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Mo, 17. Juni 2019, 09:46

Software::Distributionen::Mandriva

OpenMandriva Lx 4 freigegeben

Das OpenMandriva-Team hat OpenMandriva Lx 4 veröffentlicht. Die Distribution wurde mit Clang statt mit GCC generiert und will mit hoher Geschwindigkeit und aktueller Software punkten. Eines der Highlights der aktuellen Version ist der Umstieg auf RPM 4 und DNF.

OpenMandriva Lx 4

openmandriva.org

OpenMandriva Lx 4

Nur wenige Tage nach dem letzten Veröffentlichungskandidaten und über eineinhalb Jahre nach dem Beginn der Arbeit an OpenMandriva Lx 4 ist die Distribution nun fertig. Die am Wochenende veröffentlichte Version beruht auf Kernel 5.1.9. Interessierten Anwendern steht zudem auch der Kernel 5.2-rc4 zur Verfügung. Als Paketmanager kommt ab sofort RPM 4 zum Einsatz. Als Grund nennt das Team unter anderem den Umstand, dass RPM4 weiterhin aktiv betreut wird und über eine bessere Auswahl an Werkzeugen für die Verwaltung und Pflege von Paketen und Repositorien verfügt. Mit DNF existiert zudem ein mächtiges Werkzeug, um RPM-Pakete besser verwalten zu können. Die Entwickler stellten deshalb das System um und integrierten mit Dnfdragora ein neues grafisches Werkzeug für die Verwaltung von Paketen.

Clang 8.0 dient als Standard-C-Compiler und wurde verwendet, um die Distribution zu erstellen. Dafür wurden auch neue Optimierungen beim Linken (Link Time Optimisation, LTO) genutzt, was nach früheren Aussagen der Entwickler die Geschwindigkeit steigern und den Speicherbedarf verringern soll. Die Installation der Distribution übernimmt Calamares 3.2.7. Der Systemstart wird durch Systemd 242 gesteuert und die grafische Darstellung übernehmen X.org 1.20.4 und Mesa 19.1.0.

Die KDE-Umgebung entspricht weitgehend der stabilen Veröffentlichung und setzt sich aus KDE Frameworks 5.58, KDE Plasma 5.15.5, KDE Apps 19.04.2 und Qt 5.12.3 zusammen. LibreOffice 6.2.4 wurde zudem komplett in Plasma integriert und nutzt unter anderem die Plasma-Systemdialoge. Der Standardwebbrowser ist ab sofort Falkon. Der seit 2010 von David Rosca und der Gemeinschaft ursprünglich unter dem Namen Qupzilla entwickelte Browser setzt auf die Chromium-Renderingengine auf und bietet neben Leichtgewichtigkeit auch das von Opera bekannte Speed-Dial sowie einen standardmäßig aktivierten Adblocker. Für Multimedia-Anbindung sorgen diverse Anwendungen, die ab sofort nach Möglichkeit auch mp3 unterstützen. Grund für die nun standardmäßig erfolgte Anbindung der De- und Encoder ist das Auslaufen der Patente.

Fotostrecke: 5 Bilder

OpenMandriva Lx 4
OpenMandriva Lx 4 - Willkommensbildschirm
OpenMandriva Lx 4 - Krita
OpenMandriva Lx 4 - LibreOffice
OpenMandriva Lx 4 - SMPlayer
Entwickler dürfen sich auf Aktualisierungen des Java-Stacks freuen, der nun auf OpenJDK 12 aufsetzt. Python wurde auf die Version 3.7.3 angehoben und Perl, Rust sowie Go auf die neuesten Versionen aktualisiert. Weitere Neuerungen sowie Anpassungen können der Ankündigung sowie den Veröffentlichungshinweisen entnommen werden.

OpenMandriva Lx 4 steht für x86- und ARM-Prozessoren zum Download bereit. Interessierten Nutzern steht zudem eine extra an AMDs Ryzen, ThreadRipper und EPYC CPU angepasste Variante der Distribution zur Verfügung. Eine RISC-V-Portierung befindet sich immer noch in Arbeit.

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