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Mi, 10. April 2019, 16:15

Software::Distributionen

AVMultimedia 2019 mit nativer Scratch3-Unterstützung

Die neue Version 2019 von AVMultimedia bietet neben vielen kleineren Neuerungen die erste native Linux-Unterstützung für Scratch 3.0.

Die freie Linux-Distribution AVMultimedia vereint ein Media-Center mit der Möglichkeit, digitale Inhalte auf dem gleichen Gerät zu bearbeiten und zu publizieren. AVMultimedia läuft dabei komplett im Hauptspeicher.

Mit AVMultimedia 2019 wurde die Distribution nun nach Angaben des Herstellers rundum erneuert. Technisch basiert AVMultimedia 2019 auf Devuan ASCII und dem Longterm-Kernel 4.19.32. Damit eine möglichst breite Palette von Hardware unterstützt werden kann, wurden zahlreiche neue Firmware-Treiber eingebunden. Obwohl mit AVMultimedia einige große neue Pakete (z.B. Inkscape) hinzugefügt wurden, bleiben die Mindestanforderungen für die Hardware unverändert.

Standen bisher Python und Kivy zum Programmieren bereit, so besteht neu die Wahl zwischen Perl, Python und Scratch 3.0. Dazu der Hauptentwickler Urs Pfister: »Scratch ist insbesondere bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Mit dem Erscheinen von Scratch 3.0 wurde leider der offizielle native Support für Linux eingestellt. Und dies, obwohl Scratch 3.0 an sich in JavaScript realisiert ist. Dadurch, dass AVMultimedia im RAM läuft, konnten die notwendigen Pakete manuell eingepflegt werden, so dass Scratch auf AVMultimedia nun nativ läuft«. Auf der offiziellen Scratch-Seite dagegen heißt es weiterhin, Scratch 3.0 werde nicht auf dem Linux-Desktop unterstützt. In AVMultimedia wird Scratch 3.0 wegen der relativ hohen Anforderungen wenn möglich auf der lokalen Festplatte vorgehalten. Dadurch verzögert sich der Startvorgang zwar um einige Sekunden, dafür soll die Entwicklungsumgebung danach mit guter Geschwindigkeit arbeiten.

Fotostrecke: 4 Bilder

Scratch 3.0 Desktop in AVMultimedia 2019
Desktop von AVMultimedia 2019
Flowblade in AVMultimedia 2019
LibreOffice in AVMultimedia 2019
Ferner wurden in AVMultimedia 2019 viele kleinere Dinge verfeinert. Auf vielfachen Wunsch wurde OBS (Open Broadcaster Software) hinzugefügt, um bequem Sitzungen innerhalb von AVMultimedia aufzeichnen oder gar streamen zu können. Updates können nun mit einem grafischen Installer auf die Startpartition geschrieben werden. Einen guten Überblick über AVMultimedia 2019 geben die Folien zum Vortrag, der am anlässlich des Linux-Infotages in Augsburg stattfand.

AVMultimedia wird in der Schweiz als Non-Profit-Projekt erstellt und liegt in den Sprachen Deutsch (Standardeinstellung) und Englisch vor. Weitere aktive Mitarbeiter sind herzlich willkommen, auch um das Projekt einfach bekannter zu machen oder es auf neuer Hardware zu testen. AVMultimedia kann in Form einer ISO-Datei bei sourceforge.net bezogen werden. Sie steht unter der GPLv3, darf also frei kopiert und verteilt werden. Support gibt es ebenfalls auf sourceforge.net. Die Hardware-Anforderungen bestehen primär aus einer 64 Bit x86-CPU und 4 GByte RAM.

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