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Fr, 8. März 2019, 15:47

Software::Entwicklung

Quarkus: Optimiertes Java-Framework für Container

Red Hat hat Quarkus vorgestellt, das eine schnelle, speichereffiziente Ausführung von Java-Anwendungen in Containern unterstützen soll.

Leistungsvergleich zwischen Quarkus und traditionellem Java

Quarkus - quarkus.io

Leistungsvergleich zwischen Quarkus und traditionellem Java

Wie es in der Ankündigung heißt, gehört Java seit über 20 Jahren zu den wichtigsten Programmiersprachen, es war in dieser Zeit stets auf einem der ersten beiden Plätze im TIOBE-Index. Wie in der Zeit seiner Entstehung üblich, ging Java aber von monolithischen, dynamischen Anwendungen aus, die so vollständig wie vom Betriebssystem zugelassen über die Ressourcen des eingesetzten Rechners verfügen können. Dies passt nicht mehr so recht in die heutige Zeit, in der Container, Kubernetes, Microservices, Reaktive Paradigmen, Function-as-a-Service (FaaS), 12-factor und Entwicklung von Anwendungen für die Cloud höhere Produktivität und Effizienz versprechen.

Abhilfe soll Quarkus schaffen, von seinen Entwicklern als »Supersonic Subatomic Java« bezeichnet. Quarkus ist ein Java-Framework, das unter Kubernetes läuft. Es kann auf den virtuellen Java-Maschinen von OpenJDK oder GraalVM laufen. Die Laufzeitumgebung wurde jedoch so optimiert, dass der Start einer Java-Anwendung in Millisekunden erfolgt und der Speicherbedarf sinkt. Es bringt eine Auswahl der besten und wichtigsten Java-Bibliotheken mit, um die Entwicklung von Anwendungen zu unterstützen. Neben dem altbekannten iterativen Programmierparadigma wird auch das reaktive unterstützt, bei der die Anwendungen auf Ereignisse reagieren. Das ermöglicht asynchrone und hochgradig parallele Programme. Das Framework setzt unter anderem auf Eclipse MicroProfile, JPA/Hibernate, JAX-RS/RESTEasy, Eclipse Vert.x und Netty. Es bietet außerdem ein Erweiterungs-Framework, unter anderem um weitere Frameworks in Quarkus einzubinden.

Weitere Informationen zu Quarkus findet man auf der Quarkus-Webseite. Neben einer Entwicklungsumgebung benötigt man JDK 8 oder neuer sowie Maven, um mit Quarkus zu beginnen. Zum Compilieren von nativen Anwendungen benötigt man ferner GraalVM. Alle Komponenten sind freie Software. Quarkus selbst steht unter der Apache-Lizenz 2.0 und ist als Quellcode auf Github zu finden.

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