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Thema: Fedora 30 erschienen

47 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Ghul am Di, 30. April 2019 um 19:10 #

Ich kann es nicht nachvollziehen, warum RedHat und damit Fedora auf Gnome 3 als Standarddesktop setzt.
Der Desktop ist in jeder Hinsicht seinem Vorgänger bzw. dem heutigen Mate unterlegen, somit wäre Mate oder KDE ganz klar die bessere Wahl.

  • 1
    Von was ist das am Di, 30. April 2019 um 19:20 #

    Meines Wissens nach ist Gnome in der Linux Welt viel weiter verbreitet als andere Desktops und galt zumindest als das Stabilste Desktop, zumindest in der Gnome2 Ära war das so. Habe mal gelesen das Deutschland das einzige Land sein soll, wo KDE nennenswerte Verbreitung hat, sonst nirgends. Aber jetzt Spekuliere ich tatsächlich.

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    Von klopskind am Di, 30. April 2019 um 21:25 #

    Spoiler: alles IMHO

    Ich vermute, dass technische Aspekte und das tatsächliche Ergebnis hier eine untergeordnete Rolle spielen.

    Genauso vermute ich, dass die Gründe hierfür eher darin liegen, dass Red Hat über die Jahre schon viele Ressourcen in GNOME investiert hat, und davon profitieren konnte. Sie haben angestellte Entwickler, Erfahrung und Know-How auch bzgl. der gesamten darunterliegenden Plattform haben großen Einfluss auf das Projekt und damit Kontrolle. Der GNOME-Stack hat sich etabliert - innerhalb des Linux-Ökosystems. Es existiert Momentum & Mindshare, sodass auch zukünftig Entwickler am Markt verfügbar sein werden

    Außerdem würde MATE ohne GNOME so nicht existieren.

    • 0
      Von kamome umidori am Di, 30. April 2019 um 22:02 #

      Jetzt könnte Mate ohne Gnome3 aber schon existieren.

      Nebenbei: „Opinion“ != Vermutung

      • 0
        Von klopskind am Mi, 1. Mai 2019 um 13:36 #

        Jetzt könnte Mate ohne Gnome3 aber schon existieren.
        Zunächst:
        a) Welche Absicht hat Ihre Formulierung im Konjunktiv?
        b) Welche Bedingung knüpfen Sie an solch' eine Existenz?
        c) Was ist es präzise, worüber wir hier reden?

        Natürlich existiert MATE technisch gesehen schon heute ohne "Gnome3", weil es geforkt und separat teilweise zurück- und weiterentwickelt wurde.

        Ich meinte oben mit GNOME aber das gesamte Projekt, nicht das gleichnamige Desktopumgebungsprodukt in Version 3, welches dieses Projekt entwickelt.

        Auch jetzt bezweifle ich, dass MATE derzeit genügend Ressourcen hat, um Pflege und Weiterentwicklung der darunterliegenden Bibliotheken und Software-Stacks, die derzeit maßgeblich durch das GNOME-Projekt und deren Partnern durchgeführt werden, allein übernehmen zu können.
        Wie lange würde MATE ohne GNOME Ihrer Meinung nach denn ungefähr existieren?

        Nebenbei: „Opinion“ != Vermutung
        Ja, natürlich! Aber was genau wollen Sie dem Leser nun vermitteln?
        Darf man seine Vermutungen nicht mehr äußern, selbst wenn sie dabei als solche gekennzeichnet sind?

        Wenn ich etwas nicht mit Sicherheit weiß, aber mir trotzdem eine eigene Meinung zu einem Thema bilden möchte, kann ich zunächst recherchieren und mich bilden, oder aber vernünftigen Abschätzungen und Vermutungen nachgehen, falls Ersteres z.B. nicht im Fokus meiner Interessen liegt. Einen ähnlichen Prozess beobachte ich regelmäßig bei meinen Mitmenschen und mir.
        Vermutungen können also eine Grundlage eines Meinungsbildungsprozesses darstellen.

        Wie gerechtfertigt eine durch so einen Prozess gebildete Meinung ist, hängt in der Regel stark von der Güte der bestehenden Informationsgrundlage, nachfolgender Recherchearbeit und der allgemeinen Deduktionsfähigkeiten ab.
        Ich halte eine Meinungsäußerung für legitim und diskussionswürdig, solange man dabei ggf. erwähnt, dass der eigene Meinungsbildungsprozess mit nennenswerten Unsicherheiten behaftet ist.

