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Mi, 3. April 2019, 12:01

Software::Systemverwaltung

Zabbix 4.2 mit zahlreichen Neuerungen

Die Zabbix SIA hat ihre freie Monitoring-Lösung Zabbix in einer neuen Version veröffentlicht. Zabbix 4.2 steht unter der GPL und hilft Administratoren, ihre Server im Blick zu behalten. Neu in der aktuellen Version sind unter anderem Überarbeitungen beim Monitoring und Verbesserungen der Geschwindigkeit.

Server- und Systemübersicht in Zabbix 4.2

zabbix.com

Server- und Systemübersicht in Zabbix 4.2

Mit dem Systemüberwachungsprogramm Zabbix ist es möglich, auch komplexe Netzwerkstrukturen zu überwachen. Das System besteht aus voneinander unabhängigen Komponenten. Das Herz des Systems ist dabei der Zabbix-Server. Dieser überwacht alle angemeldeten Clients, startet geeignete Aktionen und sammelt ständig alle verfügbaren Daten, die er in einer Datenbank speichert. Versorgt wird der Server mit Informationen durch die Zabbix Agents, die jeweils auf einem zu überwachenden System installiert werden und dem Server periodisch den Status des Systems übermitteln. Die Kommunikation erfolgt dabei bidirektional. Für die Visualisierung der Systemressourcen und die Konfiguration des Servers ist dagegen die Web-Komponente zuständig. Sie kann auf einem dedizierten System installiert werden und greift direkt auf die Daten des Servers zu.

Knapp ein halbes Jahr nach Zabbix 4.0 hat das hinter dem System stehende Unternehmen eine neue Version der Software veröffentlicht. Zabbix 4.2 unterstützt mehr Plattformen und lässt sich unter anderem auch auf einem Raspberry Pi sowie als Agent unter Mac OS X betreiben. Neu sind ebenfalls die Unterstützung der PromQL-Sprache und die gesteigerte Abfragegeschwindigkeit von Agenten. Die gesammelten Daten werden in der neuen Version effizienter auf Fehler untersucht und lassen sich auch mittels JavaScript verarbeiten. Zudem können Processing-Abfragen ab sofort auch an Proxys delegiert werden.

Fotostrecke: 3 Bilder

Server- und Systemübersicht in Zabbix 4.2
Zabbix 4.2: Einrichtung eines Monitors
Zabbix 4.2: Automatische Erkennung von Systemen
Die automatische Erkennung von Systemen wurde weiter ausgebaut und unterstützt unter anderem auch Low-Level-Discovery (LLD). Das Tag-Management wurde überarbeitet und vereinfacht. Ferner lassen sich interne Zabbix-Komponenten besser überwachen und der Server unterstützt auch TimescaleDB als Datenablage. Zudem erlaubt es die Software ab sofort, Daten aus HTTP-Headern zu extrahieren und globale Informationen an alle Empfänger zu senden.

Eine weitere Neuerung von Zabbix 4.2 stellt die verbesserte Benutzeroberfläche dar. Diese erlaubt es unter anderem, Preprocessing-Regeln direkt zu testen. Zudem lassen sich entfernte Server von einer Netzwerk-Übersicht aufrufen. Diese Karten können auch Animationen enthalten und bieten mehr Informationen über entfernte Systeme.

Eine Liste aller Änderungen kann der Ankündigung der neuen Version entnommen werden. Zabbix 4.2 ist freie Software und steht unter den Bedingungen der GNU General Public License (GNU GPL). Die Software kann im Quellcode oder als Binärpakete für verschiedene Systeme heruntergeladen werden.

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