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Mo, 17. Juni 2019, 17:12

Software::Distributionen::Ubuntu

Ubuntu plant häufigere Aktualisierung der Nvidia-Treiber

Die proprietären Nvidia-Grafiktreiber sind in Ubuntu zwar verfügbar, aber offiziell immer nur in der Version, die bei der Veröffentlichung der Distribution verfügbar war. Künftig sollen alle Versionen der Treiber verfügbar gemacht werden.

Canonical

Wie viele andere Distributionen auch folgt Ubuntu dem Prinzip, die mit der Veröffentlichung der Distribution ausgelieferte Software stabil zu halten. Nur Korrekturen sind damit zulässig, neue Funktionen verpönt. Ausnahmen wurden bisher nur für wenige Softwarepakete gemacht, beispielsweise für Firefox und Chromium, die sich nicht mit angemessenem Aufwand auf einem stabilen Stand halten lassen.

Zwar ist für Nvidia-Grafikkarten der freie Nouveau-Treiber der Standard bei Ubuntu, aber viele Anwender benötigen dennoch einen der proprietären Nvidia-Grafiktreiber, wenn höchste Geschwindigkeit oder mehr Funktionalität gefordert ist. Für diese Anwender sind die Treiber in einem speziellen Repositorium verfügbar, von wo sie die Nutzer leicht installieren können. Ab Ubuntu 19.10 sollen zwei dieser Treiber sogar auf dem Installations-Image verfügbar sein. Jedoch wurden bisher, den Richtlinien der Distribution entsprechend, diese Treiber auf einem bestimmten Stand gehalten. Dies veranlasste viele Nutzer dazu, auf inoffizielle Repositorien zurückzugreifen, die den häufigen Aktualisierungen von Nvidia schneller folgen.

Aus diesem Grund plant Ubuntu jetzt, für Nvidia-Treiber eine ähnliche Ausnahme wie für Firefox zu machen. Dadurch würden alle drei von Nvidia unterstützten Treiberlinien im Ubuntu-Repositorium ständig aktualisiert. Nvidia unterscheidet zwischen einer Treiberlinie für ältere Grafikkarten, die im Grunde nur noch an neue Kernel angepasst wird, und zwei Linien für aktuelle Grafikkarten. Von diesen wird der langlebige Zweig nur mit Korrekturen versehen, ohne neue Funktionen zu erhalten. Lediglich die Unterstützung für neue Grafikkarten kann hinzukommen. Im kurzlebigen Zweig dagegen werden neben Korrekturen auch ständig neue Funktionen integriert.

Für die LTS-Ausgaben von Ubuntu ist geplant, alle drei Treiberlinien in aktuellen Versionen hinzuzunehmen. Für alle anderen Ausgaben von Ubuntu verzichtet der Distributor auf den kurzlebigen Zweig, was aber bei Bedarf geändert werden kann. Eine automatische Aktualisierung von einer Treiberversion auf die nächste, die neue Funktionen enthält, findet nicht statt, wird aber durch ein Update-Paket unterstützt. Momentan handelt es sich hierbei nur um einen Plan, ein Termin für die Umsetzung ist noch nicht bekannt.

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