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Thema: Firefox: Premium-Dienste im Herbst

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Philipp_MUC am Di, 11. Juni 2019 um 20:05 #

Ich weiß nicht, warum der Browser Premium braucht. Alle genannten Funktionen stehen für mich nicht im direkten Zusammenhang mit einem Browser, bzw. können auch einfach anders gelöst werden. Plugin oder Webseite oder seperates Programm.

Leider habe ich hier eher das Gefühl, dass der CEO höhere Einnahmen generieren will um ein höheres Gehalt zu bekommen. Mit dem Browser selbst ist halt nur wenig zusätzlich an Umsatz / Gewinnen zu machen, außer den Zahlungen von der Suchliste und die skalieren nicht. Mozilla wird kein Multimilliardenunternehmen werden. Wenn er selbst mehr verdienen und wichtig sein will muss er dann den Job wechseln.

Ich will einen Browser, der im Internet mir die Seiten anzeigt, nix weiter. Bischen Multimedia ist ein muss, aber das wars dann auch schon.

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    Von cryptosteve am Mi, 12. Juni 2019 um 07:24 #

    Ich vermute viel eher, Mozilla möchte sich hier finanziell zusätzliche Standbeine schaffen. Nachdem es schon in Safari auf MacOS nur noch bedingt Möglichkeiten zum Einsatz von Adblockern gibt und jetzt auch Google in Chrome die Blockierfunktion der webRequest API abschaffen und stattdessen die declarativeNetRequest API etablieren will, bleibt Firefox hier eine der letzten Möglichkeiten, noch umfangreiche Werbe- und Trackingfilter zu nutzen. Das geht aber nicht, wenn man finanziell komplett von Google abhängig ist, weil die dann zumindestens erheblichen Druck ausüben können.

    Von daher finde ich die Entscheidung, zusätzliche (bzw. alternative) Einnahmequellen zu generieren, durchaus sinnvoll, auch wenn sie nicht jedem gefallen.

    P.S.: Aus der Ankündigung von Premiumdiensten den Wunsch einer persönlichen Bereicherung des CEOs abzuleiten .... naja.

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      Von Anonymous am Mi, 12. Juni 2019 um 09:53 #

      Sehe ich auch so.

      Google möchte seine Einnahmen durch Schaffung des Google-Web maximieren.

      Ähnlich wie die Medienunternehmen der old economy daran arbeiten, dass das Nutzervieh bei Werbung nicht mehr vorspulen kann, ist es Googles Ziel, dass das Nutzervieh die Werbung nicht mehr technisch ausblenden kann. Und der Browser soll möglichst viele Nutzervieh-Daten sammeln, die Google zu Geld machen kann.

      Mozilla war in der Vergangenheit nützlich, wird aber mit der enormen Verbreitung von Chrome und der Google-Blink-Engine zunehmend entbehrlich. Indem Google alle 6 Wochen irgend einen neuen invasiven Scheiss in seinen Browser einbaut, zwingt es Mozilla in ein Wettrüsten, bei dem Mozilla nur verlieren kann und Google und seine Blink-Engine den Markt bald vollends beherrschen werden.

      Mozilla hat in der Vergangenheit mit der üppigen Werbekohle einen barocken Wasserkopf von Leuten geschaffen, die nicht programmieren können, sich aber an die reichlich fließende Google-Kohle gewöhnt haben. Und dieser Geldstrom wird langfristig versiegen.

      Das ist deren drängendes Problem.

      Wir - das Nutzervieh - sind aus Sicht von Mozilla und Google nur notwendiges Übel.

      Unser Problem ist, dass Mozilla die letzte Bastion gegen das Google-Web ist (wenn auch lediglich das kleinere Übel) und die Bastion zunehmend zusammengeschossen wird.

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        Von wenjuckts am Mi, 12. Juni 2019 um 14:30 #

        >> Mozilla hat in der Vergangenheit mit der üppigen Werbekohle einen barocken Wasserkopf von Leuten geschaffen, die nicht programmieren können, sich aber an die reichlich fließende Google-Kohle gewöhnt haben.

        Diese Leute müssen weg, eigentlich sofort, am Besten schon vor langer Zeit damit der Schaden nicht so groß bei Mozilla geworden wäre.

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