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Mi, 26. Juni 2019, 15:00

Software::Distributionen::Debian

Raspbian Buster freigegeben

Um nicht auf Debian warten zu müssen, hat die Raspberry Pi Foundation das für den Raspberry Pi 4 benötigte Raspbian Buster bereits zwei Wochen vor Debian 10 »Buster« freigegeben.

Desktop von Raspbian Buster

Raspberry Pi Foundation

Desktop von Raspbian Buster

Debian 10 »Buster« wird nach dem aktuellen Stand am 6. Juli erscheinen. Für den früher als erwartet veröffentlichten Raspberry Pi 4 benötigte die Raspberry Pi Foundation aber eine erneuerte Version von Raspbian, die auf dem neuen Debian beruht. Denn das Portieren der benötigten Funktionalität in die ältere Version wäre nach Angaben der Foundation zuviel Aufwand gewesen.

Somit steht nun Raspbian Buster (Raspbian 2019-06-20) für alle Anwender schon vor dem offiziellen Debian »Buster« zur Verfügung. Die neue Version ist kompatibel mit allen älteren Raspberry Pi-Modellen, so dass alle Nutzer auf die neue Version wechseln können. Raspbian Buster ist daher auch weiterhin ein 32-Bit-System, und das soll offenbar so bleiben, bis es überzeugende Gründe für ein 64-Bit-System gibt. Die maximal verfügbare RAM-Größe von 4 GB beim Pi 4 macht es laut Simon Long von der Raspberry Pi Foundation noch nicht nötig, auf 64 Bit zu gehen.

Neu in Raspbian Buster sind neben umfassenden Software-Updates vor allem die standardmäßige Nutzung der freien OpenGL-Treiber anstelle von proprietären. Laut Simon Long sind die Änderungen zwischen Stretch und Buster nicht umwälzend, obgleich es intern viele Änderungen gab, um das System sicherer zu machen. Den Entwicklern von Raspbian fiel allerdings auf, dass sie nun seit einigen Jahren kaum nennenswerte Änderungen am Desktop vorgenommen hatten und er inzwischen etwas altbacken aussah. Daher überarbeiteten sie für Buster das Aussehen, laut Long in moderater Form. Sie folgten dabei dem Trend, die Elemente einfacher zu machen.

Die Python-Entwicklungsumgebung IDLE ist nicht mehr in Raspbian Buster enthalten. Die schon länger mitgelieferte Alternative Thonny wurde als die bessere, modernere Lösung angesehen. Momentan fehlt noch das bisher mitgelieferte Mathematica, das wohl mit Raspbian Buster nicht funktioniert. Laut der Raspberry Pi Foundation arbeitet der Hersteller an einer Lösung, so dass Mathematica bald wieder mitgeliefert werden kann. Der Wechsel zu dem freien OpenGL-Treiber bedeutete auch, dass einige OpenGL-Funktionalitäten fehlen, diese wurden in den Videoeinstellungen deaktiviert. Hinzugekommen ist dagegen die Möglichkeit, zwei Monitore anzuschließen und zu konfigurieren.

Raspbian Buster steht in drei Varianten zum freien Download zur Verfügung. Neben einem 1945 MB großen Image, das den Desktop und alle empfohlene Software enthält, gibt es ein 1149 MB großes Image ohne die zusätzliche Software und ein 426 MB großes Image mit einem Minimalsystem. Tausende weiterer Softwarepakete können aus den Online-Repositorien nachinstalliert werden.

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