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Mi, 26. Juni 2019, 18:22

Software::Entwicklung

Programmiersprache V will mit Rust und Go konkurrieren

Die neue Programmiersprache V will eine Alternative zu Rust, Go und ähnlichen Sprachen werden und mit einigen einzigartigen Eigenschaften aufwarten. Sie wurde jetzt erstmals als freie Software in einer nutzbaren Version veröffentlicht.

Beispielprogramm in V

Alexander Medvednikov

Beispielprogramm in V

Als moderne Alternativen zu C++ haben sich eine Reihe von Programmiersprachen etabliert, darunter insbesondere das von Google entwickelte Go und das von Mozilla entwickelte Rust. Doch keine dieser Sprachen konnte alles bieten, was dem Entwickler Alexander Medvednikov vorschwebte. Das war für ihn der Anlass, eine weitere Alternative zu starten: V war geboren.

Die Webseite vlang.io fasst alle Informationen rund um V zusammen. V ist in aktiver Entwicklung und erfuhr binnen zwei Tagen zwei neue Veröffentlichungen, 0.13 und 0.14. Dabei dürfte es sich um die ersten richtigen Veröffentlichungen handeln, seit der Autor den Quellcode unter die freie MIT-Lizenz stellte.

V ist nach Angaben des Entwicklers ähnlich wie Go, bezieht aber auch Ideen aus der historischen Sprache Oberon sowie von Rust und Swift. Sie ist syntaktisch einfach, statisch typisiert, wird compiliert und soll zur Entwicklung von wartbarer Software eingesetzt werden. Der aktuell dokumentierte Sprachumfang soll sich bis zum Erreichen der Version 1.0 nicht mehr ändern.

Laut Medvednikov, der auf Patreon um finanzielle Unterstützung wirbt, lässt sich mit V alles machen, was mit anderen Sprachen auch möglich ist. Ein Vergleich mit anderen Sprachen hebt die äußerst schnelle Compilierung und Einfachheit heraus. Darüber hinaus soll die Geschwindigkeit der erzeugten Programme sehr hoch sein, was aktuell aber nur durch die Übersetzung in C und Compilierung mit Clang oder GCC erreicht wird. Ein eigener Code-Generator ist nur für x86_64 vorhanden und weist noch wenig Optimierung auf.

V soll außerdem ähnlich wie Rust eine sehr sichere Sprache sein, einen einfachen Umgang mit parallelen Threads ermöglichen, leicht Cross-compilierbar sein und Code-Generierung während des Compilierens unterstützen. Zudem ist der Compiler klein und besitzt keine Abhängigkeiten zu anderem Code. Man kann Code interaktiv eingeben und ausführen lassen, es gibt keine globale Variablen und geänderter Code kann zur Laufzeit neu geladen werden.

Vorhandene C-Bibliotheken sollen sich ohne Effizienzverlust nutzen lassen, zusätzlich stellt das Projekt eigene Grafikbibliotheken bereit. Seit kurzer Zeit ist der V-Compiler selbst in V geschrieben und kann sich selbst compilieren. Zwar sind einige geplante Funktionen noch nicht realisiert, doch Medvednikov, der inzwischen bereits einige Unterstützung von anderen Entwicklern erhalten hat, will bereits im Dezember alle geplanten Ziele erreicht haben und dann Version 1.0 veröffentlichen. Der Quellcode aller V-bezogenen Komponenten ist auf GitHub zu finden, Binärpakete gibt es auf der V-Homepage.

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Kommentare (Insgesamt: 55 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[5]: Eure Sorgen möchte ich haben ... (pointer, Mo, 1. Juli 2019)
Re[9]: V Vapoware (pointer, Mo, 1. Juli 2019)
Re[4]: Eure Sorgen möchte ich haben ... (klopskind, So, 30. Juni 2019)
Re[9]: V Vapoware (klopskind, So, 30. Juni 2019)
Re[5]: Neu? (pointer, So, 30. Juni 2019)
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