        Meine Meinung bildet sich, fast automatisch möchte ich meinen, als Produkt eines solchen Prozesses, der quasi nie vollständig beendet ist, sodass die Meinungsbildung im steten Wandel und daher nie abgeschlossen ist.
        Ich nehme andere Ansichten und überzeugende Argumente gerne auf, und lasse diese in meinen Meinungsbildungsprozess einfließen, was ggf. - und das passiert nicht selten - in einer Revidierung meiner ursprünglichen Meinung mündet.

        Nebenbei: Ihr Kommentar stellt ebenfalls eine mehr oder weniger gerechtfertigte Meinung dar, und diese basiert ebenfalls auf einer Vermutung, da "Gnome3" ja existiert(e).

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    Von Anonymous am Mi, 1. Mai 2019 um 08:30 #

    Weil RedHat wie jedes Unternehmen nach Dominanz strebt.

    Egal, wie scheisse die Software ist, Hauptsache man hat sie in den Markt gedrückt und ist tonangebend. Siehe auch PulseAudio und Systemd.

    Die machen das nicht, weil es sinnvoll ist, sondern weil sie es können. Die möchten halt das "Microsoft der Linuxwelt" werden, weil es dem Aktienkurs gut tut.

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    Von Tamaskan am Mi, 1. Mai 2019 um 11:53 #

    Der Desktop ist in jeder Hinsicht seinem Vorgänger bzw. dem heutigen Mate unterlegen, somit wäre Mate oder KDE ganz klar die bessere Wahl.

    Also mit solchen Aussagen wäre ich ja vorsichtig. Hab gehört, dass es sowas wie "persönlichen Geschmack" gibt. Ich finde z.B, dass GNOME eindeutig der beste Linux-Desktop ist, *ich* kann damit am produktivsten arbeiten. Wenn man sich auf das Bedienkonzept einlässt und nicht alles neue pauschal ablehnt, merkt man, dass die Entwickler sich bei allem etwas gedacht haben. Du darfst das gerne anders sehen.

    Um aber deine Frage zu beantworten: Es geht Red Hat nicht primär darum, was der "beste" Desktop ist - sofern man das überhaupt beurteilen kann - sondern, welcher Desktop sich am einfachsten über einen Zeitraum von 10+ Jahren mit geringem Aufwand unterstützt werden kann. Hier fällt KDE schon mal raus, da dort regelmäßig größere Umbauten stattfinden, die man den Unternehmenskunden nicht zumuten möchte. Deshalb hat sowohl Red Hat als auch SUSE den KDE-Desktop komplett aus ihrer Distribution entfernt (!) - nur bei Fedora/openSUSE gibt es den noch oder man nimmt inoffizielle Repos wie EPEL.

    MATE ist GNOME 2, das bedeutet auch, dass es technisch veraltet ist. All die Arbeiten, die bei GNOME 3 schon seit Jahren erledigt sind, wie Wayland-Unterstützung, GTK+ 3, HiDPI-Support usw., werden bei MATE erst jetzt durchgeführt. Ähnliche Probleme haben kleinere Desktop-Umgebungen wie XFCE oder LXDE, die haben einfach kaum Entwickler, um Schritt zu halten. Das macht keinen Sinn, sowas in einer Enterprise-Distribution anzubieten. Abgesehen davon, dass diese Umgebungen optisch aussehen wie Windows 95.

    GNOME hat den Vorteil, dass es recht viele Entwickler hat (die oft bei Red Hat, Suse oder Canonical angestellt sind), dass moderne Features unterstützt werden (wie HiDPI für 4K-Displays) und dass Versions-Upgrades schmerzfrei sind, weil sich zwischen den Versionen nicht so viel auf einmal ändert.

    • 1
      Von Ghul am Mi, 1. Mai 2019 um 15:27 #

      Also mit solchen Aussagen wäre ich ja vorsichtig. Hab gehört, dass es sowas wie "persönlichen Geschmack" gibt. Ich finde z.B, dass GNOME eindeutig der beste Linux-Desktop ist, *ich* kann damit am produktivsten arbeiten.

      Es fängt schon damit an, dass der Gnome Desktop und alle seine Gnome Programme modale Fenster verwenden.
      KDE ist dagegen überwiegend modeless und das ist für den Workflow in den meisten Fällen, einige wenige Ausnahmen gibt es natürlich, wesentlich besser, da man auch im Hauptfenster noch Änderungen vornehmen kann..
      https://en.wikipedia.org/wiki/Modal_window

      Dann ist die Menuleiste weg und deren Funktion hinter einem Button unnötig verschachelt.

