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Fr, 7. Juni 2019, 10:39

Software::Büro

LibreOffice-Entwickler stellen 32-Bit-Unterstützung klar

Die Ankündigung der Document Foundation, keine 32-Bit-Versionen von LibreOffice für Linux mehr herauszugeben, sorgte offenbar für einige Verwirrung. Tatsächlich wird LibreOffice weiter in 32-Bit-Versionen verfügbar sein.

The Document Foundation

Vor zwei Tagen ist die Betaversion von LibreOffice 6.3 erschienen mit dem Ziel, die offizielle Version 6.3 am 11. August freizugeben. Die neue Version wird im Vergleich mit ihrem Vorgänger über zahlreiche kleinere Verbesserungen verfügen. Die einzige größere Änderung ist anscheinend ein neues Redaktionswerkzeug, das es einfacher macht, Textpassagen unkenntlich zu machen.

Zugleich hatte die Document Foundation (TDF) auch die Erstellung von 32-Bit-Paketen für Linux eingestellt. Dies war bereits zuvor angekündigt worden und betrifft auch die älteren Versionen von LibreOffice, ausgenommen Version 6.1, die noch länger unterstützt werden soll.

Diese Ankündigung hat offenbar für einige Verwirrung bei den Benutzern gesorgt, weshalb sich die TDF jetzt zur einer Klarstellung genötigt sah. Kurz gesagt bedeutet die Einstellung der 32-Bit-Pakete nicht, dass LibreOffice nicht mehr 32-Bit-kompatibel ist. 32-Bit-Pakete können nach wie vor erstellt werden, und in der Tat werden sie für Windows weiter von der TDF generiert. Bei den Linux-Paketen lohnt sich für die TDF dieser Aufwand nicht mehr. Da unter Linux die meisten Benutzer LibreOffice als Disrtributionspaket beziehen und nicht von der LibreOffice-Webseite, sollten nur wenige Benutzer betroffen sein. Die Linux-Distributoren können auch weiterhin LibreOffice in 32-Bit-Versionen bereitstellen. Versionen von LibreOffice, die im Download-Archiv der TDF als 32-Bit-Pakete vorhanden sind, werden dort auch weiterhin verfügbar bleiben, es werden also keine 32-Bit-Pakete entfernt.

Hintergrund der Entscheidung ist, dass 32-Bit-Systeme, speziell der x86-Architektur, inzwischen nur noch einen verschwindend geringen Anteil haben - so marginal, dass verschiedene Distributionen die 32-Bit-Unterstützung komplett eingestellt haben oder nur noch »neuere« Prozessoren unterstützen. Doch selbst die neuesten 32-Bit-Systeme sind überwiegend zehn oder mehr Jahre alt, wenn sie überhaupt noch in Gebrauch sind. So hat auch die TDF festgestellt, dass in den letzten zwei Jahren die Zahl der Downloads der 32-Bit-Versionen für Linux auf eine sehr geringe Zahl gefallen ist. Bei den Windows-Paketen liegt die Zahl bisher noch höher, sollte sie aber auf denselben Stand fallen wie die Linux-Pakete, wäre auch für diese das Ende erreicht.

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