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Do, 9. Mai 2019, 09:57

Gesellschaft::Politik/Recht

WireGuard für Windows erreicht Pre-Alpha

Die hinter WireGuard stehenden Entwickler haben die schlanke Alternative für OpenVPN und IPSec in einer Vorschauversion für Windows vorgestellt. Unterdessen verzögert sich die Aufnahme von WireGuard in den Linux-Kernel weiter.

WireGuard

Die von Jason A. Donenfeld ersonnene Softwareanwendung und ein Protokoll »WireGuard« implementiert VPN-Techniken, um sichere Point-to-Point-Verbindungen zu erstellen. Das System wird – je nach Implementierung - als ein Modul in den Linux-Kernel eingebunden und verspricht gegenüber etablierten Anwendungen wie beispielsweise IPsec und OpenVPN nicht nur eine Steigerung der Geschwindigkeit, sondern auch eine Minimierung des Einrichtungsaufwands. Die Implementierung ist relativ klein und gut verständlich, weshalb sie auch von anderen Entwicklern wie beispielsweise von Linus Torvalds favorisiert wird.

Eine Aufnahme in den Kernel blieb WireGuard allerdings noch immer verwehrt. Bereits im Oktober 2017 hatte sich Greg Kroah-Hartman anlässlich eines öffentlichen Code-Reviews von WireGuard lobend über die Software geäußert und eine Aufnahme in den Mainline-Kernel in Aussicht gestellt. Doch auch knapp eineinhalb Jahre später ist die Inklusion immer noch nicht vollzogen. Grund dafür sind unter anderem Einwände diverser Entwickler gegen einige Elemente der neuen Zinc-Kryptographie-Implementierung. Donenfeld überarbeitete deshalb die Software, reichte allerdings die Patches immer noch nicht ein. Wie die Nachrichtenseite »Phoronix« berichtet, wird es auch für die kommende Linux-Version auch nicht mehr reichen, weshalb WireGuard wohl aller Voraussicht nach erst in Linux 5.3 sich materialisieren könnte.

Grund für die Verzögerung ist die Freigabe einer Vorabversion von WireGuard für Windows. Die Portierung der Software beanspruchte den Großteil der Zeitressourcen und befindet sich in einem »Pre-Alpha«-Status. Viele der Funktionen sind bereits implementiert und rudimentär getestet worden. Die Entwickler wollen deshalb WireGuard für Windows weiter stabilisieren und die noch recht lange Liste der fehlenden Funktionen nun sukzessive abarbeiten. Nutzer sollten sich deshalb vor einem produktiven Einsatz hüten. Wer die Software trotz allem ausprobieren möchte, findet die Pre-Alpha auf der Seite von wireguard.com.

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