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Di, 4. Juni 2019, 16:22

Software::Entwicklung

Erste Vorschau auf Ruby 2.7

Die freie Skriptsprache Ruby ist in einer Vorschau auf Version 2.7 verfügbar. Die kommende Version von Ruby soll drei größere und einige kleinere Neuerungen bringen.

Mirko Lindner

Ruby ist eine Skriptsprache mit objektorientierten und funktionalen Elementen, die ihre Wurzeln in Perl, Smalltalk, Python, LISP und CLU hat. Sie zeichnet sich durch eine klare Syntax aus und wurde nach dem »Prinzip der geringsten Überraschung« entworfen. Fünf Monate nach Ruby 2.6 haben die Entwickler jetzt eine Vorschau auf die kommende Version veröffentlicht. Ruby 2.7 enthält nach Angaben der Entwickler drei hauptsächliche Neuerungen.

Der Garbage Collector (GC) wurde in der neuen Version durch einen Compaction GC ersetzt. Dieser ist in der Lage, fragmentierte Speicherbereiche zu defragmentieren, wodurch wieder Platz für größere Allokationen geschaffen werden kann. Fragmentation kann besonders bei Anwendungen mit Threads auftreten, was den Speicherbedarf erhöht und die Geschwindigkeit verringert. Der neue GC stellt eine Methode namens compact zur Verfügung, die Objekte bei Bedarf zur Laufzeit verschiebt, um wieder Platz zu gewinnen. Dies soll auch günstiger für Copy-on-Write-Operationen sein.

Ruby 2.7 soll auch Pattern Matching direkt in die Sprache einbauen. Damit soll es in der Lage sein, die Struktur von Objekten zu durchlaufen, nach passenden Werten zu suchen und diese zurückzugeben. irb, die mit Ruby mitgelieferte interaktive Umgebung, kann nun mehrzeilige Eingaben editieren. Sie ist ferner künftig mit rdoc integriert, womit man sich die Referenzdokumentation für Klassen, Module und Methoden anzeigen lassen kann.

Neu sind auch der Methodenreferenzoperator .: und nummerierte Parameter (@1 usw.) als Standardparameter von Anweisungsblöcken. Nach Bereichen ohne obere Grenze kommen nun auch Bereiche ohne untere Grenze und es gibt nun die Methode Enumerable#tally, die zählt, wie oft jedes Element vorkommt. Der in Ruby 2.6 eingeführte Just-in-Time-Compiler (JIT) wurde weiter optimiert. Ferner wurde die Unicode-Unterstützung auf Unicode 12.1 aktualisiert. Einzelheiten zu den Änderungen kann man in der Datei NEWS sowie im Commit-Log nachlesen. Die Testversion kann von den in der Ankündigung angegebenen Seiten heruntergeladen werden.

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