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Mi, 8. Mai 2019, 14:25

Software::Cloud

KEDA: Ereignisgesteuerte Skalierung unter Kubernetes

Microsoft hat das freie Projekt KEDA vorgestellt, das eine ereignisgesteuerte Skalierung von Containern ermöglicht. Red Hat ist an der Entwicklung von KEDA beteiligt, unter anderem um sein Produkt OpenShift damit aufzuwerten.

KEDA im Kubernetes-Cluster

Microsoft

KEDA im Kubernetes-Cluster

Wenn Dienste als Container in einem Kubernetes-Cluster laufen, dann kann Kubernetes automatisch dafür sorgen, dass abhängig von der aktuellen Auslastung mehr oder weniger Instanzen des Containers laufen. Die Reaktion auf steigende oder fallende Auslastung erfolgt dabei aber immer mit einer gewissen Verzögerung. Oft ist es aber so, dass bestimmte Ereignisse eintreten, die eine geänderte Auslastung zur Folge haben. Manche Clouds sind in der Lage, diese Ereignisse zu registrieren und könnten theoretisch Kubernetes veranlassen, eine entsprechende Änderung der Zahl der Instanzen vorzunehmen. In der Praxis existierte bisher keine Kubernetes-Komponente, die dies leistete.

Diese Lücke wird jetzt vom Projekt KEDA (Kubernetes-based Event Driven Autoscaling) geschlossen. Wie Microsoft jetzt angekündigt hat, ist KEDA freie Software unter der MIT-Lizenz und wurde gemeinsam mit Red Hat entwickelt. Sie ist auf Github zu finden und kann im Prinzip mit jeder Cloud laufen, die entsprechende Ereignisse meldet. Die Azure-Cloud von Microsoft ist eine solche und wohl diejenige, mit der KEDA vornehmlich entwickelt wurde. Microsoft bezeichnet die entsprechende Architektur als ereignisgesteuert und sieht sie als Weiterentwicklung von Microservices.

Nun ist man nicht mehr auf die Azure-Cloud angewiesen, um die entsprechenden Ereignisse mitzubekommen. Die entsprechenden Funktionen wurden in einen Container gepackt und können dieselbe Funktionalität auf jedem Kubernetes-Cluster zur Verfügung stellen. Umgekehrt können Entwickler über die Azure Services Ereignisse verschicken. Zur Entwicklung mit den Azure Services in Programmiersprachen wie Java und C# stehen die Azure Functions-Erweiterung für Visual Studio Code und Kommandozeilenprogramme bereit. Wie Red Hat erläutert, wurde KEDA mit dem Operator Framework erstellt. KEDA kann mit einer Vorschauversion von OpenShift, der Kubernetes-Distribution von Red Hat, bereits genutzt werden.

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