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Mo, 11. März 2019, 13:37

Gemeinschaft::Organisationen

SPI-Jahresbericht 2018

Software in the Public Interest (SPI), eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung von freien Projekten, hat ihren Jahresbericht 2018 veröffentlicht. SPI verwaltet die Finanzen für Debian, Arch Linux, Systemd, X.org und andere.

SPI Inc.

Software in the Public Interest (SPI) ist eine 1997 gegründete gemeinnützige Organisation, die freie Software- und Hardware-Projekte unterstützt. Sie agiert weitgehend im Hintergrund und verwaltet überwiegend die finanziellen Angelegenheiten der Mitgliederprojekte. Die jährlichen Berichte zu ihren Aktivitäten sind öffentlich. Der Vorstand der Organisation besteht aus Präsident, Vizepräsident, Sekretär, Kassenwart und drei Vertretern freier Projekte. Das Software Freedom Law Center (SFLC) berät den Vorstand in rechtlichen Fragen.

Der Jahresbericht der SPI für 2018 liegt jetzt als PDF-Datei vor. Der derzeitige SPI-Präsident Jimmy Kaplowitz schreibt in seinem Vorwort, dass sich SPI im vergangenen Jahr erneuert und verbessert habe. Eine neue Satzung wurde beschlossen und die Bearbeitung von Zahlungen an die Mitgliederprojekte wurde beschleunigt. Die weiter gestiegene Mitgliederzahl deutet darauf hin, dass das SPI einen nützlichen Dienst leistet. Allerdings kommt SPI allmählich an die Grenze dessen, was von den ehrenamtlichen Mitarbeitern noch verzögerungsfrei bearbeitet werden kann. Der Vorstand will daher Überlegungen anstellen, ob er auf bezahlte Teilzeitmitarbeiter zurückgreifen kann.

Am 1. Januar 2018 wurden 255 beitragende und 960 nicht-beitragende Mitglieder gezählt, 1215 insgesamt. Am 31. Dezember 2018 waren es 212 beitragende und 1082 nicht-beitragende Mitglieder, 1294 insgesamt. Dabei wurden einige Mitglieder, die bisher als beitragend geführt wurden, den nicht-beitragenden Mitgliedern zugeschlagen.

Im Vorstand wurden turnusgemäß drei der neun Plätze neu besetzt. Jörg Jaspert trat aus Zeitmangel zurück, ferner trat Luca Filipozzi zurück, damit die angestrebte Zahl von drei neu zu wählenden Vorständen erreicht werden konnte. Die Amtszeiten von R. Tyler Croy, der als Vertreter für Jörg Jaspert ernannt worden war, und Michael Schultheiss endeten. Croy, Schultheiss und Filipozzi kandidierten erneut. In der Vorstandswahl im August wurden Schultheiss und Filipozzi sowie Stephen Frost gewählt. Im Anschluss wählte der Vorstand Jimmy Kaplowitz zum Präsidenten, Luca Filipozzi zum Vizepräsidenten, Tim Potter zum Geschäftsführer und Michael Schultheiss zum Kassenführer. Der Vorstand traf sich im letzten Jahr einmal in Person, wie im Jahr zuvor beschlossen, um alle anfallenden Themen zur SPI zu besprechen.

Desweiteren gibt der Bericht Auskunft über die Einnahmen und Ausgaben der Projekte, für die SPI die Finanzen verwaltet. Insgesamt verwaltet SPI zur Zeit über 2,1 Mio. US-Dollar (USD). Die Einnahmen lagen 2018 bei 1,456 Mio. USD, ausgegeben wurden lediglich 384.000 USD, hauptsächlich zur Förderung von Entwicklertreffen. Daher blieb ein großer Überschuss von mehr als einer Million US-Dollar. Die größten Einnahmen verzeichnete Debian, dicht gefolgt von Arch Linux. Der Jahresbericht wird komplettiert durch Details zu den Projekten, die von der SPI betreut werden. Das einzige Projekt, das neu hinzu kam, war Systemd. Sieben Projekte, die teils schon lange nicht mehr aktiv sind, wurden aus der Liste gestrichen.

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