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So, 16. Juni 2019, 08:06

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Mozilla startet Ideenwettbewerb für glaubwürdige Nachrichten

Glaubwürdige Inhalte von Falschmeldungen zu unterscheiden und den Benutzern entsprechende Hinweise zu geben, ist das Ziel eines Wettbewerbs, den Mozilla jetzt gestartet hat. Die Aktion soll Konzepte für mögliche Browser-Erweiterungen liefern, die auch auf maschinellem Lernen beruhen können.

Mozilla

Gezielte Falschinformationen sind in den letzten Jahren zu einer der größten Plagen des Internets geworden, neben intrusiver Werbung und sozialen Medien mit Anstoß erregenden oder »schädlichen« Inhalten, so die Einschätzung von Mozilla. Und viele Benutzer haben offenkundig Schwierigkeiten, echte Nachrichten von falschen zu Unterscheiden und die Glaubwürdigkeit von Nachrichtenquellen einzuschätzen. Lösungen für das Problem würden existieren, aber von den großen Technologieunternehmen nicht angewandt, da sie deren Profit schmälern würden. Mozilla hingegen sieht sich gemäß seinem Manifest dem Schutz der Privatsphäre und der Sicherheit im Internet verpflichtet und ergreift daher Maßnahmen.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, gegen schlechte Inhalte vorzugehen: Sie auszufiltern oder gute Inhalte in den Vordergrund zu rücken. Ersteres, was auch das Löschen mit einschließt, erscheint technisch kaum umsetzbar und prinzipiell fraglich. Daher hat Mozilla jetzt einen Wettbewerb auf der Mindsumo-Plattform gestartet. Der Wettbewerb besteht darin, ein Konzept für eine Browser-Erweiterung zu entwickeln, die glaubwürdige Nachrichtenquellen im Internet identifizieren kann.

Die Teilnehmer des Wettbewerbs müssen die Erweiterung nicht entwickeln, sie sollen sich nur Gedanken machen, wie sie funktionieren könnte. Die Erweiterung sollte in der Lage sein, Online-Signale zu identifizieren, die auf hohe Qualität hindeuten, und diese Signale nutzen, auf Inhalte hoher Qualität und Glaubwürdigkeit zu verweisen. Sie sollten die Standpunkte von Gruppen, die online häufig Rassismus, Sexismus und anderen verbalen Angriffen ausgesetzt sind, berücksichtigen. Hilfreich wäre dabei auch, von Bots erstellte Inhalte und gezeigte Verhaltensweisen zu erkennen. Dabei können freie Werkzeuge für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen eingesetzt werden, bei diesen ist jedoch darauf zu achten, dass sie nicht falsch trainiert werden, beispielsweise anhand von Listen einzelner Begriffe.

Der Wettbewerb endet am 7. Juli. Interessenten können sich auf der Mindsumo-Seite über die genauen Konditionen informieren. Den Teilnehmern winken Preise bis zu 1600 US-Dollar.

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