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Mi, 26. Juni 2019, 09:38

Software::Distributionen::Canonical

Canonical revidiert 32-Bit-Pläne

Wie Canonical in einer Mitteilung an die Gemeinschaft bekannt gab, wird das Unternehmen entgegen der ursprünglichen Planung nicht die komplette Unterstützung der 32-Bit-Archtektur aus Ubuntu entfernen. Vielmehr plant der Hersteller auch in künftigen Versionen der Distribution eine Auswahl von 32-Bit-Bibliotheken bereitzustellen, die eine Ausführung alter Anwendungen erlauben.

Canonical

Nachdem Canonical kurz nach der Abkündigung der 32-Bit-Archtektur eine Woge an Unverständnis entgegenschlug, ändert der Hersteller nun seine Strategie und korrigiert die ursprünglichen Pläne. So wird das Unternehmen auch in Ubuntu 19.10 und 20.04 LTS Unterstützung für die alte Architektur anbieten - auch wenn sie kleiner ausfallen wird als bisher. Geplant ist laut Canonical, die Zahl der angebotenen Pakete einzuschränken. »Wir werden einen Community-Prozess einrichten, um zu bestimmen, welche 32-Bit-Pakete für die Unterstützung älterer Software erforderlich sind, und können diese Liste nach der Veröffentlichung ergänzen, wenn wir etwas verpassen, das benötigt wird«, schreibt das Unternehmen.

Ferner will Ubuntu künftig unter anderem mit Valve, aber auch mit freien Projekten wie Wine enger zusammenarbeiten und ihre Bedürfnisse berücksichtigen. Beide Parteien hatten sich am Wochenende über die Einstellung beschwert und unter anderem eine Beendigung der Zusammenarbeit mit Ubuntu angekündigt. »Nach der Veröffentlichung von Ubuntu 18.04 LTS hatten wir umfangreiche Threads auf der Ubuntu-Entwicklungsliste und haben zudem Valve ausführlich zu diesem Thema befragt«, schreibt das Unternehmen. »In keiner dieser Diskussionen wurden die Leidenschaften geweckt, die wir hier gesehen haben. Wir hatten daher das Gefühl, dass wir einen ausreichenden Konsens für den Umzug in Ubuntu 20.04 LTS hatten«.

Wie der Hersteller weiterhin schreibt, sieht sich Ubuntu weiterhin dem Grundsatz verpflichtet, Ubuntu zum besten Open-Source-Betriebssystem für Desktop, Server, Cloud und IoT zu machen. Dementsprechend sei es für die Entwickler wichtig, alle Parteien zufriedenzustellen – auch wenn es bedeutet von zuvor getroffenen Annahmen wieder abzurücken.

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