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Thema: Firefox: Premium-Dienste im Herbst

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von cryptosteve am Di, 11. Juni 2019 um 10:48 #

Ich finde den Schritt von Mozilla grundsätzlich ok. Abos scheinen derzeit ja das Geschäftsmodell der Zukunft zu sein. Für mich wäre es wünschenswert, wenn der Hinweis auf "Premium-Dienste" im Browser dezent gehalten wird. Es gibt ja durchaus Webseite und Anwendungen, bei denen man sich vor lauter Premium-Hinweisen gar nicht retten kann. Oder die viele coole Optionen anbieten und dann erst nach Klick plötzlich sagen "aber nur mit premium".

Wenn allerdings dezent hinter einigen Menüpunkten klein "premium" steht oder die Menüpunkte sogar entsprechend ausgegraut sind, ... warum nicht.

Für mich persönlich wüßte ich jetzt allerdings noch nicht, mit welchem Content Mozilla mich auf die premium-Seite ziehen könnte. Passwortmanager sind natürlich heute vielfach so ein klassisches Abo-Modell, aber " Zugangsdaten speichern" gehört natürlich eigentlich zum Kernkonzept von Firefox.

Und mit ihrem kürzlichen Zertifikats-Faux-pas bei den AddOns haben sie leider auch einiges an technischem Vertrauen und Vertrauen in ihre notwendige Sorgfalt verspielt. Nichts desto trotz bleibe ich eigentlich ein Fan von Firefix.

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Von Brüllikant am Di, 11. Juni 2019 um 13:01 #

Wünsche mir einen Firefox "Premium" ohne Lametta, ohne Pocket usw, dafür mit Fokus auf Sicherheit. Mit eingebauten Selbstverteidigungs-Werkzeugen, wie Trackingschutz, Noscript und Werbeblocker. Dafür würde ich gern eine Abogebühr zahlen.

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Von Premiumkunde am Di, 11. Juni 2019 um 13:49 #

Mozilla hat es getroffen, denn Premium ist nicht gerade ein vertrauensweckender Begriff. Aus einem proffessional Browser wurde nun der "premium" Browser. Premium ist wie "heute immer noch Internet Explorer" benutzen.
Premium ist wie der "Kaffee von Gestern".

Das ist mein Verständnis von Premium. Wenn ich irgendwo Premium lese, dann weiss ich dass ich mit einem Lächeln auf den Lippen über's Ohr gehauen werde, oder so schnell über den Tisch gezogen werde dass ich die Reibungshitze als Nestwärme empfinde. Das ist Premium.

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Von DS am Di, 11. Juni 2019 um 15:18 #

Ich kenne einige Firmen die es begrüßen würden wenn es einen Firefox Browser geben würde der andere Formate und codes direkt im Browser abspielen würde.
Könnte nun eine ganze Liste machen aber mpeg-ts als container wäre schon mal ein Anfang.

Das würde ich als Premium echt gut finden.

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    Von Nur ein Leser am Di, 11. Juni 2019 um 15:48 #

    Bitte das auf GAR KEINEN FALL!
    Weder als Premium, noch sonst irgendwie.

    Es gab schon mal eine Zeit, als man im Web für jeden Sch*** ein Plugin von irgendeiner tollen Firma brauchte, weil jeder Contentanbieter der Meinung war, das Rad neu erfinden zu müssen. Bzw. sein DRM nur so umsetzen zu können.

    Glücklicherweise haben wir mit HTML5 Standards für Media-Ausspielung im Browser. Und das Beste: Der Videocodec AV1 ist frei und unbelastet von Patenten und wird von einer breiten Gruppe von Browserherstellern, Mediaprovidern und Hardwareherstellern unterstützt.
    Für DRM gibt es auch eine Standard-Schnittstelle in HTML5 (was auch immer man davon halten mag) und mit Widevine eine Standard-Implementierung.

    Es gibt also keinerlei Grund, andere Formate und Codecs abzuspielen.
    Die Dir bekannten Firmen sollen halt mal den Hintern hochbekommen und H.264 (als den alten Quasi-Standard) und AV1 (als den neuen Webstandard) umsetzen.

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    Von Ghul am Di, 11. Juni 2019 um 17:27 #

    Das ist eine ganz dumme Idee.

    Damit würdest du dir hunderte Sicherheitslücken in deinen Browser holen und keiner dieser Drittanbietercodecs würde sich vernünftig um das Stopfen dieser Sicherheitslücken kümmern.

