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Do, 25. April 2019, 12:51

Software::Entwicklung

Rust-Roadmap für 2019

Das Rust-Projekt plant, die Programmiersprache Rust in diesem Jahr weiter ausreifen zu lassen, bereits begonnene Funktionalität fertigzustellen und das Projekt selbst zu optimieren.

Programmbeispiel in Rust

rust-lang.org

Programmbeispiel in Rust

Über sieben Jahre ist es her, dass Mozilla die neue Systemprogrammiersprache Rust der Öffentlichkeit vorstellte. Syntaktisch an C angelehnt, soll Rust eine sichere und produktive Sprache auch für große Projekte sein. Neben der prozeduralen Entwicklung unterstützt Rust auch Parallelität, objektorientierte Programmierung sowie Elemente funktionaler Programmierung. Darüber hinaus ist generische und Metaprogrammierung sowohl statisch als auch dynamisch möglich.

Das Typsystem von Rust ist statisch und kennt auch Metadaten. Eingebaute Konstrukte erleichtern das Programmieren mit parallelen Prozessen oder Threads, die über Message Passing Daten austauschen können. Die automatische Speicherverwaltung mit Garbage Collection sorgt dafür, dass die von C und C++ bekannten Speicherprobleme und Pufferüberläufe der Vergangenheit angehören. Durch die Binärkompatibilität zu C und C++ lassen sich vorhandene C- und C++-Bibliotheken ohne Mühe einbinden. In vielen seiner Konzepte ähnelt Rust damit der von Google entwickelten Sprache Go.

Vor einem Jahr hatten die Entwickler ihre Roadmap für 2018 vorgestellt, die vorsah, den Sprachstandard zu erneuern und gegen Ende des Jahres »Rust 2018« herauszubringen. Dieses Ziel wurde im Dezember 2018 mit Rust 1.31 erreicht. Danach wurden die Mitglieder der Gemeinschaft aufgefordert, ihre Ideen für die Rust-Roadmap 2019 vorzustellen. Aus diesen Beiträgen wurde die offizielle Rust-Roadmap für 2019 zusammengestellt, die jetzt veröffentlicht wurde. Darin werden drei Hauptziele formuliert, von denen das erste ist, das Projekt selbst effizienter zu führen. Dies wurde durch das enorme Wachstum von Rust nötig. Das Kern-Team von Rust, das in diverse Unter-Teams aufgeteilt ist, besteht inzwischen aus über 100 Entwicklern.

Der zweite wichtige Punkt auf dem Plan ist die Fertigstellung von teils schon länger erwünschter Funktionalität, die aus Zeitmangel bisher unterblieben ist. Als letzter Punkt sollen die Sprachspezifikation und die Werkzeuge bereinigt und verbessert werden. Unter anderem fallen darunter Beschleunigungen des Compilierens und bessere Integration in Entwicklungsumgebungen. Die vollständige Roadmap enthält alle diese Punkte in ausführlicherer Form sowie weitere Details.

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