibreOffice 6.1.3, Krita 4.1.7, Python 3.7.1, Perl 5.28, Java 8, Systemd 239, LLVM/Clang 7, GCC 8.1 und Glibc 2.27. Als alternative Desktop-Umgebungen stehen LXQt 0.13.0 und Lumina 1.4.0p bereit. Der Kernel beruht auf Linux 4.19.8. Das System kommt mit 1.20.3, Mesa 18.3.1 und Wayland, wobei Wayland speziell mit KDE weiter als experimentell angesehen und nicht empfohlen wird. OpenMandriva arbeitet nach eigenen Angaben an neuen interessanten Desktops auf Wayland-Basis.

Fotostrecke: 5 Bilder

Willkommensprogramm von OpenMandriva Lx 4.0
KInfoCenter in OpenMandriva Lx 4.0
Desktop von OpenMandriva Lx 4.0 mit Latte Dock
SMPlayer in OpenMandriva Lx 4.0
Krita in OpenMandriva Lx 4.0
Wer die Alphaversion testen will, findet aktuell nur die beiden x86-Varianten mit KDE als Standard-Desktop zum Download vor. Die ARM-Ausgaben sollen später folgen.

OpenMandriva ist einer der drei Nachfolger der Mandriva-Distribution. Die anderen beiden sind Mageia und ROSA. ROSA Lab aus Russland war zuletzt einer der Hauptinvestoren von Mandriva. Nach OpenMandriva Lx 2013 und 2014 machte sich OpenMandriva vor der Freigabe der Version Lx 3.0 von ROSA Lab unabhängig und agiert seither als eigenständiges Projekt.

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