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Mi, 20. März 2019, 11:23

Software::Android

Google will Android für Europa anpassen

Google will Android in einigen Punkten für Europa anpassen. Der Konzern plant, Anwendern eine Auswahl möglicher Browser und Suchmaschinen zu präsentieren.

android.com

Google bläst zunehmend der Wind von Europas Kartellwächtern ins Gesicht. Der Konzern zahlte in den letzten Jahren Strafen in Milliardenhöhe in die EU-Kassen. Da Europa aber einer der wichtigsten Märkte für Google ist, will man nun künftige Strafen verhindern und europäischen Anwendern mehr Wahlmöglichkeiten präsentieren.

Das erklärte jetzt Googles Chefjustiziar Kent Walker in einem Blogeintrag. Walker schreibt, bereits in den letzten Jahren habe Google als direkte Reaktion auf die formellen Bedenken der Europäischen Kommission Änderungen an Produkten wie Google Shopping, AdSense oder den Lizenzen mobiler Apps vorgenommen.

Nach einer Entscheidung der EU-Kommission vom Juli 2018 habe Google dabei das Lizenzmodell für die von ihm entwickelten Google-Anwendungen für die Nutzung auf Android-Handys für EU-Anwender geändert und neue, separate Lizenzen für Google Play, Google Chrome und Google Search geschaffen. Dadurch sei den Telefonherstellern die Freiheit gegeben, jede alternative App neben einer Google-App zu installieren. Unerwähnt lässt Walker dabei, dass dazu die Hersteller 40 US-Dollar pro Lizenz zahlen müssten und deshalb bisher noch kein Hersteller die Möglichkeit nutzt, auf Chrome und die Google-Suchmaschine zu verzichten.

Künftig will Google laut Walker sicherzustellen, dass Android-Anwender über die große Auswahl an Browsern und Suchmaschinen informiert sind, die sie auf ihren Geräten nutzen können. Dazu wird man die Nutzer bestehender und neuer Android-Geräte in Europa fragen, welche Browser- und Suchanwendungen sie verwenden möchten anstatt gleich Chrome vorzuinstallieren. Auch bei Google Shopping will sich Google den Forderungen der Europäer beugen und in der Suchmaschine auch Preisvergleiche von anderen Preisvergleichsportalen zulassen.

Bereits 2013 wurde Microsoft wegen Ausnutzung seiner markbeherrschenden Stellung am Desktop von Brüssel zu einer Strafe von 561 Millionen Euro verurteilt, weil der Konzern seit 2009 angeblich wegen eines technischen Fehlers Auflagen verletzt hatte, die eine Browserwahl zwingend vorschrieben.

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