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Mi, 17. April 2019, 08:16

Software::Distributionen

Aus WLinux wird Pengwin

WLinux ist eine Distribution, die speziell für das »Windows Subsystem for Linux« zusammengestellt wurde. Mit Version 1.2 heißt das Projekt nun Pengwin.

Das »Windows Subsystem for Linux« (WSL) bietet seit 2016 die Möglichkeit, Linux-Distributionen unter Windows 10 auszuführen. Begonnen hatte es mit einer Zusammenarbeit zwischen Microsoft und Canonical, die Ubuntu 10 im WSL lauffähig machte. Die anfänglich eher magere Unterstützung von Linux-Funktionsaufrufen und das Fehlen vieler Linux-Tools wurde im Lauf der Zeit aufgebessert und es wurden weitere Distributionen wie Debian, Kali Linux, Opensuse und der SUSE Linux Enterprise Server (SLES) im Microsoft Store angeboten.

Im letzten Jahr erschien dann mit WLinux die erste Distribution, die speziell für WSL optimiert war. WLinux war das erste Produkt des Startups Whitewater Foundry. Es sollte als Ausgangspunkt für Entwickler dienen, die ein auf die eigenen Bedürfnisse angepasstes Image für WSL erstellen möchten. Als Ausgangsbasis für WLinux diente anfangs Debian Stable, später dann Debian Testing.

Mit der jetzt erschienenen Version 1.2 ändert sich der Name des Projekts zu Pengwin. Da WSL hauptsächlich für Entwickler gedacht ist, die somit über zwei Betriebssysteme in einer Installation verfügen, bietet Pengwin hauptsächlich eine Shell. Mit Unterstützung eines X-Servers wie X410 kann es aber auch grafische Anwendungen ausführen.

Nach der Installation des Grundsystems steht das Pengwin-Setup-Tool bereit, um individuelle Anpassungen vorzunehmen. Es erlaubt die Auswahl optionaler Shells wie Zsh oder Fish und bietet die Wahl zwischen Texteditoren wie Emacs, Neovim oder Visual Studio Code. Pengwin unterstützt Entwicklungsumgebungen wie NodeJS, Python 3.7, Ruby, Rust und Go. Es erlaubt zudem, Microsoft Windows- und Azure-Bereitstellungen mit PowerShell und Azure CLI zu verwalten. Eine Brücke zu einer unter Windows laufenden Docker-Instanz kann ebenfalls erstellt werden.

Pengwin integriert zudem wslu, eine Reihe nützlicher Open-Source-Werkzeugen, um die Lücke zwischen WSL und Windows 10 zu schließen. Damit lassen sich unter anderem WSL-Pfade in Windows-Pfade konvertieren oder Linux-Anwendungsverknüpfungen für den Desktop von Windows 10 erstellen.

Das Änderungslog bietet einen Überblick über weitere Verbesserungen. Neben der Pengwin-Version, die für 9,99 US-Dollar im Microsoft Store angeboten wird, verweist die Webseite auch auf eine erweiterte Version von Pengwin für Unternehmen.

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