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Mo, 4. Februar 2019, 08:19

Software::Systemverwaltung

Bareos 18.2 freigegeben

Nach zwei Veröffentlichungskandidaten im September und Dezember 2018 steht nun die stabile Version 18.2.5 von Bareos auf den Downloadservern bereit. Wichtige neue Features sind die automatische Verschlüsselung des Netzwerkverkehrs und eine PAM-Authentisierung im Bareos Director und WebUI. Verbesserungen gibt es auch in der Bareos-Konsole und in der Kommunikation.

Bareos Webui

bareos.org

Bareos Webui

Bareos (»Backup Archiving Recovery Open Sourced«) ist eine netzwerkübergreifende OpenSource Backup-Lösung, die Daten aller gängigen Betriebssysteme sichern und an zentraler Stelle ablegen kann. Dabei können mehrere Versionen einer Datei für beliebig lange Zeiträume vorgehalten werden. In einer Datenbank wird festgehalten, welche Dateien von welchem Computer in welcher Version wo lagern. Die Sicherung erfolgt auf Festplatten, Bandlaufwerken oder verschlüsselt in der Cloud. Bei Bedarf - z.B. nach versehentlichen Löschen einer Datei oder Festplattendefekt - können einzelne Dateien oder eine gesamte Sicherung zurückgespielt werden.

Die neue Version 18.2.5 setzt bereits beim Anmelden die TLS-Verschlüsselung ein. Alle Dienste, wie beispielsweise Bareos Director, File Daemon und Storage Daemon unterstützen ferner beim Authentisieren die TLS-Verschlüsselung per Pre-shared Key (PSK). Bislang waren Zertifikate für die TLS/SSL-Verschlüsselung des Netzwerkverkehrs erforderlich. Die Zertifikate sind nun kein Muss mehr, denn Bareos kann die hinterlegten Kennwörter dazu verwenden, die Kommunikation zwischen den beteiligten Rechnern per TLS-PSK zu verschlüsseln.

Das Python-Bareos-Modul, seit Version 17.2 Bestandteil der Open-Source-Backup-Lösung, arbeitet ebenfalls mit der stabilen Version 18.2.5 zusammen. Es kann direkt mit dem Bareos Director kommunizieren und die Bareos Console steuern. Der Bareos Director und damit automatisch auch das Webfrontend (Bareos WebUI) unterstützen nun optional die PAM-Authentisierung. Während in früheren Versionen die Passwörter im Klartext in der Konfigurationsdatei standen, ist es mit Bareos 18.2.5 möglich, nur noch den Benutzernamen einzutragen. Die Kennwörter können dann über PAM abgeglichen werden. Die Code-Optimierungen, die bereits in den beiden Veröffentlichungskandidaten sichtbar waren, sind ebenfalls weiter fortgeschritten. Die Bareos-Entwickler stellen nach und nach den Code auf moderne Strukturen um. CMake löst GNU Autoconf ab.

Neue Strukturen zeigt auch die Dokumentation. Das Bareos-Handbuch setzte bisher auf LaTeX, was die Autoren für die Online-Ausgabe nach HTML konvertierten. Die neue Grundlage ist RST (reStructuredText). Die Autoren arbeiten jetzt mit dem Sphinx-Framework, was es leicht macht, das Handbuch in viele verschiedene Formate umzuwandeln.

Bareos 18.2.5 kann ab sofort von der Seite des Herstellers heruntergeladen werden. Die Quellen von Bareos sind frei verfügbar. Fertige Pakete stehen für zahlreiche Distributionen und Betriebssysteme direkt auf der Seite des Herstellers zum Bezug bereit. Bareos GmbH & Co. KG stellt zusammen mit Partnern ein Subskription- und Support-Angebot bereit, sodass Kunden sich auf eine gewartete Backup-Umgebung verlassen können.

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