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Di, 12. März 2019, 09:21

Software::Distributionen

DTrace für Windows vorgestellt

Das aus der Solaris-Welt stammende und später in Linux und andere Systeme überführte DTrace steht auch Windows-Nutzern zur Verfügung. DTrace ist ein Systemwerkzeug zur Kernel- und Anwendungsanalyse in Echtzeit und mit diversen Preisen ausgezeichnet.

Mirko Lindner

Tracing steht bereits seit geraumer Zeit in der Liste der Anforderungen an ein Betriebssystem ziemlich weit oben. So hat auch Linux im Lauf der Jahre unter anderem mit SystemTap und Dynamic Probes und dem im Linux-Kernel selbst entstandenen Perf-Subsystem entsprechende Möglichkeiten spendiert bekommen. Mit DTrace hielt später auch das von Sun Microsystems für Solaris entwickelte Systemwerkzeug Einzug in das freie Betriebssystem.

DTrace bietet Inspektionsmöglichkeiten, um laufende Prozesse, Arbeitsspeicher, Prozessorzeit, Dateisystem oder Ressourcen zu analysieren. Besondere Aufmerksamkeit wurde dabei dem Einsatz in einer produktiven Umgebung gewidmet, sodass Dtrace laut Aussage der Entwickler besonders schonend mit Ressourcen umgeht und sich auch problemlos zur Laufzeit konfigurieren lässt. Unter anderem können neue Sonden auch zur Laufzeit hinzugefügt werden.

Die Software wurde initial für Solaris entwickelt, später unter anderem auf diverse BSD-Systeme, QNX und Mac OS X portiert. Nun wird auch Windows die Softwarelösung unterstützen. Dazu hat der Microsoft OpenDtrace an die Schnittstellen von Windows angepasst und die Quellen auf GitHub bereitgestellt. In der nächsten Zeit will das Unternehmen nun mit der Gemeinschaft an einer Überführung der Änderungen in die offiziellen Quellen arbeiten.

Eine Anleitung zu DTrace für Windows liefert die Ankündigung der Software. Die Software benötigt mindestens Windows 10 Insider Build 18342 und ist nur auf x86-Systemen verfügbar. Neben den Quellen bietet Microsoft auch fertige Pakete zum Bezug an, die im Download-Bereich des Unternehmens gefunden werden können.

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