    Ein Browser ist schon jetzt ein sehr umfangreiches Stück Software, mit entsprechend vielen Gefahrenquellen für Sicherheitslücken. Da muss man diese Situation nicht auch noch verschlimmern.

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Von Philipp_MUC am Di, 11. Juni 2019 um 20:05 #

Ich weiß nicht, warum der Browser Premium braucht. Alle genannten Funktionen stehen für mich nicht im direkten Zusammenhang mit einem Browser, bzw. können auch einfach anders gelöst werden. Plugin oder Webseite oder seperates Programm.

Leider habe ich hier eher das Gefühl, dass der CEO höhere Einnahmen generieren will um ein höheres Gehalt zu bekommen. Mit dem Browser selbst ist halt nur wenig zusätzlich an Umsatz / Gewinnen zu machen, außer den Zahlungen von der Suchliste und die skalieren nicht. Mozilla wird kein Multimilliardenunternehmen werden. Wenn er selbst mehr verdienen und wichtig sein will muss er dann den Job wechseln.

Ich will einen Browser, der im Internet mir die Seiten anzeigt, nix weiter. Bischen Multimedia ist ein muss, aber das wars dann auch schon.

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    Von cryptosteve am Mi, 12. Juni 2019 um 07:24 #

    Ich vermute viel eher, Mozilla möchte sich hier finanziell zusätzliche Standbeine schaffen. Nachdem es schon in Safari auf MacOS nur noch bedingt Möglichkeiten zum Einsatz von Adblockern gibt und jetzt auch Google in Chrome die Blockierfunktion der webRequest API abschaffen und stattdessen die declarativeNetRequest API etablieren will, bleibt Firefox hier eine der letzten Möglichkeiten, noch umfangreiche Werbe- und Trackingfilter zu nutzen. Das geht aber nicht, wenn man finanziell komplett von Google abhängig ist, weil die dann zumindestens erheblichen Druck ausüben können.

    Von daher finde ich die Entscheidung, zusätzliche (bzw. alternative) Einnahmequellen zu generieren, durchaus sinnvoll, auch wenn sie nicht jedem gefallen.

    P.S.: Aus der Ankündigung von Premiumdiensten den Wunsch einer persönlichen Bereicherung des CEOs abzuleiten .... naja.

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      Von Anonymous am Mi, 12. Juni 2019 um 09:53 #

      Sehe ich auch so.

      Google möchte seine Einnahmen durch Schaffung des Google-Web maximieren.

      Ähnlich wie die Medienunternehmen der old economy daran arbeiten, dass das Nutzervieh bei Werbung nicht mehr vorspulen kann, ist es Googles Ziel, dass das Nutzervieh die Werbung nicht mehr technisch ausblenden kann. Und der Browser soll möglichst viele Nutzervieh-Daten sammeln, die Google zu Geld machen kann.

      Mozilla war in der Vergangenheit nützlich, wird aber mit der enormen Verbreitung von Chrome und der Google-Blink-Engine zunehmend entbehrlich. Indem Google alle 6 Wochen irgend einen neuen invasiven Scheiss in seinen Browser einbaut, zwingt es Mozilla in ein Wettrüsten, bei dem Mozilla nur verlieren kann und Google und seine Blink-Engine den Markt bald vollends beherrschen werden.

      Mozilla hat in der Vergangenheit mit der üppigen Werbekohle einen barocken Wasserkopf von Leuten geschaffen, die nicht programmieren können, sich aber an die reichlich fließende Google-Kohle gewöhnt haben. Und dieser Geldstrom wird langfristig versiegen.

      Das ist deren drängendes Problem.

      Wir - das Nutzervieh - sind aus Sicht von Mozilla und Google nur notwendiges Übel.

      Unser Problem ist, dass Mozilla die letzte Bastion gegen das Google-Web ist (wenn auch lediglich das kleinere Übel) und die Bastion zunehmend zusammengeschossen wird.

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        Von wenjuckts am Mi, 12. Juni 2019 um 14:30 #

        >> Mozilla hat in der Vergangenheit mit der üppigen Werbekohle einen barocken Wasserkopf von Leuten geschaffen, die nicht programmieren können, sich aber an die reichlich fließende Google-Kohle gewöhnt haben.

        Diese Leute müssen weg, eigentlich sofort, am Besten schon vor langer Zeit damit der Schaden nicht so groß bei Mozilla geworden wäre.

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