Login
Newsletter
Werbung

Mo, 18. März 2019, 09:48

Software::Distributionen::Debian

Deepin wechselt zu Debian Stable

Die in China entwickelte Linux-Distribution Deepin wechselt seinen Unterbau von Debin Unstable zu Debian Stable. Damit soll die Stabilität und Sicherheit erhöht werden.

Mirko Lindner

Deepin (ehemals Linux Deepin) ist bei seinen Anwendern vor allem aus zwei Gründen beliebt. Einerseits legt der auf Qt 5 basierende hauseigene Desktop »Deepin Desktop Environment« (DDE) viel Wert auf gutes Design, andererseits integrieren die chinesischen Entwickler neben freier Software auch proprietäre Anwendungen wie unter anderem Google Chrome, Spotify und Steam. Zudem liefern die Macher rund 30 eigene Pakete aus und pflegen eine Zusammenarbeit mit CodeWeavers, die es ermöglicht, die Windows-Kompatibilitätsschicht CrossOver mit Deepin zusammen auszuliefern. Es werden auch Touchscreens mit verschiedenen Gesten unterstützt.

Mit der aktuellen Betaversion von Deepin 15.9.2 vollzieht das Entwicklerteam eine Wende und setzt künftig auf Debian Stable als Basis anstatt wie bisher auf den Debian-Unstable-Zweig. Ende 2015 war Deepin von Ubuntu auf Debian Unstable umgestiegen. Die Entwickler erhoffen sich von dem erneuten Wechsel erhöhte Stabilität und schnellere Reaktion auf Sicherheitsprobleme. Neben stabileren Aktualisierungen sollen auch Anwendungen aus dritter Hand besser mit der stabileren Grundlage harmonieren. Insgesamt soll das bisher hauptsächlich auf Desktop-Anwender zielende Deepin damit auch attraktiver für zahlende Geschäftskunden werden.

Anwendungen wie unter anderem die Browser Chrome und Firefox oder LibreOffice wollen die Entwickler aber aktueller halten, als dies bei Debian Stable der Fall ist. Das aktuelle Abbild zu Deepin 15.9.2 Beta steht in 64 Bit auf dem Projektserver des Distributors Wuhan Deepin Technology zum Download bereit und bringt rund 2,5 GByte auf die Waage. Ein Abbild vom Januar mit Deepin 15.9 auf Debian-Unstable-Basis wird ebenfalls noch angeboten.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung