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Mo, 25. Februar 2019, 13:07

Software::Entwicklung

Qt stellt Roadmap für 2019 vor

Die Entwickler der freien C++-Klassenbibliothek Qt haben für 2019 zahlreiche Verbesserungen in allen Komponenten geplant. Das betrifft insbesondere auch die Entwicklungsumgebungen. Das und viele weitere Details gehen aus der jetzt veröffentlichten Roadmap für 2019 hervor.

Qt Project

Qt ist eine C++-Klassenbibliothek, die sowohl GUI-Elemente als auch andere nützliche Klassen in großer Zahl anbietet und damit die plattformübergreifende Entwicklung von C++-Programmen wesentlich erleichtert. Der aktuelle Stand ist die Version 5.12, die im Dezember 2018 erschienen ist. Es handelt sich um die dritte Ausgabe mit Langzeitunterstützung. Diese Unterstützung wird sich über drei Jahre erstrecken, für kommerzielle Kunden auch länger. Vieles, was bei Qt in diesem Jahr geplant ist, baut auf dieser Version auf, wie jetzt aus der Roadmap für 2019 hervorgeht.

Die Unterstützung für Qt 5.6, die erste LTS-Version, endet im März, und Qt 5.9, die zweite LTS-Ausgabe, erhält nur noch die notwendigsten Korrekturen. Daher wird allen Entwicklern der Wechsel zu Qt 5.12 empfohlen, das im Laufe des Jahres durch mehrere Aktualisierungen von Fehlern befreit werden soll. Die Python-Bindungen, die mit Qt 5.12 erstmals angeboten werden, sollen verbessert werden. Häufig gewünscht wurde die Integration mit den bedeutenden Python-Modulen numpy, pytorch, pandas und matplotlib. Zumindest für numpy soll die Integration in diesem Jahr fertig werden.

Qt for WebAssembly, das zur Zeit eine technische Vorschau ist, soll mit Qt 5.13 offiziell werden. Qt 5.13 selbst, vor kurzem bereits als Alphaversion erschienen, dürfte im Mai erscheinen und wird eine neue technische Vorschau mitbringen, Qt Lottie. Dabei handelt es sich um einen Abspieler für Bodymovin-Animationen.

Auch die Entwicklungsumgebung Qt Creator soll verbessert werden. Unter anderem soll sie weitere Sprachen unterstützen, darunter Python. Die Nutzung von CMake soll erweitert werden. Auch Qt Quick Designer soll neue Funktionen erhalten. Eine große Verbesserung bei Qt for Device Creation soll das Qt Lite-Konfigurationswerkzeug werden.

Sehr viel Arbeit wollen die Qt-Entwickler in Qt Design Studio und Qt 3D Studio investieren. Langfristig sollen die beiden Programme vereinigt werden, den Grundstein dazu legen einige gemeinsam genutzte Komponenten. Das erst vor wenigen Tagen erschienene Qt Design Studio 1.1 brachte diverse Verbesserungen und erstmals Linux-Binärpakete. Noch ist dieses Programm aber proprietär. In diesem Jahr soll es Unterstützung für andere Grafik-Designwerkzeuge als Photoshop erhalten, beispielsweise Sketch. Außerdem soll endlich die Open-Source-Version erscheinen. Qt 3D Studio soll im März in Version 2.3 und im Juni in Version 2.4 erscheinen und unter anderem mehr Geschwindigkeit bringen. Zusätzlich soll das Programm Stereo-Ansichten, verbesserte Textdarstellung, frei definierbare Shader und weitere Neuerungen erhalten.

Weitere Verbesserungen sind auch für den zertifizierten Qt Safe Renderer, Qt für die Automatisierung und die Qt Automotive Suite geplant. Zudem sollen die Hardware-Anforderungen gesenkt werden, so dass Qt auch auch leistungsschwächeren Prozessoren für eingebettete Systeme eingesetzt werden kann. Zahlreiche weitere Details sind in der Ankündigung nachzulesen.

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