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Mi, 27. März 2019, 13:33

Gemeinschaft::Organisationen

20 Jahre Apache Software Foundation

Die Apache Software Foundation feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Die ausschließlich auf freiwilliger Mitarbeit und Spenden beruhende Stiftung ist Heimat für zahlreiche freie Softwareprojekte, die von herausragender Bedeutung für die IT sind.

Apache Software Foundation

Die Apache Software Foundation (ASF) wurde 1999 gegründet und hatte damals 21 Mitglieder und den gleichnamigen Webserver als einziges Projekt. Heute gehören der Stiftung nach ihren Angaben 730 individuelle Mitglieder, 110 mehr als noch vor zwei Jahren, und rund 7.000 Entwickler, die Code beitragen (»Committers«) an. Die Anzahl der Apache-Projekte ist auf 300 angestiegen. 52 weitere werden im Inkubator vorbereitet, um einmal offizielle Apache-Projekte zu werden. Ihnen allen gemeinsam ist die Apache-Lizenz 2.0, eine freie Lizenz, die jede Verwendung der Software gestattet, auch den Einbau in proprietäre Software. Apache wird von den Spenden einiger Unternehmen finanziert und bietet im Gegenzug Unternehmen und individuellen Entwicklern eine neutrale Plattform zur Zusammenarbeit.

Das 20-jährige Jubiläum wurde von der ASF mit einer ganzen Serie von Blog-Beiträgen gefeiert, die unter dem Motto »Success at Apache« stehen und auch »The Apache Way«, den von Apache gewählten Ansatz zu Open Source, erläutern. In den Statuten der Organisation ist verankert, dass sie Software zum Wohl der Allgemeinheit (»for the Public Good«) entwickelt. Der Apache-Weg besteht aus fünf Grundprinzipien: Jeder darf mitarbeiten und sein Einfluss beruht ausschließlich und vollständig darauf, was und wieviel er beiträgt. Ausschließlich Einzelpersonen können sich an der ASF beteiligen, auch wenn sie von Organisationen oder Unternehmen dafür bezahlt werden, und alle sind gleichberechtigt. Gefordert wird, dass jede Projektkommunikation öffentlich ist. Entscheidungen werden einvernehmlich in den Projekten gefällt. Wenn dies nicht möglich ist, muss in einer Abstimmung eine Mehrheit für eine Entscheidung gefunden werden. Die Apache-Projekte verwalten sich weitgehend selbst, müssen aber dem Apache-Vorstand regelmäßig Bericht erstatten. Jeder Mitarbeiter ist für die Einhaltung der Richtlinien, Sicherheitsmaßnahmen und den Schutz der Apache-Marke und der Apache-Gemeinschaft mit verantwortlich.

Die Apache-Projekte haben zusammen einen Umfang von über 200 Mio. Zeilen. Die im Code der Apache-Projekte steckende Arbeit wird auf einen Wert von mindestens 20 Mrd. US-Dollar geschätzt. Zu den Apache-Projekten gehören neben dem gleichnamigen Webserver, der der meistgenutzte weltweit ist, weit verbreitete Projekte für Cloud (CouchDB, CloudStack, Mesos), Suche und Content Management-Systeme (Derby, Jackrabbit, Lucene/Solr), DevOps und Code-Generierung (Ant, Buildr, Maven), Server (Tomcat, Karaf, Traffic Server), Web-Frameworks (Flex, OFBiz, Struts), Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz und Big Data (Kafka, Spark, Hadoop und andere).

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