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Thema: Systemd: Mehr als 1,2 Millionen Zeilen Code

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Von Josef Hahn am Sa, 25. Mai 2019 um 02:43 #

Ja, ist eine Abwägung... Erstmals rumgetrümmert habe ich auf einem System, wo es nur einen Prozess gab (von TSR-Tricks abgesehen). Und dieser Prozess hieß 'command.com' - bis man seinen Flugsimulator oder seine Textverarbeitung gestartet hat.

Aber die Dinge werden halt auch dadurch komplexer, dass sie leistungsfähiger werden. Diese alte DOS-Möhre möchte ich nicht wiederhaben. Auch nicht das tolle, simple Betriebssystem. ;)

Es ist sicher etwas dran, dass vieles auch unnötig komplex wird. Auch da ist es wieder eine Abwägung - nämlich bspw. gegen das Können des Bastlers (a.k.a. 'Developers') und gegen 'Wirtschaftlichkeit' (auch wenn's dabei nicht um Geld gehen muss). Aber ich gehe fest davon aus - und ich habe selbst auch sehr gern einen Überblick über die Technik, die ich nutze - dass mir ein System, bei dem ich jeden Prozess persönlich kenne, nicht zusagen würde.

Man verlangt heute schon einiges an Komfort von einem Desktopsystem. Und zwar zurecht. Warum auch nicht? Nur damit `ps aux` auf eine Bildschirmseite passt?! Nööö....

> Und tut es bereits heute schon, wenn mal etwas nicht so funktioniert wie es soll.

... was ja in der FOSS-Welt nicht soooo unüblich ist, aber in den letzten zwanzig Jahren keineswegs schlechter geworden ist. KDE1 war simpler als KDE5. Besser funktioniert hat's deshalb nicht...

Und trotzdem nochmal: Ja - an manchen Stellen könnte man gern versuchen, auch mal mit weniger auszukommen. Und lieber mal was zu Ende machen, bevor man das nächste Feature halbfertig frickelt. Aber da fällt mir wirklich nicht zuerst systemd ein, wenn ich an Dinge denke, die uns auf die Füße fallen könnten.

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