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Di, 2. Juli 2019, 16:18

Software::Distributionen::Fedora

Ausblick auf Fedora Workstation 31

Die Entwicklung von Fedora 31 ist bereits in vollem Gang. Christian Schaller hat einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen für Fedora Workstation und Gnome gegeben.

fedoraproject.org

Im selben Beitrag, in dem Christian Schaller ankündigte, dass X.Org wohl schon binnen eines Jahres in den reinen Wartungsmodus versetzt werden könnte, beschreibt der für Red Hat arbeitende Fedora-Entwickler auch ausführlich, was in der nächsten Version von Fedora Workstation zu erwarten ist. Neben den bereits erläuterten Änderungen in Wayland, die alle noch vorhandenen Funktionslücken zu X.org schließen, wird auch daran gearbeitet, PipeWire als Nachfolger der Audiosysteme PulseAudio und Jack zu komplettieren. Auch Miracast-Unterstützung soll in Gnome Einzug halten, dazu entsteht zur Zeit das neue Programm Network Displays.

Auch die Arbeit an Flatpak geht weiter. Aktuell liegt der Schwerpunkt darauf, das Erstellen von Flatpaks aus RPMs zu verbessern und weitgehend zu automatisieren. Das wird benötigt, um beginnen zu können, Anwendungen als Flatpaks statt im RPM-Format auszuliefern. Auch sollen künftig Anwendungen direkt von flathub.io und quay.io installierbar sein. Ebenfalls in Arbeit ist eine Laufzeitumgebung auf Basis von Red Hat UBI, womit Anwendungen für Red Hat Enterprise Linux als Flatpak ausführbar wären. Auch die Fedora Toolbox, mit der sich sehr einfach Container zum isolierten Ausführen und Testen von Software starten lassen, wird weiter verbessert.

Der schon seit Jahren angebotene Classic-Modus von Gnome, mit dem sich Gnome 3 mehr wie Gnome 2 anfühlt, wird noch ein wenig Gnome 2-ähnlicher. So wird die Übersichtsseite entfallen und der Wechsel zwischen Arbeitsflächen wird mehr Funktionalität erhalten. Die Gnome-Shell dagegen wird weiter optimiert, zu diesem Zweck wurden auch Sysprof und verwandte Werkzeuge zur Leistungsanalyse des Systems verbessert.

Zur Unterstützung großer Fedora- und Red Hat-Installationen existiert der Fleet Commander. Weil viele dieser Installationen in Organisationen existieren, die noch überwiegend Windows benutzen, kann Fleet Commander jetzt auch mit Active Directory als LDAP-Server arbeiten. Darüber hinaus wird in Fleet Commander an einer besseren Unterstützung von Firefox und Gnome-Shell-Erweiterungen gearbeitet.

Weitere Punkte für Fedora 31 sind verbesserte Unterstützung für Fingerabdruck-Leser, Verbesserungen für gamemode, Unterstützung für das Eingabegerät Totem von Dell sowie die Integration der neuen Version 2.0 des OpenH264-Codecs von Cisco.

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