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Mi, 22. Mai 2019, 12:44

Software::Entwicklung

GCC: Umstieg auf Git weiter ungewiss

Nachdem letzte Woche ein Vorschlag für eine Konvertierung des GCC-Repositoriums auf Git vorgestellt wurde, meldete sich nun der für den Umstieg bisher zuständige Entwickler – und lehnte die Lösung ab. Wie Eric S. Raymond in einer E-Mail bekannt gab, sei die Konvertierung unsicher und er arbeite weiter an seiner alten Strategie.

gnu.org

Der Umstieg von GCC auf Git beschäftigt bereits seit geraumer Zeit die Entwickler und gestaltet sich als weit schwieriger als ursprünglich angedacht. Nachdem das Projekt bereits seit Jahren auf Subversion setzt, schlug Eric S. Raymond vor, es unter die Verwaltung von Git zu stellen. Möglich machen sollte es das von ihm betreute Tool »Reposurgeon«, das schon bei früheren Konvertierungen eine Verwendung fand. Bei der Nutzung stellte sich aber heraus, dass der Speicherbedarf von Reposurgeon die Grenzen des verfügbaren Speichers der vorhandenen Systeme sprengte und eine Konvertierung nicht ohne Weiteres möglich war. Raymond entschloss sich kurzerhand, das Werkzeug neu zu gestalten und in Go zu schreiben, was allerdings noch nicht fertiggestellt wurde.

Umso erfreulicher war es, als letzte Woche ein Alternativvorschlag vorgestellt wurde, die Repositorien mittels diverser Skripte zu konvertieren. Die drei Skripte von Maxim Kuvyrkov konvertieren das komplette Repositorium des GCC-Projektes und die dazugehören Branches sowie die zahlreichen Versionshinweise nach Git. Dabei berücksichtigen sie auch die diversen Fallstricke und Ungereimtheiten. Dazu gehören beispielsweise gelöschte oder umbenannte Branches sowie verwaiste Einträge.

Nun meldete sich Raymond erneut zu Wort und lehnte die Lösung weitgehend ab. Wie der Entwickler schreibt, berge die Konvertierung mittels der eingereichten Skripte immer noch zu viele Risiken. Er werde deshalb weiterhin an einer Reposurgeon-gestützten Konvertierung arbeiten, solange die GCC-Entwickler sich nicht gegen diese Lösung entscheiden. Laut seiner Einschätzung wird er damit allerdings erst gegen Ende des Jahres fertig sein. Von der ursprünglichen Planung, bis September eine brauchbare Version des Tools zu haben, rückte Raymond weitgehend ab.

Grund für die Verzögerung ist die Umsetzung des Werkzeugs in der neuen Sprache. »Das Hindernis ist nicht Go-Wissen an sich, sondern die Komplexität des Codes, den ich übersetze«, schreibt der Entwickler. Sobald diese Arbeit erledigt sei, könne das Repositorium relativ schnell innerhalb weniger Wochen konvertiert werden.

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