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Mo, 25. März 2019, 17:28

Software::Distributionen

Redox OS 0.5 erschienen

Das in der Programmiersprache Rust geschriebene Betriebssystem Redox OS wurde in Version 0.5 veröffentlicht. Es enthält nun eine neue C-Bibliothek, stark erweiterte Funktionalität und deutlich mehr Pakete als bisher.

Redox OS 0.5 mit Oberfläche »Orbital«

Redox OS

Redox OS 0.5 mit Oberfläche »Orbital«

Ein Jahr lang gab es keine neue Version von Redox OS, das vor zwei Jahren erstmals vorgestellt wurde. Das vergangene Jahr wurde für eine intensive Entwicklung genutzt. So wurde die bisher verwendete C-Laufzeitbibliothek newlib durch relibc ersetzt, eine in Rust geschriebene Implementation. Das machte es möglich, zahlreiche weitere Pakete zum System hinzuzufügen. Auch in das Paketieren dieser Software wurde eine Menge Arbeit investiert. Die Palette der hinzugefügten Software reicht vom Vektorgrafik-Renderer Cairo über OpenGL-Programme und Spiele bis zu LLVM.

Weitere Änderungen in Redox OS 0.5 betreffen den Kernel. Die Aufrufe select und poll wurden korrekt implementiert. Neu sind auch Pthreads, einige mit Signalen befasste Systemaufrufe und Memory Mapping. Durch diese Änderungen wird LLVM besser unterstützt und damit laufen auch der Rust-Compiler rustc sowie Mesa mit llvmpipe besser.

Redox OS steht unter der freien MIT-Lizenz. Images von Redox OS 0.5 stehen zum freien Download zur Verfügung. Neben der Variante für ein herkömmliches BIOS stehen nun auch Ausgaben für Coreboot und UEFI bereit. Auch dies war eine Menge Arbeit, die in einigen Rust-Bibliotheken für die EFI-Entwicklung resultierte. Das System auf den Images unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht besonders von der letztjährigen Version 0.3.5, da die meisten Änderungen interner Art waren. Login-Bildschirm, Desktop und Anwendungen sehen noch so aus wie zuvor.

Der Kernel von Redox OS ist komplett in Rust geschrieben, was ein Alleinstellungsmerkmal von Redox OS ist und es auch deutlich von Linux abhebt. Trotzdem will Redox ein Unix-kompatibles System sein, allerdings eines, das aus den Erfahrungen der bestehenden Systeme lernt. So besitzt Redox OS einen Microkernel, dessen Design stark von Minix beeinflusst wurde. Speicherkorruption soll durch die Verwendung von Rust statt C ausgeschlossen sein, und fehlerhafte Treiber können das System nicht zum Absturz bringen, da sie als Anwendungsprogramme laufen. Redox OS bringt eine eigene grafische Oberfläche mit, Orbital genannt.

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Kommentare (Insgesamt: 12 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: Redoxpotential (blablabla233, Mi, 27. März 2019)
Re[2]: Redoxpotential (Anon, Mi, 27. März 2019)
Re[2]: Redoxpotential (Atalanttore, Di, 26. März 2019)
Re: Redoxpotential (msi, Di, 26. März 2019)
Re[3]: Sinn und Unsinn von Neuentwicklungen (blablabla233, Di, 26. März 2019)
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