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Mi, 6. März 2019, 12:13

Hardware::Platinencomputer

Google stellt Hacker-Board mit abgespeckter TPU vor

Google stellt einen »Coral Dev Board« getauften Platinenrechner vor, der auf dem i.MX8M-SoC von NXP basiert und mit der hauseigenen TensorFlow Processing Unit »Edge TPU« als Co-Prozessor rechnet.

Coral Dev Board

Google

Coral Dev Board

Google stellt mit dem »Coral Dev Board« sein erstes Hacker-Board vor. Es ist in Sandwich-Bauweise erstellt und basiert auf dem NXP-Soc i.MX8M, das Huckepack ein abnehmbares Compute-Modul trägt, das mit 3 x 100-Pin-Verbinder aufgesteckt wird. Dieses SoM-Modul (System on Module) mit den Ausmaßen 48 x 40 x 5 mm trägt Googles Edge-TPU-Co-Prozessor, der TensorFlow Lite, eine abgespeckte Variante seines Machine-Learning-Framework für Mobil- und Embedded-Geräte ausführen kann.

Das SoM und somit die TPU kontaktieren das i.MX8M-Board per PCIe und I2C/GPIO. Der Platinenrechner bringt ein GByte LPDDR4 RAM sowie acht GByte eMMC-Speicher mit. Neben Gbit-Ethernet und WLAN nach Standard 802.11b/g/n/ac wird auch Bluetooth 4.1 unterstützt. Zudem ist ein microSD-Karteneinschub vorhanden. Als Basis-Betriebssystem ist Debian vorgesehen.

Im vergangenen Sommer hatte Google mit der Edge TPU den abgespeckten KI-Chip für Edge Computing vorgestellt, der beim Coral Dev Board zum Einsatz kommt und bis zu 4 Billionen Operationen pro Sekunde ausführen kann. Neben dem Dev-Board im Raspberry-Pi-Format wird auch ein USB-Stick namens Coral USB Accelerator ähnlich Intels Neural Compute Stick mit den Ausmaßen 65 x 30 mm und der gleichen Funktionalität angeboten, der per USB-C mit Linux-Geräten Kontakt aufnimmt. Er basiert auf einem Cortex-M0+ Chip mit 16 KByte Flash und 2 KByte RAM. Der USB Accelerator kann auch an einen Raspberry Pi angeschlossen werden, ist dort allerdings bei der Geschwindigkeit anstatt auf USB-3.1 auf USB-2 beschränkt.

Im Jahresverlauf ist zudem ein PCI-E Accelerator mit gleicher Funktionalität geplant. Der Elektronikhändler Mouser listet Board und USB-Stick bereits für 145 respektive 70 Euro. Der USB-Stick ist als »lagernd« gekennzeichnet, während das Board als »bestellt« ausgewiesen ist.

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