Login
Newsletter
Werbung

Mi, 30. Januar 2019, 15:53

Software::Browser

Firefox soll erweiterten Schutz der Benutzer vor Nachverfolgung erhalten

Mozilla hat angekündigt, wie Firefox künftig die Benutzer aggressiver vor Nachverfolgung schützen soll. Die Organisation stellt will Unternehmen zwingen, die Nachverfolgung zu stoppen, ansonsten landen sie auf einer Schwarzen Liste.

Mozilla

Zu lange mussten, wie Mozilla jetzt schreibt, die Benutzer die massive und heimliche Verletzung ihrer Privatsphäre durch zahlreiche Unternehmen ertragen. Dadurch haben die Benutzer komplett die Kontrolle darüber verloren, wie ihre Daten von den Unternehmen verwendet werden. Mozilla sieht das seit mehr als einem halben Jahr als unakzeptabel an. Ende August 2018 hatte Mozilla daher bereits angekündigt, künftig scharf gegen die Nachverfolgung der Benutzer (Tracking) vorzugehen.

Jetzt hat Mozilla eine Richtlinie veröffentlicht, die konkret aufführt, welches Tracking-Verhalten in Firefox künftig standardmäßig blockiert wird (und von jedem anderen Browser ebenfalls blockiert werden sollte). Die Maßnahmen gruppieren sich um eine Schwarze Liste, die auf Disconnect gepflegt wird. Wie man am jüngst veröffentlichten Firefox 65 sehen kann, wird es den Benutzern aber möglich sein, die Liste zu ersetzen, vielleicht auch zu ändern, und weitere Einstellungen vorzunehmen. In Firefox 65 wird bereits die Disconnect-Liste verwendet, wenn man diese Option explizit einschaltet.

Die Richtlinien sehen vor, dass Webanbieter, die unakzeptables Verhalten an den Tag legen, auf der Schwarzen Liste von Disconnect landen. Solche Webseiten können dann bestimmte Funktionalitäten des Browsers nicht mehr nutzen, zum Beispiel den Zugriff auf Cookies und Speicher. Die Nachverfolgung über »unfreiwillige« Identifikationstechniken, beispielsweise Browser-Fingerprinting oder Supercookies, werden derzeit nicht blockiert, aber Mozilla droht Seiten, die diese Techniken anwenden, künftig mit weiteren Maßnahmen. Ferner sollen Webseiten, die versuchen, die Blockade zu umgehen, mit zusätzlichen Restriktionen belegt werden.

Im Wesentlichen soll die Richtlinie die Identifikation der Benutzer und Weitergabe ihrer Daten über mehrere Webseiten hinweg verhindern. Sie soll nicht den Datenaustausch verhindern, der für reguläre Tätigkeiten, wie beispielsweise Online-Einkäufe, nötig ist. Sie soll auch keinen Datenaustausch verhindern, der zu Verbesserung der Sicherheit bei der Authentifikation dient.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung