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Di, 9. April 2019, 13:43

Software::Cloud

CRI-O kommt zur Cloud Native Computing Foundation

CRI-O, eine von Red Hat entwickelte Container-Laufzeitumgebung für Kubernetes, wird zu einem Projekt der Cloud Native Computing Foundation. An der weiteren Entwicklung von CRI-O will Red Hat dennoch weiter maßgeblich beteiligt sein.

CRI-O im Kubernetes-System

cri-o.io

CRI-O im Kubernetes-System

CRI-O wurde von Red Hat 2016 begonnen, um eine schlankere Alternative zu Docker unter Kubernetes zu schaffen. Schon im Oktober 2017 erreichte CRI-O die Version 1.0. Ein wesentlicher Punkt von CRI-O war auch, kompatibel zu den Spezifikationen der Open Container Initiative (OCI) zu sein.

Jetzt hat Red Hat das komplette Projekt an die Cloud Native Computing Foundation (CNCF) übergeben. Dort wird CRI-O zunächst noch einige Zeit im Inkubator verbringen, bis es als ausgereift angesehen wird. Diesen Status teilt es derzeit mit den meisten anderen CNCF-Projekten.

Zu den Mitwirkenden an CRI-O gehören, wie Red Hat schreibt, zur Zeit neben Red Hat selbst auch Intel, Suse und andere. Die Zahl der Beitragenden sollte sich durch die Übergabe im Laufe der Zeit erhöhen. Da Red Hat aber CRI-O in seinem Kubernetes-basierten Produkt OpenShift verwendet, wird es auch weiterhin an CRI-O mitwirken und so weiter Einfluss ausüben.

CRI-O wurde ausschließlich für den Einsatz unter Kubernetes entwickelt und kommuniziert mit diesem über die CRI-Schnittstelle. Daher weist CRI-O immer dieselbe Versionsnummer auf wie die Kubernetes-Version, unter der es laufen soll. Daneben enthält CRI-O weitere Komponenten. Durch die Modularität des Systems sind diese auch durch andere Komponenten ersetzbar. So bietet CRI-O einen Speicher-Service an, der Dateisysteme und Overlays für die Container bereitstellt. Der Image-Service dagegen lädt die Container-Images aus der Container-Registry. Er unterstützt das Docker-Schema 2 in Version 1 und 2. Eine weitere Komponente ist der Netzwerkdienst, das Container Network Interface (CNI), das die Netzwerke zwischen Gruppen von Containern einrichtet. Zum Überwachen der Container dient eine weitere Komponente, der Dienst conmon.

Da CRI-O ausschließlich unter Kubernetes läuft und keine anderen Nutzungsarten abdeckt, ist es laut Red Hat schlanker, schneller, stabiler und sicherer als andere Laufzeitumgebungen. Deshalb erschien es Red Hat sinnvoll, CRI-O an die Organisation zu übergeben, die sich maßgeblich um Kubernetes kümmert. Die CNCF ist außerdem herstellerneutral, was es den Mitgliedern der Gemeinschaft leichter machen könnte, sich zu beteiligen.

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