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Mo, 13. Mai 2019, 14:01

Software::Distributionen::Solaris

OmniOSce r151030 als langfristig unterstützte Version erschienen

Die neue Version r151030 der OmniOS Community Edition erhält drei Jahre Unterstützung und löst damit die Version r151022 ab. Das freie Betriebssystem baut auf Illumos auf und stammt damit von Solaris ab.

omniosce.org

OmniOS Community Edition (OmniOSce) ist eine von zahlreichen Distributionen von Illumos, das im Wesentlichen lediglich aus einem Kernel und systemnahen Werkzeugen besteht. Das Projekt Illumos war vor fast neun Jahren gestartet worden, um eine vollständig freie, von Oracle unabhängige Version von OpenSolaris zu schaffen. Zuvor hatte Oracle OpenSolaris aufgegeben und durch eine nicht mehr quelloffene »Solaris Express«-Edition ersetzt. Unter den Distributionen von Illumos ist OpenIndiana diejenige, die wohl am meisten dem ursprünglichen OpenSolaris ähnelt, da sie als direkter Nachfolger von OpenSolaris konzipiert ist.

OmniOSce hingegen entstand aus OmniOS, das von OmniTI entwickelt wurde. Nachdem der Hersteller die Einstellung der Entwicklung verkündet hatte, begann die Gemeinschaft, OmniOS selbst fortzuführen, was unter der Bezeichnung OmniOSce (OmniOS Community Edition) geschieht. Alle sechs Monate erscheint eine neue Version auf Basis des aktuellen Illumos und joyent-lx.

Die neue Version r151030 ist demnach der Nachfolger des letzten November veröffentlichten r151028. Da die neue Version als LTS-Ausgabe drei Jahre unterstützt werden soll, löst sie mittelfristig auch die Version r151022 ab. Die nächste LTS-Edition soll in zwei Jahren erstellt werden. Eine Übersicht über alle Versionen liefert der Veröffentlichungsfahrplan.

Die Änderungen gegenüber r151028 sind zahlreich. Der Kernel unterstützt jetzt SMB 2.1 und einige bisher ausschließlich 32-bittige Pakete sind jetzt 64 Bit. Die Konsole unterstützt nun Framebuffer mit variabler Auflösung vollständig mit mehr Farben und Unicode-Schriften. Die Anwendungen wurden mit GCC 8 compiliert. ntp wurde durch ntpsec ersetzt und die Standard-Systemeinstellungen werden in /etc/system.d/_omnios:system:defaults, wo man sie durch Anlegen eigener Dateien ändern kann.

Erweiterungen und Verbesserungen gab es auch bei den Systemkommandos und den Zonen, dem Solaris-Konzept von Containern. Die Unterstützung für USB 3.1 wurde ebenso verbessert wie die für aktuelle Intel- und AMD-Prozessoren. Außerdem kam ein Treiber für den Netzwerkchip Broadcom NetXtreme hinzu. Darüber hinaus wurden zahlreiche Softwarepakete aktualisiert. Weitere Einzelheiten kann man in den Anmerkungen zur Veröffentlichung finden. Der Download von OmniOSce r151030 ist in verschiedenen Formen, darunter ISO-, USB- oder ZFS-Abbild, möglich.

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