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Mi, 30. Januar 2019, 12:50

Software::Multimedia

Kodi 18 »Leia« nach zwei Jahren Entwicklung freigegeben

Kodi 18 »Leia« bringt nach langer Entwicklungszeit eine überarbeitete Codebasis und viele Neuerungen mit.

Kodi 14

Kodi

Kodi 14

Fast genau zwei Jahre nach Kodi 17 »Krypton« haben die Entwickler der freien Media-Center-Software Kodi 18 »Leia« freigegeben. Die Zahlen sind für ein relativ kleines Projekt beeindruckend, denn fast eine halbe Million Zeilen Code wurden hinzugefügt und in etwa die gleiche Anzahl entfernt. Dabei wurden von 36 Entwicklern annähernd 10.000 Einreichungen getätigt und rund 9.000 Dateien geändert.

Dementsprechend groß ist die Anzahl der Neuerungen. So unterstützt Kodi künftig Gaming-Emulatoren und ROMs sowie deren Steuerung in Form von Joysticks und Gamepads. Damit öffnet sich für Kodi-Anwender die Welt des Retro-Gaming direkt auf der Plattform. Wer Näheres hierzu wissen möchte, wird von den Entwicklern auf bevorstehende Blogeinträge verwiesen.

Eine weitere Neuerung, die Kodi die Unterstützung weiterer Inhalte-Anbieter bringen soll ist die initiale Unterstützung von externen DRM-Handlern. Abhängig von der verwendeten Hardware kann Kodi 18 auf geschützte Streaming-Inhalte zugreifen und diese wiedergeben. Erste Kodi-Add-Ons machen bereits Gebrauch von den neuen Möglichkeiten, wie der Ankündigung zur Veröffentlichung zu entnehmen ist.

Etwas im Hintergrund der Video-Funktionen stand bisher immer der Musicplayer von Kodi. Das sollen jetzt Verbesserungen bei der Erstellung und Nutzung der Musikbibliothek ändern. Bessere Filter und ein beschleunigter API-Zugriff sollen dazu beitragen. Auch Live-TV wurde aufgewertet. Dazu gehören Unterstützung für RDS (Radio Data System), die Möglichkeit, direkt zu Live-TV/Radio zu booten. Zusätzlich unterstützt Kodi 18 nun auch Zattoo, Teleboy und Sledovanitv.cz.

Im Rahmen einer Modularisierung sind Add-ons künftig im Binärformat verfügbar. Dies hat die Größe des Kodi-Installers effektiv halbiert, da viele Add-ons bei Bedarf installiert werden können, anstatt gebündelt zu sein. Das entsprechende Repository ist derzeit für Android, OSX und Windows verfügbar; Linux-Benutzer müssen weiterhin das PPA verwenden, während iOS und UWP aufgrund von Plattformbeschränkungen weiterhin die binären Add-ons in das Installationsprogramm aufnehmen.

Der Video-Player als Hauptelement von Kodi wurde weiter in Sachen Wiedergabe verbessert. Unter der Haube wurden Änderungen vorgenommen, die sicherstellen sollen, dass Kodi mit 4K, 8K, HDR und künftigen Entwicklungen umgehen kann. Die Prioritätsvorgaben für CPU und GPU wurden angepasst, um eine möglichst ungestörte Wiedergabe von Videos zu ermöglichen. Zudem wurde die Blu-Ray-Unterstützung verbessert.

Auf der Audioseite gibt es ebenfalls eine Vielzahl von Verbesserungen und neue Unterstützung für Wiedergabesystemen wie ALSA, PulseAudio, OSS, Pi Audio, DirectSound, WASAPI, Darwin, SndIO. Kodi für Android kann nun seine Bibliothek in der Oberfläche von Android-TV anzeigen. Dazu gibt es volle Sprachfunktionalität, die beispielsweise nicht gesehene Zufallsfilme und nie gehörte Alben sowie Binge-Watch-Vorschläge unterbreitet.

Kodi 18 »Leia« steht für Linux, macOS, Windows, Xbox, Android, iOS und Raspberry Pi auf dem Download-Server bereit. Dabei wird erstmals für Windows eine 64-Bit-Version angeboten,

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