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Do, 16. Mai 2019, 08:14

Software::Netzwerk

Intel stellt neue Open-Source-Projekte vor

Intel hat auf dem Open Source Technology Summit (OSTS) vom 14.-16. Mai neue Projekte aus dem »Intel Open Source Technology Center« vorgestellt.

Intel

Was 2004 als geschlossene Veranstaltung mit wenigen Intel-Entwicklern begann, wurde 2019 zur offenen Veranstaltung mit Kunden, Partnern und Interessenvertretern aus der Industrie: Intels diesjähriger Open Source Technology Summit (OSTS) begrüßte 500 Teilnehmer unter anderem von Alibaba, Amazon, AT&T, Google, Huawei, JD.com, Microsoft, MontaVista, Red Hat, SUSE und Wind River, um über für Intel-Hardware optimierte Open-Source-Software zu diskutieren.

Dabei wurden auch Einzelheiten über neue und aktualisierte Projekte aus Intels Open Source Technology Center bekannt. Einen ähnlichen Ansatz wie LinuxBoot verfolgt Intel mit dem noch experimentellen Projekt ModernFW Initiative. Der Code für eine minimale Firmware für den Bootprozess von Rechnern soll Legacy-Geräteunterstützung entfernen, weniger Angriffsfläche bieten und gleichzeitig die Effizienz erhöhen.

Der Kernel soll bei diesem modularen Bootprozess früher als bisher die Kontrolle übernehmen. ModernFW steht noch ganz am Anfang, der Code basiert auf einem bereinigten aktuellen Schnappschuss von TianoCore, einer Open-Source-Implementation von UEFI. Intel denkt bei künftigen Anwendungsfällen für ModernFW zunächst an Server, langfristig könnte das quelloffene ModernFW jedoch die heutige UEFI-Firmware ersetzen. Der Code für ModernFW wird auf GitHub gepflegt.

Ein weiteres Projekt aus Intels Open-Source-Labor ist rust-vmm. Es stellt eine Reihe von Hypervisor-Komponenten bereit, die von Intel auf der Basis der Programmiersprache Rust in Zusammenarbeit mit Branchenführern wie Alibaba, Amazon, Google und Red Hat entwickelt wurden, um anwendungsspezifische Hypervisoren bereitzustellen. Intel hat bereits einen speziellen Cloud-Hypervisor auf der Basis von rust-vmm veröffentlicht, um eine sicherere, leistungsfähigere Container-Technologie für native Cloud-Umgebungen bereitzustellen.

Bereits seit 2015 entwickelt Intel mit Clear Linux eine eigene Distribution. War das anfangs recht experimentelle Betriebssystem ohne grafische Oberfläche zunächst für Cloud und Container bestimmt, so entwickelt Intel Clear Linux ständig weiter. Jetzt kündigt Intel die »Clear Linux Developer Edition« an, die mit neuem grafischem Installer und einem Software-Store, der neben Software als Flatpak oder Container-Image auch ganze Stacks zum schnellen Einstieg in Projekte über Deep Learning oder Datenanalyse bereithält.

Darüber hinaus will sich Intel in einem Bereich engagieren, den das Unternehmen als kritische Systeminfrastruktur umschreibt. Intel-Entwickler sollen Code unter anderem zu Projekten wie Bash, Chrony, dem Fuzzing Project, GnuPG*, libffi, dem Linux Kernel Self Protection Project, OpenSSH, OpenSSL und er Programmiersprache R beitragen.

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