Login
Newsletter
Werbung

Mo, 24. Juni 2019, 12:18

Hardware::Platinencomputer

Raspberry Pi 4 erschienen

Fast ein Jahr früher als erwartet hat die Raspberry Pi Foundation den Raspberry Pi 4 vorgestellt. Der scheckkartengroße Rechner ist bedeutend leistungsfähiger als seine Vorgänger und erstmals mit drei verschiedenen Speicherausstattungen erhältlich.

Raspberry Pi 4

Raspberry Pi Foundation

Raspberry Pi 4

Die Raspberry Pi Foundation wird mit dem Raspberry Pi 4 zweifellos ihre Erfolgsgeschichte fortschreiben. Seit die erste Version des Raspberry Pi im Jahr 2011 als Lern-Rechner für 25 US-Dollar vorgestellt wurde, wurde das Mini-System millionenfach verkauft und zum Vorbild für zahlreiche Klone. Denn die Hardware wurde offengelegt und der Nachbau ausdrücklich gestattet. Dazu kam noch, dass sich der Raspberry Pi als ideal für zahllose Bastelprojekte erwies. Die Entwicklung weiterer Modelle sowie der Nachfolgesysteme Raspberry Pi 2 und 3 waren die Konsequenz.

Nun liegt also der neue Raspberry Pi 4 vor, der bei gleichem Format wiederum erneuerte Hardware enthält, aber kompatibel mit früherer Software bleibt. Der Preis blieb mit 35 USD ebenfalls unverändert, wenn man die minimale RAM-Ausstattung wählt. Wie immer erscheint auch der Raspberry Pi 4 zunächst in einer Variante, die sich »Model B« nennt. Hierbei handelt es sich um ein universell verwendbares Board mit Grafik und zahlreichen Schnittstellen.

Die Nummer 4 der Reihe steigert die Leistungsfähigkeit der Hardware wesentlich. Der CPU-Takt wurde von 1,2 auf 1,5 GHz gesteigert. Der Prozessorchip bleibt natürlich in der ARM-Familie. Es handelt sich dieses Mal um den Broadcom BCM2711, eine Quad-Core-CPU der 64-bittigen ARM A72-Familie. Diese soll dreimal so schnell sein wie der Raspberry Pi 3. Für die Grafik kommt ein VideoCore VI-Grafikprozessor zum Einsatz, der OpenGL ES 3.x unterstützt. Für diesen Chip kommen freie Grafiktreiber zum Einsatz.

Erstmals ist die Netzwerkschnittstelle 1 Gbit/s schnell - laut Hersteller lässt sich auch der volle Durchsatz erreichen. Erstmals ist auch USB 3.0 dabei, und als weiteres Novum haben die Käufer jetzt die Wahl zwischen drei RAM-Ausstattungen: 1, 2 oder 4 GB LPDDR4 sind erhältlich.

Zur weiteren Ausstattung des Raspberry Pi 4 Model B gehören WLAN nach 802.11ac, Bluetooth 5.0, vier USB-Ports, davon zwei als USB 3.0 und zwei als USB 2.0, Unterstützung für zwei Monitore mit Auflösungen bis 4K (realisiert mit zwei Micro-HDMI-Ports) und Hardware-Dekodierung von HEVC-Videos. Ein USB Type C-Port verbessert die Stromversorgung erheblich. Es gibt Pins für Power over Ethernet und Schnittstellen für Kameras (CSI) und Displays (DSI). Wie bei früheren Modellen stehen auch eine Reihe von frei programmierbaren I/O-Ports zur Verfügung. Der Schwachpunkt des Systems bleibt der Massenspeicher, der in Form einer MicroSD-Karte hinzugefügt wird. Als Ergänzung lassen sich nur USB-Massenspeicher anschließen, da SATA-Ports fehlen. Der Raspberry Pi 4 ist samt Zubehör wie Netzteil oder Desktop-Kit in verschiedenen Online-Shops erhältlich.

Werbung
Pro-Linux
Traut euch!
Neue Nachrichten
Werbung