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Di, 15. Januar 2019, 11:04

Software::Distributionen::Suse

Suse Linux für ARM offiziell verfügbar

Suse bietet seinen Kunden jetzt offiziell »SUSE Linux Enterprise Server for ARM« und »SUSE Manager Lifecycle for ARM« an.

Novell

Bisher war die ARM-Plattform nur für Suse-Partner verfügbar, nicht aber für Kunden der Suse-Subskriptionen. Nach nunmehr vier Veröffentlichungen von »SUSE Linux Enterprise Server for ARM« hält das Unternehmen die Plattform für ausreichend gereift, um sie seinen Kunden offiziell in seinem Shop anzubieten.

Suse erklärt in der Ankündigung des neuen Produkts für Endkunden, bereits jetzt seien bei den Suse-Partnern ARM-Server auf diversen Geräten vom kleinen Raspberry Pi bis zum leistungsstarken HPE Apollo 70 im Einsatz. Mit dieser Diversität spielt ARM einen seiner Vorteile gegenüber anderen Prozessorplattformen aus. Die Liste der jetzt von Suse freigegebenen SoCs reicht vom Broadcom BCM2835 des Raspberry 3 und dem Rockchip RK3399 des Rockpro64 von Pine64 oder des Orange Pi RK3399 über AMDs Opteron A1100 zu Marvells Cavium-ThunderX2 und Cavium Octeon TX.

Jeder ARM-Lizenznehmer hat viele Möglichkeiten, sein eigenes System-On-a-Chip (SoC) zu erstellen, das mit der I/O, der Speicherbandbreite und der Anzahl der Prozessorkerne ausgestattet ist, die für eine bestimmten Arbeitslast benötigt werden. Die Anzahl der Prozessorkerne variiert von 1 bis hin zu 48 Prozessoren pro Chip. Ein einzelner ARM-SoC kann mehrere Varianten bieten, wie etwa der Marvell OcteonTX, der mit 1 bis 24 Kernen erhältlich ist.

Diese Diversität bedeutet aber auch, das Suse für ARM-Produkte ein neues Preismodell brauchte, das vom traditionellen Preis pro Prozessor-Sockel abweicht. Es wurde ein Preisansatz benötigt, der für sehr kleine Systeme wie den Raspberry Pi und für große Systeme wie den HPE Apollo 70 eingesetzt werden kann und trotzdem möglichst transparent ist.

Die neuen Preise für »SUSE Linux Enterprise for ARM« sind an die Anzahl der Prozessorkerne in einem Server gebunden. Server mit weniger als 16 Kernen werden nach der Anzahl der Gruppen von vier Prozessorkernen berechnet. Jede Gruppe von vier Kernen bis hin zu 15 Kernen erfordert ein 4-Kern-Gruppenabonnement, das auf maximal vier Abonnements erweiterbar ist. Die Anzahl der Kerne wird auf die nächste Gruppe von vier Kernen aufgerundet, daher würde ein Server mit zehn Kernen drei 4-Kern-Gruppen-Abonnements erfordern. Server mit mehr als 16 Kernen werden dagegen weiterhin nach dem traditionellen Bezahlmodell abgerechnet.

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