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Fr, 21. Juni 2019, 15:16

Software::Distributionen::Mandriva

OpenMandriva: Unterstützung für 32 Bit wird eingeschränkt

Das Team der Distribution »OpenMandriva« hat entschieden, künftig keine Ausgaben mehr mit 32-Bit-Unterstützung zu veröffentlichen. OpenMandriva ist neben ROSA Lab und Mageia einer der Nachfolger der französischen Distribution Mandriva, die 1998 als Mandrake gestartet war.

openmandriva.org

Bereits seit geraumer Zeit steht fest, dass OpenMandriva die Unterstützung der in die Jahre gekommenen 32-Bit-Architektur einschränken möchte. So hatte das Team bereits vor eineinhalb Jahren angekündigt, künftig sich nur noch auf die modernen Architekturen konzentrieren zu wollen. OpenMandriva Lx 3.03 war dem entsprechend die letzte Version, die i686 als dediziertes Abbild anbot. Der initialen Ankündigung zum trotz hielt die Distribution weiter zu der in die Jahre gekommenen Plattform fest und unterstützte diese durch dedizierte Repositorien.

Damit wird einer Entscheidung des Teams nach nun Schluss sein. Wie den aktuellen Meeting-Notizen entnommen werden kann, soll OpenMandriva sukzessive die Fähigkeit verlieren, die alte Plattform zu bedienen. Dazu sollen bereits ab der kommenden Version keine stabilen Freigaben der i686-Zweige mehr generiert werden. Spätestens bei der Freigabe von OpenMandriva 4.1 soll die Distribution dann nur noch in einer 32-Bit-Version im Cooker- und Rolling-Zweig enthalten sein. Mit einer vollständigen Entfernung der alten Architektur wird allerdings nicht vor der Freigabe der Version 5.0 gerechnet. Die Entwickler sprechen von einem »Zeitpunkt in der Zukunft«.

OpenMandriva ist nicht die einzige Distribution, die die Unterstützung für die alte Plattform sukzessive eliminiert. Bereits in der Vergangenheit haben diverse Projekte den Stopp angekündigt. Zuletzt verkündete Ubuntu, die i386-Architektur ab Ubuntu 19.10 »Eoan Ermine« nicht mehr offiziell zu unterstützen. Wer 32-Bit Anwendungen dort verwenden möchte, kann auf Snaps ausweichen, die die »core18«-Laufzeitumgebung nutzen können oder entsprechende Container für die Anwendungen in einem 64-Bit-System aufsetzen.

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