      Die mitgelieferten Gnome Programme, wie bspw. der Texteditor oder der Dateimanager sind auch leistungsschwächer, verglichen mit denen von KDE.

      sondern, welcher Desktop sich am einfachsten über einen Zeitraum von 10+ Jahren mit geringem Aufwand unterstützt werden kann. Hier fällt KDE schon mal raus, da dort regelmäßig größere Umbauten stattfinden, die man den Unternehmenskunden nicht zumuten möchte.

      Also für die Endanwender ist der Schritt von Gnome 2 zu Gnome 3 ganz klar der größere Umbau, als von KDE 3 zu bspw. KDE 4.
      Vielleicht mag das unter der Haube mit dem Umbau so sein, dann wäre das aber eine Frage der Supportfähigkeit. Für RedHat sicherlich nicht irrelevant, aber anderseits baut KDE auch auf einer professionell entwickelten GUI Lib auf, womit jede Menge Arbeit schon abgenommen wird.

      MATE ist GNOME 2, das bedeutet auch, dass es technisch veraltet ist. All die Arbeiten, die bei GNOME 3 schon seit Jahren erledigt sind, wie Wayland-Unterstützung, GTK+ 3, HiDPI-Support usw., werden bei MATE erst jetzt durchgeführt.
      Wenn man dem Kunden aber Stabilität liefern will, also auch was die Bedienung anbelangt, dann wäre MATE die beste Wahl.

      Weil es genau das liefert. Für einen sehr großen Zeitraum das gleiche Bedienungsverhalten und keine Brüche mit der Usability.
      Und KDE mag zwar einige Umbauten von KDE 3 nach KDE 4 gehabt haben, aber von der Usability verhalten sich diese beiden Desktopversionen gleich, da muss man also keine Mitarbeiter umschulen, wie beim Wechsel von Gnome 2 nach Gnome 3.

      Das macht keinen Sinn, sowas in einer Enterprise-Distribution anzubieten. Abgesehen davon, dass diese Umgebungen optisch aussehen wie Windows 95.

      Gerade im Unternehmensbereich hat man die Windows XP Desktops oft vom XP Look auf W2K Look umgestellt, damit die Mitarbeiter damit weiterhin produktiv arbeiten.

      • 0
        Von linux-nutzer am Do, 2. Mai 2019 um 08:57 #

        Das klassische Theme hatte bei Windows 7 v.a. den Vorteil, dass Windows weniger Ressourcen beim Rendern von Taskleisten und Fensterdekoration verbraten hat.

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        Von Tamaskan am Do, 2. Mai 2019 um 18:47 #

        Es fängt schon damit an, dass der Gnome Desktop und alle seine Gnome Programme modale Fenster verwenden.

        Das entscheidet jede Anwendung für jedes Dialogfenster selbst. GTK+ und Qt können beides, und es wird auch beides verwendet. Was bei GNOME tatsächlich falsch läuft ist dass der WLAN-Dialog "global-modal" ist, also den kompletten Bildschirm sperrt. Das ist für einen Lockscreen sinnvoll, beim WLAN aber total nervig: Ich kopiere mir den WLAN-Schlüssel meist aus meinem Passwort-Manager, das geht mit dem modalen Dialog nicht. Komischerweise ist der Dialog nur bei WPA2 Personal modal, der für WPA2 Enterprise ist es nicht.

        Die mitgelieferten Gnome Programme, wie bspw. der Texteditor oder der Dateimanager sind auch leistungsschwächer, verglichen mit denen von KDE.

        Hier muss ich dir entschieden widersprechen. Evolution unterstützt beispielsweise schon seit acht Jahren Exchange-Konten per EWS, und davor schon mit MAPI. KMail/Kontact hat experimentellen EWS-Support, mit einigen gravierenden Einschränkungen, der Kalender ist read-only, Abwesenheitsmeldungen gehen nicht, Aufgaben gehen nicht, geteilte Mailboxen gehen nicht etc. (siehe: https://github.com/KDE/kdepim-runtime/tree/master/resources/ews)

        Das dürfte auch einer der Gründe sein, warum die Enterprise-Distributionen auf GNOME setzen. Exchange ist halt schon ein sehr wichtiges Feature für viele. Es mag sein, dass KDE mehr Spielereien und Einstellungsmöglichkeiten hat, aber die Kernfeatures laufen nicht immer rund, so mein Eindruck/Vorurteil.

