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Fr, 19. April 2019, 14:40

Software::Distributionen::Ubuntu

Ubuntu 19.04 freigegeben

Die Ubuntu-Gemeinschaft hat die Linux-Distribution Ubuntu 19.04 »Disco Dingo« wie geplant mit zahlreichen Aktualisierungen veröffentlicht. Grundlegende Änderungen gibt es in dieser Version, die in der Mitte zwischen zwei langfristig unterstützten Versionen liegt, allerdings nicht.

Canonical

Von Canonical, der Firma hinter Ubuntu, werden neben dem Kernsystem die Desktop-Variante mit Gnome, die chinesische Variante Kylin, die Server-Variante sowie die Cloud-Varianten direkt entwickelt. Diese und alle weiteren Varianten hat Canonical jetzt in der offiziellen Version 19.04 »Disco Dingo« offiziell veröffentlicht. Laut Canonical lag der Fokus auf einer offenen Infrastruktur mit OpenStack. Kubernetes und Ceph, einem Desktop für Entwickler, der viele Werkzeuge als Snap-Pakete bereitstellt, und dem Internet der Dinge (IoT), bei dem ebenfalls viele Pakete als Snaps bereit stehen.

Die gemeinsame Basis aller Varianten ist der Linux-Kernel, der auf Version 5.0 beruht. Ein großer Teil der verfügbaren Software wurde aktualisiert. Grundlegend sind glibc 2.29, Python 3.7.3, Ruby 2.5.5, PHP 7.2.15 und Perl 5.28, und für Entwickler gibt es OpenJDK 11, boost 1.67, rustc 1.31, GCC 8.3 und golang 1.10.4. GCC 9 ist optional, und die Cross-Compiler wurden erweitert.

Server-seitig bietet Ubuntu OpenStack Stein, qemu 3.1, libvirt 5.0, DPDK 18.11 und viele weitere Server-Software an. Auf dem Desktop gibt es in dieser Version eine Aktualisierung auf Gnome 3.32, bei dem sich Oberfläche schneller anfühlen soll. Eine stufenlose Skalierung soll die Darstellung auf großen Displays auf die optimale Größe bringen. Unter Wayland lässt sich die Darstellungsgröße zwischen 100 und 200 Prozent in Schritten von 25% variieren. Die Sound-Konfiguration wurde verbessert und die Desktop-Suchmaschine Tracker wurde eingeschaltet. LibreOffice wird in Version 6.2.2 mitgeliefert, Firefox in Version 66.

Alle offiziellen Varianten wurden ebenfalls in Version 19.04 veröffentlicht. Kubuntu liefert als Desktop Plasma 5.15 und die KDE-Anwendungen in Version 18.12.3 mit. Weitere Bestandteile sind Krita 4.1.7 und Kdevelop 5.3.2 Plasma unter Wayland kann getestet werden, der Einsatz wird aber noch nicht empfohlen.

Lubuntu enthält LxQt 0.14.1, den Notiz-Editor Featherpad 0.9.3, Discover Software Center 5.15.4 und den E-Mail-Client Trojitá 0.7. Lubuntu verwendet den Installer Calamares statt Ubiquity. Ubuntu Budgie enthält Budgie, den bei Solus entstandenen Fork von Gnome 3.10, als Standard-Desktop. Die Gnome-Anwendungen von Gnome 3.32 werden mitgeliefert und am Desktop selbst wurden zahlreiche Verbesserungen vorgenommen.

Ubuntu Kylin, die Variante für chinesische Nutzer, wurde optisch komplett überarbeitet. Die Netzwerkkonfiguration soll nun einfacher sein und die Pinyin-Eingabemethode Sogou wurde verbessert. Die Office-Suite WPS Office wurde aktualisiert. Ebenfalls aktualisiert wurde das mitgelieferte Framework für biometrische Identifikation.

Ubuntu Mate enthält nur moderate Änderungen und bleibt bei Version 1.20 von Mate. Auf Mate 1.22 wurde verzichtet, weil einige externe Anwendungen mit Mate 1.22 noch nicht korrekt laufen. Allerdings wurden Teile von Mate 1.22 übernommen. Ubuntu Studio verwendet wie Xubuntu Xfce als Desktop. Der Ubuntu Studio Installer wurde erweitert und kann nun auf jeder anderen Ubuntu-Variante verwendet werden, um die Werkzeuge und die Konfiguration von Ubuntu Studio unter dieser zu nutzen. Die Ubuntu Studio Controls wurden auf Version 1.7 aktualisiert und Carla, eine bessere Alternative zu jack-rack, kam neu zur Standardinstallation hinzu. Xubuntu kommt mit einigen Xfce-Aktualisierungen, aber sonst keinen größeren Änderungen.

Ubuntu 19.04 und seine Varianten werden neun Monate lang mit Updates versorgt. Zu empfehlen sind alle Varianten vorwiegend nur Entwicklern. Alle Benutzer, die ständige Änderungen vermeiden wollen, sollten bei einer LTS-Version bleiben. Benutzer von 32-Bit-x86-Systemen müssen ohnehin bei Ubuntu 18.04 LTS bleiben, da die meisten Ubuntu-Varianten keine 32-Bit-Images mehr bereitstellen und nicht geplant ist, dies noch einmal zu revidieren.

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