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Mo, 27. Mai 2019, 11:28

Gemeinschaft::Organisationen

OSI legt Jahresbericht 2018 vor

Die Open Source Initiative hat einen Überblick über ihre Aktivitäten im Jahr 2018 gegeben. Der 20-seitige Bericht gibt Auskunft über die Mitgliedschaft, Projekte und Ereignisse der OSI im vergangenen Jahr.

OSI

Die steuerbefreite, als gemeinnützig anerkannte Open Source Initiative (OSI) entstand im Jahr 1998, um die sogenannte Definition von Open Source zu formulieren und die Ziele von Open Source in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Zu ihren weiteren Aktivitäten zählt, Lizenzen zu prüfen und als Open-Source-Lizenzen zu publizieren, wenn sie mit der Open-Source-Definition konform sind, und als Ansprechpartner und Berater in Lizenzfragen zu fungieren.

Mitglieder der OSI können Organisationen und seit Mitte 2012 auch Einzelpersonen werden. Die Mitglieder bestimmen durch die Beteiligung an selbst organisierten Arbeitsgruppen den Kurs der OSI mit. Der 2013 ernannte General Manager Patrick Masson ist der erste und einzige Angestellte, der von der Organisation bezahlt wird, und unterstützt die Aktivitäten der Mitglieder.

Wie aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2018 (PDF) hervorgeht, prägten drei Ereignisse das Jahr 2018: Die OSI wurde 20 Jahre alt, Microsoft kaufte GitHub, die größte Plattform für freie Projekte, und IBM gab die Übernahme von Red Hat bekannt, die bis Ende 2019 abgeschlossen sein soll. Laut der OSI zeigt das deutlich, dass auch die Firmen, die ihren Erfolg auf proprietärer Software gründeten, eine große Zukunft für freie Software sehen.

Der Bericht gibt einen Überblick über die Ziele und Unterstützer sowie die Aktivitäten der Mitglieder und des Vorstands. Das neue Projekt »ClearlyDefined« will durch eine automatisierte Analyse vieler Software-Repositorien dazu beitragen, dass deren Lizenzen klar definiert sind. Bisher wurden mehr als 6,3 Mio. Projekte untersucht, darunter allein über 1,8 Mio. auf NPM. Ein weiteres neues Projekt ist »FLOSS Desktops for Kids«, das ausrangierte Rechner für Schulen bereitstellt, wo sie von Lehrern und Kindern aufgearbeitet und mit einem Linux-System versehen werden.

Mitglieder der OSI engagierten sich in diesem Jahr bei vielerlei Organisationen, um sie auf Open Source aufmerksam zu machen oder ihren Umgang damit zu verbessern. Die Zahl der assoziierten Organisationen stieg auf 71. Der Vorstand wurde neu gewählt. Die Web-Infrastruktur wird nicht mehr von Freiwilligen betreut, sondern an Dienstleister vergeben. Mit fast 579.000 US-Dollar waren die Einnahmen der OSI so hoch wie nie. Ausgegeben wurden davon nur 381.000. Die Einnahmen kamen überwiegend durch Spenden zusammen, die auch weiterhin gesucht werden. Zumindest in den USA sind die Spenden steuerlich absetzbar. Das Geld wird zur Abdeckung von Reisekosten und andere unterstützende Maßnahmen für die Mitglieder benötigt. Neben Spenden können Unterstützer auch eine Mitgliedschaft in Betracht ziehen.

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