        Also für die Endanwender ist der Schritt von Gnome 2 zu Gnome 3 ganz klar der größere Umbau, als von KDE 3 zu bspw. KDE 4.

        KDE hatte in derselben Zeit zwei Major-Releases, GNOME nur eines. Und auch bei den Minor-Release passiert in KDE viel mehr als in GNOME. Red Hat traut sich sogar, die Minor-Releases von GNOME mit Verzögerung an die Kunden weiterzureichen. RHEL 7, obwohl vor fünf Jahren released, hat derzeit GNOME 3.28 (wie Ubuntu 18.04), aber hängt noch bei KDE 4.x rum.

        Wenn man dem Kunden aber Stabilität liefern will, also auch was die Bedienung anbelangt, dann wäre MATE die beste Wahl.
        Weil es genau das liefert. Für einen sehr großen Zeitraum das gleiche Bedienungsverhalten und keine Brüche mit der Usability.

        Red Hat nimmt GNOME 3 im Classic Mode. Das sieht genauso aus wie GNOME 2 oder MATE, ist aber technisch auf dem neuesten Stand und unterstützt Wayland und 4K-Displays. MATE ist gerade dabei, alles auf GTK+ 3 zu portieren, was in GNOME aber schon vor sieben Jahren gemacht wurde. Wayland soll auch früher oder später unterstützt werden, das ist bei GNOME schon seit ein paar Jahren der Standard.

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    Von ZickenZombie am Mi, 1. Mai 2019 um 23:29 #

    Weil sie schon immer Gnome verwendet haben.

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    Von Jan2 am Do, 2. Mai 2019 um 00:04 #

    Vor vielen Jahren war die qt-Bibliothek für KDE lizenztechnisch unfrei.
    Daran stießen sich RedHat und Debian.
    Dies war die Zeit wo RedHat in die gtk-Bibliothek investiert hat, und
    demzufolge auch in Gnome.
    Seitdem ist man im Hause RedHat bei gtk und Gnome geblieben.

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Von zettberlin am Di, 30. April 2019 um 19:12 #

... Programme müssen nun wieder ihr eigenes Menü mitbringen.

Total lustig.
Eine weitere absolut unverzichtbare, total geniale Innovation (nach dem spatialen Dateibrowser etc), die an der so genannten "Realität" scheitert.

  • 0
    Von zuigh am Mi, 1. Mai 2019 um 12:24 #

    Ich finde den Dateibrowser inzwischen richtig gut. Vor ein paar Jahren war er wirklich zu spartanisch.Aber es wurden nach und nach gute Features hinzugefügt. Im Zweifel kann man sich die Tastaturkürzel anzeigen lassen und staunt was man da alles machen kann und hat trotzdem einen aufgeräumten Dateibrowser bei dem man die 99% am häufigsten genutzten Features direkt findet.
    Ja, es wäre schön wenn man sich einiges anders konfigurieren könnte. Nur ist meiner Erfahrung nach die Formel für Bugs: Features mal Konfigurationsmöglichkeiten mal Pi minus gefixte Bugs
    Dann lieber Stabilität und da hat meiner Erfahrung nach Gnome alle anderen abgehängt. Sowohl Linux Desktops als auch Windows oder Mac. Mit Haiku und BSD habe ich keine Erfahrung.

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Von was ist das am Di, 30. April 2019 um 19:24 #

Jetzt mal kein Witz. Ich habe Fedora das letzte mal in der Version 1x mal gesehen und genutzt. Jetzt war ich im Software-Center und es zeigt mir Updates an. Aber nirgends, wie ich die anschieben soll :huh:

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Von August Meier am Mi, 1. Mai 2019 um 13:44 #

... in Schritten von 25%...

Was jetzt: Stufenlos oder in Schritten von 25%?

August

  • 0
    Von ____# am Fr, 3. Mai 2019 um 09:55 #

    In welchen Schritten wäre es denn Stufenlos? 1% Schritte?
    8)

    • 0
      Von klopskind am Fr, 3. Mai 2019 um 22:06 #

      Ich kann nicht für August Meier (OP) sprechen, aber man könnte bspw. die freie Wahl eines Elements x einer zusammenhängenden, mindestens zweielementigen Teilmenge A der reellen Zahlen, hier z.B. das Intervall [1;2], in dem Sinne als "stufenlos" betrachten, dass diese Teilmenge vollständig oder lediglich vollständig metrisierbar ist.

      Wie man das an einem herkömmlichen Rechner umsetzt, steht auf einem anderen Blatt ;)

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