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Do, 13. Juni 2019, 09:42

Software::Virtualisierung

»Windows Subsystem for Linux 2« in Microsofts Insider Builds verfügbar

Das »Windows Subsystem for Linux« ist in seiner zweiten Version (WSL 2) ab sofort über das Windows-Insider-Programm verfügbar.

Microsoft-Schriftzug in Redmond

Derrick Coetzee

Microsoft-Schriftzug in Redmond

Auf der Entwicklerkonferenz Microsoft Build 2019 verkündete Microsoft vor einigen Wochen die baldige Verfügbarkeit des »Windows Subsystem for Linux 2« (WSL 2). Jetzt wurde in Microsofts Entwicklerblog die Verfügbarkeit von WSL 2 im Windows Build 18917 im Fast Ring des Windows-Insider-Programm bestätigt.

WSL 2 bietet eine überarbeitete Architektur, die die Interaktion von Linux-Distributionen mit Windows verändert. WSL 2 wurde primär entwickelt, um die Leistung des Dateisystems zu erhöhen und die volle Kompatibilität mit Linux-Systemaufrufen hinzuzufügen. Jede unterstützte Linux-Distribution kann unter auch weiterhin unter WSL 1 laufen oder jederzeit auf WSL 2 und wieder zurück umgeschaltet werden. Auch der gleichzeitige Betrieb von Distributionen unter WSL 1 und WSL 2 soll problemlos möglich sein.

Die Überarbeitung der zugrunde liegenden Architektur setzt bei WSL 2 auf Virtualisierung und einen Linux-Kernel, um die neuen Funktionen zu ermöglichen. Damit unterstützt WSL 2 auch Apps wie Docker oder FUSE, die unter WSL 1 nicht lauffähig waren. Zudem unterstützt WSL 2 das neue Windows Terminal.

Der Linux-Kernel in WSL 2 wird aus dem Quellcode des jeweiligen LTS-Kernels auf Kernel.org gebaut, in Größe und Leistung auf WSL 2 hin optimiert und per Windows-Update aktualisiert. Der Kernel ist Open Source und wird auf GitHub gepflegt. Um von den zu erwartenden Geschwindigkeitsvorteilen von WSL 2 zu profitieren müssen Anwender die Daten, auf die sie per WSL 2 zugreifen wollen anders als bei WSL 1 nicht mehr unter »C:« ablegen, sondern im Linux-Dateisystem. Zudem können jetzt auch einige Windows-Apps wie etwa File Explorer (explorer.exe) auf das virtualisierte Linux-Dateisystem zugreifen.

An der Verbesserung der Netzwerkunterstützung der VM, in der Linux bei WSL 2 läuft, wird laut Bekunden der Entwickler noch gearbeitet. Derzeit muss die IP-Adresse dieser VM verwendet werden, um von Windows aus auf Linux-Netzwerkanwendungen zuzugreifen, umgekehrt gilt dies genauso. Ziel ist es jedoch, auf Netzwerkanwendungen mit Localhost zuzugreifen zu können. Nähere Informationen hierzu vermittelt die Dokumentation.

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