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Mi, 23. Januar 2019, 08:19

Software::Kernel

Freier APFS-Treiber macht Fortschritte

Ein neuer, freier Kerneltreiber für Linux erlaubt es Nutzern des freien Betriebssystems, lesend auf Apples APFS-Dateisystem zuzugreifen. Die Entwickler rufen nun zum Test der Software auf.

Larry Ewing

Das Apple File System (APFS) wurde im Juni 2016 von Apple als Nachfolger von mittlerweile in der Jahre gekommenen Hierarchical File System Plus (HFS+) vorgestellt. Nachdem das Dateisystem zunächst nur auf der mobilen iOS-Plattform verfügbar war, hat Apple APFS im September 2017 es auch für den Desktop- und Servereinsatz in MacOS 10.13 High Sierra eingebunden.

APFS ist auf die Nutzung auf Flash-Geräten optimiert und unterstützt unter anderem Shares, dynamische Größenänderung, Snapshots, Kompression und Verschlüsselung. Unter Linux lassen sich APFS-Partitionen allerdings nicht mit den normalen Werkzeugen des Standardkernels ansprechen. Lediglich ein proprietärer Treiber von Paragon Software erlaubt einen vollwertigen Zugriff auf APFS- und die Nutzung auch fortgschrittener Funktionen. Eine freie Implementierung war zwar vorhanden, funktionierte aber nur leidlich.

Wie nun Ernesto A. Fernánde auf der Kernel-Mailingsliste bekannt gab, steht aber sofort eine erste Testversion eines verbesserten Treibers bereit, der Nutzern einen Zugriff auf das Dateisystem der Kalifornier erlaubt. Der neue Treiber sei laut Aussage der Entwickler »einigermaßen voll ausgestattet« und ermöglicht es, APFS-Partitionen zu lesen. Das Beschreiben von Dateien oder das Ändern von Inhalten wird noch nicht unterstützt. Darüber hinaus bietet der neue Treiber auch keine Unterstützung für fortgeschrittene Funktionen, wie beispielsweise Verschlüsselung oder Kompression von Dateiinhalten.

Fernández bittet die Gemeinschaft nun um Kritik, Rückmeldungen und Anregungen. Die Quellen des Treibers können im Repositorium des Autors auf GitHub gefunden werden und müssen manuell übersetzt werden.

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